Adi und seine «schönsten Pisten»
Das Beste aus 18 Wintern

Adi ist nicht nur ein
Lästermaul, er kann auch schwärmen! Und so hat er sich von
uns diese
eine Seite erbeten, auf der er seine persönlichen Highlights
vorstellen
möchte. Die Bilder gibt es alle bereits im Text, Adi hat sie nur
anders
arrangiert. Zuerst wollte er die Seite «Schwerste Pisten»
taufen, aber
dann fiel ihn ein, dass man die Armentarola-Abfahrt auch beim besten
Willen nicht schwer nennen könne. Und so ist es eine Seite voll
spektakulärer Pisten geworden, spektakulär schön oder
spektakulär
schwer dürfte dann eher Nebensache sein.
Links: Pic Blanc im Skigebiet von l'Alpe
d'Huez.
Die Piste du Tunnel
gilt als eine der schwersten Pisten der Alpen. Für Anfänger
auf dem
Snowboard ist sie definitiv eine Offenbarung, aber auch nicht mehr. Die
ebenfalls dort beginnende la Sarenne wird als ein Kleinod unter
den landschaftlich schönen Strecken gepriesen. Adi konnte sie
damals
wegen Schneemangels nicht befahren.
*
Rechts: Die Schindlerscharten von Sankt
Anton
sind Spezialisten vorbehalten, das Wort «Normalwege»
beschreibt
sie «nicht wirklich». Schon die Zuwegung stellt
gesetzestreue
Zeitgenossen auf eine harte Probe. Das Skigebiet ist traumhaft, wenn
man fahren kann. Genusspisten sind definitiv nicht das Metier der
Arlberger!
 *
Glüna Plaina an der Diavolezza!
Einen «Echo» für den besten «live act»
des Jahres 2010!
Einfach unbeschreiblich, diese Abfahrt bei Mondschein, auf steilen aber
gut präparierten Pisten. Und das Ganze so wie arrangiert, wie man
sich
das vorstellt: So viele Abfahrten, wie man schafft. Eine
Atmosphäre,
die man einfach nicht verpassen darf! Die Corvatsch Snow
Night ist da ganz anders, aber ähnlich eindrucksvoll.
 *
Der Gletscher von Lac de Tignes gehört zu den
großartigen
Abfahrten des l'espace killy. Eine einzige breite Priste führt
hinab
von der Grande
Motte . Wer seine Skier unter Kontrolle hat, kann es hier so
richtig laufen lassen. Unten ist viel Platz, um den Schwung zu bremsen.
Das letzte Schussstück ist fast völlig frei von
tückischen Bodenwellen.
Nur der Rechtsabbieger kurz vor Schluss führt auf eine kupierte
Abfahrt
ohne definierten Auslauf.. Dennoch gilt: Wer diese Piste
zum Brummen nutzten will, ist gut beraten, sehr
früh unterwegs zu sein. Wer das vor hat, sollte sich in Val
Claret
einmieten, am Fuß der Zufahrt.
*
Links: Der Kilomètre
Lancé von Les
Arcs. Hier werden Geschwindigkeiten um 250 km/h gefahren, mit
Skiern, nicht mit
Rennwagen. Snowboardfahrer kommen auf Tempo 200, Mountainbiker auf 230.
Aber ohne Schnee ist auch diese Piste nichts wert! Sie kostet extra,
wenn sie präpariert ist, vielleicht um Dummköpfe fernzuhalten.
*
Rechts: Der Monte
Lagazuoi ist ein historischer Felsen, im ersten Weltkrieg hart
umkämpft, heute eine Touristenattraktion mit einer sehr
schönen
Abfahrt nach Armentarola. Zwischen braunen Felsen,
glasartig gefrorenen Wasserfällen und unter dem Blau eines
südlichen
Himmels geht es über eine technisch anspruchslose Piste ins Tal.
 *
Links: «Vorlage!», möchte man dem
Skifahrer zurufen, der
sich in die 36° steile Abfahrt der FIS-Slalom-Innerwengen
stürzt. Sie ist die kleine, aufregende Schwester der FIS-Lauberhorn, die jedes
Jahr um Mitte Januar von sich reden macht. Mit Gefällstrecken bis
zu
42° Neigung, einer Tempomessstrecke, die den Namen verdient, engen
Kurven und schmalen Passagen, gilt: «Die Lauberhornabfahrt hat
mehr
Schwierigkeitsgrade als so manches Skigebiet!»
 *
Die Streif ist der Inbegriff der
Rennstrecke schlechthin, aber das, was die Bergbahnen daraus machen,
wenn nicht «gerannt» wird, ist eher enttäuschend. Und
so musste auch
Adi erfahren, dass Namen Schall und Rauch sein können, wohl auch,
weil
es auf dieser Strecke Tote geben würde, wenn man die Jungs fahren
lassen würde, wie sie wollten. Die « Familienstreif»,
eine abgespeckte, fast fleischlose Variante, kann in keiner Hinsicht
überzeugen. Allein die äußerst mühsamen  aber
umfahrbaren Buckel in Höhe der Seidlalm fordern das
Fahrkönnen heraus.
Zudem sorgen einige steile Pisten im Gebiet des Pengelstein für
Fahrspaß, die aber von schnelleren Liften angebunden sein
könnten.
*
Links: Prinz Charles ist es das liebste Skigebiet
und in
der Welt der Schönen und Reichen gibt es kaum einen klingenderen
Namen
als Klosters/Davos. Dabei hat das Gebiet einige, die Geduld
strapazierende Seilbahnen. Zu den Pisten, die in Erinnerung bleiben,
zählt die Abfahrt nach Schifer sowie, im Teilgebiet
Madrisa,
die Chüecalanda, eine lange Tourenabfahrt, auf
der Adi noch mit analoger Kamera den «Tanz der
Schneekristalle»
fotografiert hat. Lohnend ist die fast 1700 Höhenmeter lange
Talabfahrt vom Weissfluhgipfel nach Klosters, wenn auch nur im obersten
Fünftel schwierig.
 *
Rechts: Die großartige, unpräparierbare Tannegg
im Skigebiet von
Lech am Arlberg fotografiert gegen die Pisten am Kriegerhorn. Zusammen
mit Zürs bietet dieser sehr teuere Skiort viele spannende Pisten
und
gute Nebenstrecken. Der Arlbergskipass gilt auch hier und
schließt
zudem den Bustransfer zwischen der Rauzalpe und Zürs ein.
 *
Links: Silvretta Nova heißt das Skigebiet unter der
Madrisella Gruppe. Es gilt als anfängerfreundlich, hat aber einige
Macken, wie schwere Liftausstiege, enge Ziehwege und
übermäßig viele
Tagestouristen. Dafür bietet es mit der «Schwarzen
20», wie Adi diese
bis zu 43° steile Abfahrt liebevoll nennt, ein echtes Highlight
unter
kurzen, schweren und nicht präparierten Skirouten wie der Abhenkina
und der Zigjam, die wir schließlich auch schon
selbst
gefahren und in einem «Heimatlied» besungen haben.
 *
Rechts: Wer zu früh kommt, den bestraft
bekanntlich
das
Leben, und so ist es auch Adi ergangen. Als er nach wenigen Wochen auf
dem Snowboard mit seinem Niedecker Rave auf die Buckel am Mont
Fort traf, war es ihm noch nicht vergönnt, die absolut
steile
Passage direkt unter der Gondel zu fahren. Aber auch die Bilder aus der
benachbarten, deutlich flacheren Buckelpiste lassen eine Ahnung
aufkommen, was dieser Berg bietet. Und er steht nicht allein da in den
«Vier Tälern» mit ihrem Hauptort Verbier, so fallen
Adi
gleich mehrere großartige Passagen ein, allen voran Mont Gélé
und Col de
Gentianes-Tortin.
 *
Links: Stellen Sie sich vor, Sie fahren in ein
großes
Skigebiet mit Liften, die in 10 Minuten 1000 Höhenmeter
überwinden, mit
großartigen Pisten und spektakulären Namen wie Gornergrat,
Monte Rosa,
Breithorn oder Matterhorn. Und dann finden Sie am
äußersten
Rande dieses Gebietes Ihre große Liebe, das Stockhorn. Ein
Gefälle von
100% und Schnee vom Feinsten. Buckel zum Üben, zum Genießen
und zum
Niederringen. Eine Welt für sich, wo sich die Enthusiasten treffen
und
wo man das Snowboard auch über Ostern noch in einer
Pulverschneewolke
zu «Thale» reitet. Wo man den Schwierigkeitsgrad an die
momentane
Verfassung anpassen kann, beliebig skalierbar. Dann sind Sie in Zermatt.
Ohne Frage.
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