GPS  Positionsbestimmung

Zur Vermessung von Skigebieten

Unter dem Akronym GPS (Global Positioning System) versteht man die Bestimmung der aktuellen Position im Raum durch Auswertung von Signalen, die von speziell zu diesem Zweck gebauten Satelliten ausgesandt werden. Handliche GPS Empfänger erlauben es heute, mit geringem Aufwand und ohne tieferes mathematisches Verständnis eigene, nichtamtliche Vermessungen durchzuführen.
Die folgenden Seiten beschreiben die Nutzung der GPS Technik zur Bestimmung von Pistenlängen, der Auswertung mittels Software und der Präsentation im HTML- und KML-Format.

GPS allgemein: Einsatz, Empfänger, Koordinaten, Genauigkeiten

GPS - Garmin Geko 201
Bevor man sich an die Aufgabe macht, ein Skigebiet mittels GPS Empfänger zu vermessen, sollte man sich die Frage stellen, welche Genauigkeiten sich mit GPS Geräten erzielen lassen, die in Form und Größe mit Mobiltelefonen konkurrieren können. Wie befestigt man das Gerät unter den gegebenen Umständen so sicher, dass es auch bei schneller Fahrt und spektakulären Stürzen nicht bis zum nächsten Frühjahr im tiefen Schnee versinkt.
Unsere ersten Erfahrungen mit der Vermessung des Skigebiets von Zermatt  haben erstaunliche Ergebnisse zu Tage gefördert, allen voran der Beweis der generellen Taulichkeit - nicht nur hinsichtlich der Bestimmung der Lage sondern auch der Höhe und, wenn man den Empfänger korrekt konfiguriert, auch im Hinblick auf die gemessene Maximalgeschwindigkeit. All diese Fragen werden auf den technischen Seiten beleuchtet.

GNavigia: GPS Navigationsdaten interaktiv auswerten

GPS Tracks auf Google Earth

Ich hatte das Programm GNavigia, gesprochen «Navi'gia», einzig und allein zu dem Zweck entwickelt, Microsoft .NET und einige seiner etwa 8000 Klassen kennenzulernen und mit und an einer einfachen Applikation Dinge auszuprobieren, die man als Programmierer kennen sollte, zu denen man an einem ausgefüllten Arbeitstag aber nicht kommt. Daraus entstanden ist im Laufe der Zeit ein Programm, das mich beim Auslesen der GPS Daten aus dem Empfänger unterstützt, das Tracks, Track- und Wegpunkte in einer typischen Mehrfensterumgebung (MDI) verwalten kann und deren Attribute editierbar macht. Das wesentliche Kennzeichen aber ist die Objektbildung, die es erlaubt, so komplexe Zusammenhänge auszuwerten wie die Trassenführung in einem Skigebiet. Das Ergebnis liefert den Liftplan, dessen Darstellung in Google Earth und die Berechnung des «tanupiki-Werts1». Einzelheiten erläutert die durchaus seriöse, wenn auch nicht immer bierernste Dokumentation. Lesen Sie sie unbedingt vor dem Download!
GPS - Garmin Geko 201*
GNavigia kann Landkarten auf der Basis von OSM-Daten drucken. Zudem gibt es eine Beschreibung, wie man Hintergrund- und Höhendaten offline nutzen kann. Das Foto zeigt die Karte des Skiverbundes Paradiski und das Gerät, mit dem die Daten 2007 aufgezeichnet wurden. Durch die Höhenlinien gut zu erkennen: Das Tal, das die beiden Gebiete voneinander trennt und der Vanoise Express, der es überspannt.
1 tanupiki: tatsächlich nutzbare Pistenkilometer.