| Lieber Herr Korten,
das mit dem Übernachten ist in Frankreich durchaus
ein
Problem.
Meistens sind die Appartements mehr als klein, wenn man die maximale
Personenanzahl
als Belegung zugrundelegt. Eine Frage ist natürlich immer der
Geldbeutel.
Grundsätzlich ist zu sagen, daß, je neuer eine Residenz
ist, umso winziger sind die Wohnungen, umso besser sind aber diese auch
eingerichtet (d.h. normalerweise auch mit Backofen und Mikrowelle).
Maeva
ist in meiner Meinung nach keine schlechte Vermietungsagentur, denn die
Wohnungen sind, was ich bis jetzt erlebt habe, meistens gut gepflegt,
aber
klein. Pierre & Vacances, die eine eigene Agentur in Karlsruhe
haben,
sind etwas preisgünstiger und bieten ebenso saubere Wohnungen.
Glücklicherweise existiert "Sogim" nicht mehr, die Ende der 80er
und Anfang der 90er Jahre die meisten Wohnungen im Mottaret vermietete,
die einfach unglaublich schlecht gewartet waren, außerdem waren
die
Mitarbeiter auch total unfreundlich. Ich glaube, Maeva hat diese
Wohnungen
dann übernommen.
Übrigens sind die Preise vom deutschen Vermittler Inter-Chalet
oder Interhome meistens noch einen Tick günstiger als direkt von
Maeva
und Pierre et vacances!
Mir persönlich macht es nichts aus (und hat nie etwas ausgemacht),
in einem kleinen Appartement a la Maeva zu wohnen. Alternativen sind
z.B.
die Clubhotels oder speziellen "Formules" mit bezogenen Betten,
größeren
Zimmern und evtl. Frühstück, was ich aber nie praktiziert
habe.
In bestimmten Orten (z.B. Méribel) gibt auch einzelne Chalets,
die sich natürlich preislich gesehen nur lohnen, wenn man eine
Gruppe
von mehr als 10-15 Personen zusammenbekommt, was für Sie als
Skiclub
wohl kein Problem darstellen sollte. Wer das nötige Kleingeld hat,
kann auch in Courchevel 1850 bezüglich gut ausgestatteter
Appartements
in kleineren Häusern fündig werden.
Auch in anderen "älteren" Stationen wie La Plagne-Centre sind
die Appartements relativ groß und gut ausgestattet und preislich
durchaus moderat, dafür sind das Hochhäuser, worin man wohnt.
Das Problem in Mottaret (wo ich selbst auch schon 4x gewohnt hatte)
ist,
daß die Wohnungen doch sehr ähnlich geschnitten sind,
abgesehen
von den Wohnungen unterhalb der Saulire, die eher neueren Datums und
von
Pierre et vacances sind.
Ein Tipp: ich habe zweimal über Privatvermieter gebucht, was zwar
auch nicht billiger ist, aber dafür ein individuell eingerichtetes
Appartement bietet (Liste liegt auf Anfrage dem Ortsprospekt bei). Mir
persönlich gefiel "Le Hameau" am oberen Ortsrand am besten. In
einigen
Stationen gibt es Jugendgästehäuser, wo auch "ältere"
Personen
übernachten dürfen und was mit Halbpension relativ
günstig
zu sein scheint, es gibt wohl in Valloire zwei von denen, in La
Plagne-Bellecote
auch eines (ich glaube von "FNAC") und, da müßte man
nochmals
nachforschen, auch in Val d'Isère, mehr weiss ich aber
darüber
leider auch nicht.
Außerdem würde ich immer die örtlichen
Vermietungsagenturen
kontaktieren, da gibt es immer ein paar Schnäppchen.
Mein Favorit allerdings unter den Stationen in den Trois Vallées
ist und bleibt Val Thorens wegen der Schneesicherheit und der
hochalpinen
sowie sportlichen Atmosphäre, wobei natürlich eine
Gemütlichkeit
à la tirolienne fehlt, aber deshalb fährt man ja auch nicht
unbedingt nach Frankreich.
In Zukunft werden wir, falls weiterhin France, wohl eher
"gemütlichere"
Orte (Valmorel, Méribel, Val d'Isère) wählen, was
eher
die Präferenz meiner besseren Hälfte sein wird.
Zusammenfassend ist zu sagen, daß es in Frankreich leider
außer
Appartements a la Maeva oder teure Hotels (noch), soweit ich weiss,
keine
Alternativen außer den o.a. Möglichkeiten gibt. Falls Sie
noch
weitere Tipps oder Anregungen benötigen, so können Sie sich
natürlich
jederzeit an mich wenden (Trois Vallées, Val
d'Isère/Tignes,
La Plagne, Les Arcs, Alpe d'Huez).
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