Geschichten und Reiseberichte
vom Ski und Snowboard fahren

Wir schreiben den 10. Januar 2010. Ich bin zurück aus Les Arcs/la Plagne und wie schon vor drei Jahren war es ein herausragender Urlaub in einem gewaltig großen Skigebiet. Ich bin wie immer, wenn ich mit einem Skiclub fahre, alleine unterwegs und treffe per Zufall eine Skilehrerin, die in Ihrer Freizeit das Skigebiet durchstreift und die ich sporadisch begleiten darf. Zwar gibt sie mir keinen Unterricht, aber allein die Tatsache, dass sie so konsequent vor mir her fährt und mich mal über tief verschneite, mal beinhart vereiste Pisten hinter sich her zieht, macht mir den Umstieg vom Snowboard auf die Skier, der zwei Wochen zuvor in Sankt Anton begonnen hatte, merklich leichter. Merci, Corinne!
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Schon 14 Tage später fahren wir zum ersten Mal nach St.Moritz. Und da zeigt sich dann in voller Pracht, dass das Training von Plagne einen Sinn hatte. Und es zeigt sich auch, dass man ein Snowboard nie zu früh unter die Kellerdecke nageln sollte, zumal, wenn man es so lange gefahren ist!
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Nach dem Urlaub in Belle Plagne, an dessen fünftem Tag ich 72 Kilometer und 12000 Höhenmeter fahre und der damit nach Zahlen an die besten Tage auf dem Snowboard heran reicht, kann ich erstmals wirklich ermessen, was am Ende unserer Wintersaison 2008/09 passiert war:
   «Zermatt ohne Stockhorn - das geht gar nicht!», antwortete mir mein Sohn damals mit gespielter Empörung, als er mir den HOLUX GPSport 245 in die Hand drückte, damit ich für ihn den Tag auswerten möge. «Ich bin ja auch zwei Mal die Mittelritz gefahren.»
  Warum er diese anstrengenden Pisten fahren musste ist mir noch heute ein Rätsel, und so entgegnete ich ihm: «Du gefährdest damit Dein Ziel, an einem einzigen Tag 100 Pistenkilometer zu fahren.»
Zermatt StockhornIch warf das Notebook an und startete mein Auswerteprogramm. Noch vor Mitternacht war dieser denkwürdige Tag ausgewertet. Knapp 18000 Höhenmeter und 110 Kilometer reine Fahrstrecke, etwa das Dreifache eines normalen Skitags, kamen am Ende zusammen und der Liftplan war zugleich auf allen markanten Positionen abgefahren worden. Nicht nur ein Kompliment an einen engagierten und sicheren Skifahrer, sondern auch an ein Skigebiet, das das zulässt.
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32 grandiose, traumhaft schöne Skitage - und kein einziger in Österreich, das war die Saison 08/09. Die Westalpen bieten mit den 3 Vallées, Val d'Isère, 4 Vallées, Grindelwald und Zermatt genügend Abwechslung für fünf Skiwochen. Ein einziger Tag ist so, dass ich vor lauter Schnee die Zahnradbahn an der Station Eigergletscher kaum noch erkennen kann. Am Abend wird mich einer der Gäste auf der Berghütte Grindelwaldblick fragen: «Wie war der Tag?» Und ich antworte wahrheitsgemäß, auch wenn er das vielleicht so nicht hören will: «Es war einer der schönsten Skitage der letzten 10 Jahre!»
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Ich habe immer noch den kessen Spruch unserers Skilehrers Hans W. Mayer vom Ski-Club Bingen im Ohr:  «Ein Skifahrer, der den Schnee liebt, streichelt ihn mit seinen Skiern und stampft nicht darauf herum und tritt oder zerschneidet ihn!». Nun, soweit die Theorie!
    Mittlerweile hat die Vergangenheit etwas Mystisches, die Sage von Kuros, dem Gott der Pisten, der zuverlässig für gutes Skiwetter sorgt und der Anfängern Flügel verleiht, hält dies für die Nachwelt fest. Waren die Fotoapparate 1994 noch analog, so begleiten uns heute digitale Kameras wie die kleine Kodak DX7590 und die ungleich schwerere aber auch viel bessere Spiegelreflex Sony Alpha 100 auf unseren Streifzügen durch die Skigebiete. Deren hohe Auflösung lässt den Schnee auf den Bildern glänzen und die Verwacklungskompensation ermöglicht auch unter schwierigen Bedingungen bestechend scharfe Bilder. Dazu tragen wir GPS Empfänger am Rucksack und ermitteln so Pistenlängen ausgewählter Skigebiete, die wir grafisch interaktiv auswerten, in Listenform darstellen und für Google EarthTM verfügbar machen. Und natürlich erzählen wir auch Geschichten Der Autorvon Nebeltagen und Sonnenbränden, von Gästen und Gastgebern, von ausgefallenen Pisten und Skirouten, von Kindern auf Skiern und Vätern auf Snowboards - nicht selten unter starken Schmerzen zusammengetragen in 40 Skigebieten und allen Regionen der Alpen, von den Trois Vallées im Westen bis Bad Kleinkirchheim im Osten.
    Wir betrachten die zahlreichen Bilder und ausführlichen Berichte als einen Beitrag zum «Skiclub Bingen 1930 e.V. im Internet». Drei Skigebiete dienen uns hinsichtlich Pistenangebot, Liftkapazität, Schwierigkeitsgrad, Schneesicherheit, Kundenfreundlichkeit und Preis als Referenz: Zermatt, der Arlberg und Grindelwald. Aber auch die französischen Skigebiete erleben bei uns eine Renaissance!

Der erste Skitag ...

... prägte viele Jahre die Einleitung dieser Skiseiten. So schwer er war, so sehr ist er Historie. Heute gilt es, mit dem Snowboard Tempo 100 zu schlagen und 67 Pistenkilometer zu übertreffen sowie den Liftplan bis in die letzte Ecke abzufahren und das gesamte Skigebiet mittels GPS zu vermessen. Wenn man dann noch systematisch die Fehler in den aufgezeichneten GPS-Tracks bereinigt, bekommt man einen sehr guten Eindruck davon, was man an einem Tag fährt, wie die Beispiele Zermatt, Sankt Anton, Lech/Zürs, Grindelwald, Les Arcs/la Plagne und 3 Vallées zeigen. Dass die Tabellen bei unserer Art der Aufmessung deutlich weniger Pistenkilometer ausweisen als die Angaben der Liftbetreiber, ist halt so. Weitere Aspekte erläutert die Präambel.
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Unsere Geschichte beginnt ...

... in der Sportwelt Amadé

Mit über 300 Pistenkilometern ist die Sportwelt Amadé eines der größten Skigebiete der Alpen. Wer einmal die Skischaukel zwischen Flachau und Alpendorf gefahren ist, lernt die Weite des Gebietes kennen. Flying Mozart, Six Pack und Achter Jet heißen die Lifte hier.
Und obgleich man sich auf Höhen unter 2000 m bewegt, gibt es dennoch meist reichlich Schnee. Mittlerweile ist der Gültigkeitsbereich des Skipass auf fast 900 weit verstreute Pistenkilometer angewachsen.

Ab hier geht es alphabetisch weiter:

3 Vallées - Kapitel I deutsche Versionversion française GPS

Les 3 Vallées - Saulire Die dritte Skiwoche meines Lebens führte mich vor 14 Jahren in das mit weitem Abstand größte zusammenhängende Skigebiet der Alpen, die Trois Vallées. Schon damals hatte ich den Eindruck, dass es vor allem ein Gebiet mit mittelmäßig spannenden Pisten ist. Dieser Eindruck hat sich bestätigt, so wie auch der, dass Mottaret das eigentliche Herz dieser einzigartigen Skischaukel ist. Dass auch gute Fahrer auf ihre Kosten kommen, liegt nicht zuletzt an den gewaltigen Entfernungen, die man hier an einem Tag zurücklegen kann. Am längsten Tag der Reise zeichnet der GPS-Empfänger fehlerbereinigt 62 Pistenkilometer und 12200 Höhenmeter auf.
Après 14 ans, je suis retourné dans le plus grand domaine skiable des Alpes, les Trois Vallées dans le cœur des Alpes de Savoie. Mon fils a traduit l'histoire en français.

3 Vallées - Kapitel II

Les 3 Vallées - Saulire Nach der ausführlichen Beschreibung, den vielen neuen Bildern, der umfangreichen Dokumentation per GPS-Empfänger sowie der Übersetzung ins Französische wollte ich die Trois Vallées ruhen lassen. Aber da ich im Januar nicht alle Pisten vermessen konnte, fahren ich über Weihnachten 2008 mit Familie ins Herz der 3 Vallées, nach Méribel-Mottaret: «Wie kannst Du nur schreiben, dass das ein einfaches Skigebiet sei!?», beklagt sich meine Frau. Aber nach einem Jahr auf zum Teil schweren Pisten fällt auch ihre Einschätzung dieser Reise etwas anders aus.

4 Vallées

Manchem Ski- und Snowboardfahrer gelten die 4 Vallées als das schwerste Skigebiet der Alpen. Wer einmal durch den steilen Pfeiler rechts der Gondel vom Mont Fort abgefahren ist, der hat eine Vorstellung davon, was damit gemeint ist. Es ist zugleich das einzige große Skigebiet, in dem wesentliche Verbindungsstrecken ausschließlich Skirouten sind, einige beeindruckend schwierig. Diese Abschnitte sind naturbelassen und nicht beschneibar. Daher leben das Gebiet und seine Geschichten von frischem Schnee.

L'Alpe d'Huez

Ein Skigebiet von außergewöhnlichem Reiz zu einer Zeit mit außergewöhnlich wenig Schnee: L'Alpe d'Huez. Vielen besser bekannt als häufige Bergankunft der Tour de France, hat dieser Ort  doch noch etwas mehr Flair als die gewöhnliche französische Skistation, auch wenn er sich äußerlich kaum unterscheidet. Mit den Abfahrten Le Tunnel und Glacier de Sarenne kann der Ort sowohl in Punkto Schwierigkeit als auch Länge mit den schwersten und längsten Pisten der Alpen mithalten. Der Ausgangspunkt, Pic Blanc, ist zwar ein Berg von eher geringem optischen Reiz, doch unbestrittenes Highlight für gute Fahrer.

Sankt Anton am Arlberg   GPS

Winterurlaub in Sankt Anton am Arlberg. Es ist ein teueres Vergnügen in einem der traditionsreichsten Skigebiete der Alpen dem Wintersport zu frönen. Auch ein eher mäßiges Verhältnis von Preis und Leistung hinsichtlich Verpflegung auf der Hütte und Unterkunft im Ort kann den Run auf eines der, wie auch Weihnachten 2006 bewies, schneesichersten und für geübte Skifahrer aufregensten Gebiete der Alpen kaum schmälern. Es ist zudem deutlich unterhaltsamer, wenn Sie in «Stanton» englisch sprechen.
Weitere Einstiege in die Geschichte erlauben eine Bildergalerie und die mittels GPS bestimmten Google-Earth Daten des etwas zusammengeschrumpften Gesamtskigebiets zu Beginn des schneearmen Winters 2006/07. Zudem gibt es einen Kurzbericht über das kleine Skigebiet Pettneu.

Les Arcs  GPS

Les Arcs Ende Januar 2007: Wir sind zurück aus dem vielleicht schönsten Skiurlaub der letzten Jahre und wissen nicht so recht, wovon wir mehr fasziniert sind, der gigantomanischen Größe der durch den Vanoise Express so eindrucksvoll verbundenen Skigebiete Les Arcs und la Plagne oder der herzlichen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft unserer französischen Gastgeber im Herzen von Savoyen. Dass der Paradiski-Pass einer der teuersten der Alpen ist, vergisst man, sobald man die ersten Pistenkilometer unter die Bretter genommen hat. Derart abwechslungsreich präsentiert sich kaum ein Skiverbund - und kaum ein anderer kann in Zeiten großen Schneemangels eine solche Zahl an gut fahrbaren Pisten anbieten.

Avoriaz

Wer immer auch diesen Namen liest, er wird ihn falsch aussprechen. Ich habe Monsieur Killy noch nicht gefragt, wie er das ausspricht, aber hier die beiden gängigen Möglichkeiten:
    Les Parisiens:    «Avoriaz»
    Radio Avoriaz:    «Avoria»
Wer sich für das einzigartige, grenzüberschreitende Gebiet der Portes du Soleil, vor allem Avoriaz, interessiert, der schaue hier. Berühmt ist die Piste Chavanette, die als eine der steilsten Pisten der Alpen gilt. Beeindruckend der Einstieg, lang (aber auch endlos breit) die Abfahrt. Auch im Jahr 2005 schaffe ich es nicht, diese Piste unter das Brett zu nehmen. Aber die, die die schwere Abfahrt «gemacht» haben, stufen sie nicht so hoch ein, wie ihren Ruf.

Breuil-Cervinia  GPS

Breuil-Cervinia April 2007: Man könnte das italienische Breuil-Cervinia dem Skigebiet von Zermatt zuschlagen, aber der Gesamtskipass ist extrem teuer und bietet versierten Fahrern keinen Zugewinn. Zudem gibt es keine Ermäßigung für Kinder und Jugendliche, wenn man einen Tag nachbucht! Aber als wirklich unerträglich empfinden wir die italienische Polizei, die uns ermahnt, langsam zu fahren, obgleich die Piste genial präpariert, butterweich, gut überschaubar und völlig leer ist! Zugegeben, Tempo 110 ist nicht jedermanns Sache. Aber am Ende bleibt die Frage, ob 148 CHF für vier Personen angemessen ist für etwas, was man nur zwei frühe Stunden lang nutzen und zudem auf schweizer Seite umsonst haben kann. Polizeischutz brauchen wir jedenfalls nicht!

Crans-Montana

Crans-Montana Wie oft sind wir auf dem Weg nach Zermatt schon an diesem Skigebiet vorbei gefahren, ohne dass wir uns dazu hätten durchringen können, hier einen Tag zu fahren. Aber die Verabredung unserer Tochter mit einer Schulkameradin bringt uns dann doch für einen viel zu heißen Tag Mitte März in das große, französisch sprechende Skigebiet von Crans-Montana, das vollständig nach Süden orientiert ist - mit allen Vor- und Nachteilen.

Les Deux Alpes

Ursprünglich eingearbeitet in die Geschichte von l'Alpe d'Huez  hat sich dieses Skigebiet ein wenig hinter seinem berühmten Nachbarn versteckt. Und letztlich war es ein Tagesausflug nach Les Deux Alpes, im Preis des Skipasses inbegriffen, der zu dieser Geschichte geführt hat. Leichte, eisige Pisten auf großer Höhe und schwere Talabfahrten kennzeichnen dieses Gebiet, das einen Seiteneinstieg in la Grave hat, mit Skirouten, die an Härte durch nichts zu toppen sein sollen!

Dolomiti Superski

Dolomiti Superski «Wo gilt der Skipass Dolomiti Superski überall?», fragt mich ein Gast in unserem Quartier in la Villa. «Soweit das Auge reicht!», antworte ich. Und tatsächlich kann man in den Dolomiten 1220 Pistenkilometer und 450 Aufstiegshilfen nutzen, von Cavalese im Westen bis zu den Drei Zinnen im Osten, von Bruneck im Norden bis San Martino di Castrozza im Süden. Aber weit mehr als die technischen Daten beeindruckt die landschaftliche Größe dieses üppig erschlossenen Skigebiets, geprägt von blauem Himmel, braunem Fels und weißem Schnee.

Espace Killy (Val d'Isère/Lac de Tignes)  GPS

l'espace killy Unter der Bezeichnung l'espace killy hat sich eines der schönsten Skigebiete der Alpen gebildet, besser bekannt unter den Namen Val d'Isère und Lac de Tignes. Mit 300 km präparierten Pisten und einem gewaltigen Angebot an Liftanlagen bezeichnet sich das Gebiet nicht ganz zu unrecht als «le plus bel espace de ski du monde». Zwei wirklich großartige Urlaube sind Grundlage dieser Geschichte, jeweils organisiert vom Skiclub Bingen. Unvergessen bleibt der Rückreisetag der ersten Reise mit einer überlangen Heimfahrt durch die Nacht.

Flaine

Ein Ort aus der Retorte: Flaine. Und wie der Ort, so die Bezeichnung der längsten, zentralen Stehgondel: Téléphérique.
Oben angekommen hat man einen wunderbaren Blick auf den Mont Blanc, von dem uns nur das Tal von Chamonix trennt, aber das steht auf einem anderen Blatt...
Eines hat die Reise sicher gebracht: Ich kann mich ab sofort am Philosophenstreit beteiligen!

Flims/Laax

Darum ist es am Rhein so schön:
Flims/Laax, die Alpenarena, ist dem geneigten Skifreund ein Begriff. 140 km2 Landschaft umfasst das übersichtliche Gebiet zwischen Vorab und Cassonsgrat, dominiert von der Bergstation am Crap Sogn Gion.
2002: Mittlerweile hat man von Laax nach Plaun eine großen Umlaufseilbahn geschaffen, die das Gebiet verändert hat.

Flumserberg

Das kleine Skigebiet Flumserberg, unweit von Zürich gelegen, ist eher etwas für Familien und Anfänger. Nach Neuschnee kann man zwar auch hier einige interessante Abfahrten machen, aber die Auswahl ist stark begrenzt.
Bei nur 50 Pistenkilometern der unteren Schwierigkeitsgrade ist das auch nicht weiter verwunderlich. Zudem ist das Gebiet bei gutem Wetter schnell überlaufen.

Grindelwald/Wengen/Mürren  GPS

Bei Tempo 77 km/h schnappt die Radarfalle zu; fast hätte es mir das Snowboard unter den Füßen zerrissen. Vier Jahre später werde ich dann 78,91 km/h erreichen auf dem «kilomètre lancé» am Hanneggschuss! Auftakt zu einer Reihe von persönlichen Rekordversuchen, die dann wenige Wochen später in Zermatt zu Tempo 100 führen.
Grindelwald bietet aber noch mehr. Zwar liegt sein Wahrzeichen, die berüchtigte Eigernordwand, immer im Schatten, doch braucht das einmalige Panorama keinen Vergleich zu scheuen. Mit der in Teilen äußerst steilen FIS Slalompiste und der rassigen Lauberhornabfahrt verfügt das Gebiet zudem über Rennpisten, die man live erleben kann. Wenn man dann noch mitten im Skigebiet auf einer Hütte wohnt, kommen weitere Highlights hinzu. Unser Service: Pistenlängen aus GPS-Messungen.

Hintertuxer Gletscher

Nach sieben Monaten wieder auf den Brettern, die den großen Spaß bedeuten:
Eine Reise von Gletscher zu Gletscher, die uns u.a. nach Hintertux führt. Schon bei der Quartiersuche hat man uns angekündigt, dass dies der schönste Gletscher Österreichs sei - und so zeigt sich dieser dann auch von seiner allerbesten Seite.

Ischgl/Samnaun

Es gilt als das größte, zusammenhängende Après-Ski-Gebiet der Welt: Ischgl/Samnaun.
Und so fahre ich schon fast unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten über den Arlbergpass nach Ischgl. Schließlich muss ich doch schauen, ob das auch zutrifft.
Aber dann macht mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Beste Schneeverhältnisse und strahlend blauer Himmel verhindern meine erste ausgedehnte Begegnung mit dem Après-Ski. Statt dessen nutze ich das Gebiet für das, wofür es wie geschaffen ist, zum Brummen bis das Snowboard abhebt.

Kitzbühel/Kirchberg

März 2005: Eine Tagesreise bringt mich in die Nähe des Skigebiets von Kitzbühel, dessen Bekanntheit allenfalls von der erbärmlichen Langsamkeit einiger völlig veralteter Liftanlagen übertroffen wird. Einer ultramodernen Anlage stehen Zubringerlifte gegenüber, die es fast unmöglich machen, das Angebot des Gebiets an einem Tag voll zu nutzen. Und auch die zur Buckelpiste verkommene Originalroute der Streif lässt, verglichen mit der großartigen Lauberhornabfahrt von Grindelwald, kein besonderes Feeling aufkommen. Allein eine geschickte Routenwahl, das traumhafte Wetter und beste Schneeverhältnisse sorgen am Ende für einen versöhnlichen Skitag in einem unbestreitbar großen Revier, bei dem ich trotz aller Eile auf das Gebiet am Kitzbüheler Horn verzichten muss. Ein weiterer Kurzbesuch Anfang 2006 lässt erahnen, dass der Reiz vor allem in den Nebenstrecken liegt.

Bad Kleinkirchheim (mit Turracher Höhe)

Bad Kleinkirchheim Nein, es ist kein Witz. Skiurlaub in Bad Kleinkirchheim. Unter den ganz großen Skigebieten der Alpen wird man dieses wohl vergeblich suchen. Und hätten wir den Aufenthalt vor Ort nicht bei einer Tombola gewonnen, dann wären wir sicherlich nicht 900 km gefahren, um in Kärnten Skiurlaub zu machen. Im Wesentlichen profitiert man hier von vier langen Talabfahrten, die jeweils etwa 1000 Höhenmeter überwinden. Insbesondere mittelmäßige Fahrer dürften hier früh im Jahr ihren Spaß haben.

Klosters/Davos

Nie zuvor habe ich in einem Skigebiet vom Liftpersonal eine unverschämtere Bemerkung gehört als auf Strela: «Bringen Sie sich eine Schaufel mit und präparieren Sie die Liftspur doch selbst!»
Mittlerweile hat sich die Direktion der Davoser Bergbahnen mit zwei Freikarten entschuldigt, die wir Ende 2001 zu einem weiteren Besuch genutzt haben. Strela ist zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Verbund der Bergbahnen ausgeschieden, trotzdem arrangiert man hilfsbereit die Übertragung der Freifahrten. Die Spuren von Strela sind heute aus dem Liftplan getilgt...
So bleibt am Ende nur anzumerken, dass selbst einige Laufstrecken für Snowboardfahrer das Bild von einem an sich sehr freundlichen, schönen und abwechslungsreichen Skigebiet kaum noch trüben.

Lech/Zürs  GPS

Lech Dezember 2001: Bei der Leica Geosystems treffe ich auf Felix, der mir erzählt, dass er schon mit Marc Girardelli zum Ski fahren gewesen sei: «Der fährt wie auf Schienen!». Aber auch Felix fährt nicht schlecht - und so weiß ich nicht, wie ich nach zwei harten Tagen abseits der Pisten aus dem Auto steigen soll. Denn pralle Sonne bei Temperaturen um -10°C erlauben uns, den Arlberg so zu erleben, wie er am Besten ist, als großes Tiefschneerevier. Erlebnisse aus späteren Jahren runden das Bild ab.

Lenzerheide

Lenzerheide - Rothorn Restaurant Wenn man den Angaben im ADAC-SkiAtlas trauen darf, dann besitzt Lenzerheide eines der anspruchsvollsten Skigebiete der Alpen. 
Verwundert reibt sich der Neuankömmling die Augen. Denn nicht eine einzige Piste im ganzen Gebiet bleibt als besonders ausgefallen in Erinnerung. 
Dass man sich dennoch mit dem Gebiet anfreunden kann, liegt daran, dass sich das Ski fahren an den Hängen eines schönen Hochtals abspielt. Die Übersichtlichkeit des Gebietes, die langen und breiten Pisten und die wunderbare Fernsicht vom Rothorn sind Attraktionen für Familien und Genussskifahrer.

Sankt Moritz - Corviglia/Corvatsch/Diavolezza/Lagalb 

St. Moritz Doris, diese Zeilen sind für Dich. Du hast Zermatt zerrissen: «Sankt Moritz, das ist der Knüller!», hast Du behauptet.
Nun lassen wir nichts auf unser Lieblingsskigebiet kommen, aber wir sind auch fair genug, die Aussage zu überprüfen. Und so packen wir Ende Januar 2010 den Wagen für eine sicherlich längst überfällige Expedition nach St. Moritz, die uns an sechs traumhaft schönen und extrem erlebnisreichen Skitagen so fasziniert, dass wir bereit sind, das Gebiet auf eine Stufe zu heben mit den schönsten Skigebieten, die wir kennen.
Der Vergleich mit Zermatt hinkt allerdings, denn die Skigebiete sind so unterschiedlich, dass man sie kaum miteinander vergleichen kann. Jedes Skigebiet hat halt seine optimale Zeit ...

Obergurgl/Hochgurgl

Obergurgl/Hochgurgl Das Skigebiet von Obergurgel/Hochgurgel entwickelt seinen besonderen Reiz durch die große Höhe, auf der es liegt, durch das Panorama mit Blick auf zahlreiche 3000er und durch seine modernen Beförderungsanlagen. Die große Höhe bringt im Frühjahr aber auch eisige Pisten mit sich, sodass sich der Snowboardfahrer erst gegen Mittag wohl fühlt, wenn die Oberfläche antaut. Zudem gibt es auf Anfrage gegen Zuschlag einen Skipass, mit dem man einen Tag in Sölden fahren kann. Hier Bilder eines Tagesausflugs.

Oberstdorf

Oberstdorf ist das nächstgelegene, ernst zu nehmende Skigebiet von Bonn aus gesehen, 565 km oder fünf Stunden entfernt. Einer unserer Mitstreiter hat den Namen «Nebelkrähenhorn» geprägt, bevor dieses Bild am Nebelhorn aufgenommen wurde.
Das Skigebiet weist 44 Pistenkilometer auf, die auch dann nicht mehr werden, wenn man sie in Metern angibt. Für zwei bis drei Tage ist es abwechslungsreich genug, und blutige Anfänger begegnen echten Herausforderungen.

la Plagne  GPS

la Plagne Wer kennt sie nicht, die Hochhauskultur der französischen Skigebiete, bestens vertreten durch la Plagne, der Inbegriff schlechthin. Aber es gibt auch fast romantische Eckchen, wie die Aufnahme aus dem Zentrum von Belle Plagne beweist. Wer hier allerdings Après-Ski à la Ischgl sucht, der ist garantiert fehl am Platz. Wer jedoch Pisten à la Ischgl sucht, der kann hier durchaus fündig werden. Abermillionen Genusspisten überziehen die eher sanft geneigten Hänge und machen es uns unmöglich, diese mittels GPS vollständig zu vermessen, zumal uns durch den Paradiski-Pass zusammen mit Les Arcs gleich zwei übergroße Skigebiete «zu Füßen liegen».
Das mittlere Fahrvermögen befindet sich auf niedrigem Niveau, aber man täusche sich nicht: Nach einer Nacht mit erheblichen Neuschneefällen ist auch hier nur einen Tag später jeder Quadratzentimeter umgepflügt!

Reschenpass

Am Reschenpass Eine Fahrt der Jahrgangsstufe 11, an der unsere Tochter teilgenommen hat, ist Ausgangspunkt für die folgende, kurze Geschichte über die Reise an sich und das Skigebiet von Nauders und Pfunds im Besonderen, das grenzüberschreitend am Reschenpass liegt. Mit einem Bein fährt man in Österreich, mit dem anderen in Italien.

Bericht und Fotos: Frauke Korten.

Saas Fee

Die Entdeckung des Jahres 1999: Saas Fee. Eingeschlossen von 4000 m hohen Bergen liegt dieser Ort auf 1600 m Höhe. Wer nahe am Talschluß wohnt, der kann i.d.R. bis zum Haus abfahren. In drei Himmelsrichtungen liegen die Pisten; für jede Tageszeit gibt es eine optimale Abfahrt. Und der Bürgermeister hat Gämse ausgesetzt, die am Spielboden in die Gondeln schauen!

Saalbach-Hinterglemm und Leogang

Saalbach-Hinterglemm Sein Ruf als Après-Skigebiet ist dem von Ischgl nahezu gleich. Von Kufstein aus erreicht man den Skicircus Saalbach-Hinterglemm über Leogang, das eine Skischaukel mit dem ungleich größeren Gebiet unterhällt, nach knapp 60 Kilometern und einer Stunde Fahrt. Überzeugt von der Vielfalt des Gebiets investieren wir einen zweiten Tag und werden dafür mit gutem Wetter belohnt. Dadurch öffnet sich der Blick auf dieses kompakte, aber weite Skigebiet mit ebenso weiten und breiten Pisten, an denen vor allem Anfänger und Fortgeschrittene ihre Freude haben dürften.

Serfaus-Fiss-Ladis

Wer ein ansprechendes Familenskigebiet sucht, auf Pistenkilometer nicht verzichten will und mautfrei anreisen möchte, der kann seinen Blick auf Serfaus-Fiss-Ladis richten. Aber Vorsicht: Dass Kinder ab dem vollendeteten 15. Lebensjahr bereits die volle Gebühr für den Skipass bezahlen, führt dazu, dass unsere Vergleichsfamilie 41 Euro mehr bezahlt als in Zermatt, mit dem es als Alpinskigebiet aber in keiner Hinsicht konkurrieren kann. Dafür dürften sich hier besonders die Kleinen wohl fühlen, angesichts der großen Zahl von Altersgenossen...

Silvretta Nova

Die Silvretta Nova ist untrennbar mit den Namen Gaschurn, Partenen, Gortipol und Schruns verbunden. Von hier aus erkundet man das für den gemäßigt anspruchsvollen Skifahrer großartige Gebiet. Hier gibt es eine der steilsten präparierten Pisten, aber auch die größte Hütte und die heftigste Sternbar der Alpen. Dazu moderate Preise verglichen mit anderen Orten.
Wenn man die Trois Vallées als ein astronomisches Skigebiet bezeichnet, so muss man dieses aus dem südwestdeutschen Raum gut erreichbare und deshalb leider oft überfüllte Gebiet als ein gastronomisches bezeichnen. In einschlägigen Foren häufen sich in letzter Zeit Meldungen, dass der Service auf den Hütten sehr an Qualität eingebüßt habe, was wir nach Rückfrage bei Stammgästen aber nicht bestätigen können. Daher gilt bis auf Weiteres: Wer gerne gut isst und gut fährt, der fährt hier richtig...

Sölden

Sölden Das Skigebiet von Sölden im Ötztal gliedert sich in zwei Teile, von denen einer in einem Gletscherskigebiet ausläuft. Gigijoch (mit Tiefenbach- und Rettenbachferner) und Gaislachkogel heißen die Gebiete, die sich durch extrem lange Talabfahrten auszeichnen. Von den höchsten Höhen genießt man bei gutem Wetter die Fernsicht über den südlichen Alpenkamm, u. a. auf die Wildspitze. Zudem gibt es auf Anfrage gegen einen Zuschlag einen Skipass, mit dem man, wenn man das weiß, einen Tag in Ober-/Hochgurgl fahren kann. Lesen Sie den Reisebericht.

Stubaier Gletscher

Sommerski? Nein, das machen wir nicht! Aber Ski fahren gegen Ende November erfordert eine besondere Strategie, weil die klassischen Skigebiete noch keinen Schnee haben. Also darf man getrost eine Ausnahme machen, vor allem, weil die Gletscher nicht so dumpf sein müssen, wie ihr Ruf. Wer sich für den durchaus anspruchsvollen Stubaier Gletscher interessiert, der findet hier einen ausführlichen Reisebericht.

Weißes Hochland

Das Weiße Hochland ist dem geneigten Skifahrer, der gerne die Schweiz aufsucht, sicherlich ein Begriff. Aber welchen Namen kennt man da schon? Les Diablerets (hier ein Blick über das Rhônetal hinweg), Wispile oder Wasserngrat? Vielleicht ist ja Gstaad ein Begriff für den Wintersport der Schönen und Reichen?
Oder kennt man sogar Zweisimmen, den kleinen Ort am Ende dieses Gebietes, das auch ohne jede schwarze Piste etwa 250 Pistenkilometer ausweist?

Skiwelt Wilder Kaiser

März 2005: Ungläubig starre ich auf das Deckblatt des Liftplans: «Ausgezeichnet als bestes internationales Skigebiet!». Lassen wir die Kirche im Dorf oder auch Brixen im T(h)ale. Am Abend fahre ich mit dem VW-Bus insgesamt vier Personen inklusive Material von Söll nach Scheffau, nachdem ich an der Kasse mitbekommen habe, dass es im Tal keine Skibusverbindung gibt: «Sie haben doch die Lifte auf der Höhe!», heißt es dort.
Als guter Skifahrer parkt man den Wagen in Söll, weil dort die einzige spannende Piste des gesamten Gebiets liegt, die von der Hohen Salve ins Tal führt. Und wenn die Zeit zur Neige geht, führt die Talabfahrt zum richtigen Parkplatz. Immerhin beweist man Humor, wie die Aufsicht an der Gondel in Brixen zeigt, und mit Beginn der Nebensaison am 12. März (€ 27.50 für die Tageskarte) auch unbestreitbar Augenmaß.

Zermatt deutsche Versionversion françaiseenglish version GPS

«Wenn wir einen Ruhetag machen wollen, fahren wir Ski am Klein Matterhorn!». Mit diesen Worten steigen wir in die letzte Gondel des Tages zur Roten Nase, dem Zugang zum Stockhorn. Hier erwarten uns  1000 Höhenmeter Buckelpiste und, an Ostern, der beste Schnee der Alpen, dazu mit Blick auf Monte Rosa und das großartige Matterhorn. Seit Dezember 2006 realisiert die Bahn von Furri zum Riffelberg die Verbindung Matterhorn-Gornergrat. Um 9 Uhr Speed-skiing am Plateau Rosa, um 10 Uhr in den Buckeln des Stockhorns!
Unser Aufruf: «Rettet das Stockhorn!» ist offensichtlich nicht ungehört verhallt. Ein neuer Schlepplift ersetzt die alte Gondel. Kein anderes uns bekanntes Skigebiet der Alpen bietet solch ein Revier! Dazu kommen wunderschöne Skirouten am Rothorn und Schwarzsee. Und auch ohne Cervinia kann man an einem einzigen Tag 65 Pistenkilometer und 12000 Höhenmeter zurücklegen, ohne eine Piste doppelt zu fahren. Folgen Sie uns!

Zermatt fait penser à skier et la tradition de l’alpinisme. Pendant les vacances de Pâques, Zermatt nous présente le meilleur neige que les alpes peuvent nous offrir et ce sont les «off-slope» pistes qui rendent Zermatt si intéressant. Ma fille a traduit l'histoire en français.

Zermatt is a synonym for skiing and tradition in mounteneering. During easter hollidays, Zermatt probably offers the best snow of the alps and marvellous «off-slope» skiing.

Zillertal

Januar 2006: Nach unserem viel versprechenden aber auch lange zurückliegenden Besuch auf dem großartigen Hintertuxer Gletscher habe ich mir fest vorgenommen, die verschiedenen Skigebiete des Zillertaler Skipasses abzufahren, ggf. auch alleine. In diesem Winter statte ich dem Teilgebiet Hochzillertal/Hochfügen einen Besuch ab. Daher folgt hier nun ein eingeschränkter Bericht über einen Tag mit zumeist schlechter Sicht und Schnee aus hohen Wolken in einem von Anfängern geprägten, überfüllten Skigebiet.

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Zeichenerklärung:

GPS Aus GPS Daten berechnete Pistenlängen in tabellarischer Form verfügbar

Aus GPS Daten berechnete Google-Earth Daten verfügbar

Text nach erneutem Besuch überarbeitet