GNavigia

Stile, Schema- und Layoutdefinitionen





Die Darstellung oder Präsentation der Daten ruht auf zwei Säulen, einer Serie von globalen Parametern, die Attribute ein- und ausblenden, und einer auf das Dokument bezogenen Festlegung von Farben und Schriften.
   Ist ein Dokument geladen, so wird im Menü Ansicht/Farb- und Linienschemata festlegen der gleichnamige Dialog gestartet. Der Benutzer kann (und muss) hier zentral einen Namen sowie die Internetpräsenz eintragen (oder ein Minuszeichen, falls nicht vorhanden), sowie eine Angabe, ob Umlaute in Texten und Bezeichnungen im Klartext dargestellt werden sollen. Wird die Optionsschaltfläche abgehakt, so wird die resultierende Datei als eine solche mit westeuropäischen Umlauten gekennzeichnet (Format ISO-8859-1); diese kann der Benutzer mit einem normalen Texteditor ändern. Falls nicht abgehakt muss er einen Editor benutzen, der UTF-8 oder Unicode Formate bearbeiten kann. Hierfür gibt es praktisch keinen zwingenden Grund außer der Kompatibilität zu anderen Dokumenten, sodass die Option eingeschaltet sein sollte. Die Bearbeitung von UTF-8 Dokumenten mit einfachen Texteditoren kann die Daten zerstören, auch wenn meist nur die Namen unleserlich werden.
   Im Klapplistenfeld «Stilschema» sind zu Beginn zwei Einträge mit Minimalangaben hinterlegt, «Bildschirmdarstellung» und «KML-Export». Diese Einträge, und weitere Einträge, die Sie hinzufügen indem Sie die Zeile «Neu...» selektieren und in den aufstartenden Dialog einen gültigen Namen ohne XML-Sonderzeichen eingeben, können nur gelöscht werden, indem Sie das Schema aus der GTD-Datei löschen. Machen Sie sich eine Sicherungskopie, wann immer Sie eine Datei «von Hand» anfassen.
   Das Listenfeld unterhalb der Klappliste «Stilschema» enthält eine Zeile zum Hinzufügen von neuen Elementen, die wir im Folgenden als «Stile» bezeichnen werden. Der Minimaleintrag ist «Standard», der die folgenden Merkmale bereitstellt:
  • Farbe Rot
  • Linienstärke 1
  • Linientyp «solide», also durchgezogen,
  • Symbol (Kreis, Änderung nicht implementiert, reserviert für spätere Versionen)
  • Schrift
Der Stilname «Standard» kann nicht umbenannt werden, weshalb das Namensfeld und weitere Schaltflächen ausgegraut sind. Alle anderen Namen können zusammen mit den Parametern geändert werden. Ändern Sie «Standard» in der GTD-Datei, wenn Sie die Arbeit von vielen langen Abenden ruinieren wollen!
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   Sie ändern die Farbe in einem Farbauswahldialog, die Schrift in einem Font-Dialog. Die Strich- oder Linienstärke wird durch Anklicken der gleichnamigen Schaltfläche um 1 erhöht. Leider müssen Sie zurzeit 8 mal klicken, wenn Sie über die gewünschte Stärke hinaus sind, das Gleiche gilt für den Linientyp. Beachten Sie: Google Earth kann zurzeit keine gestrichelten Linien darstellen. Wenn Sie Stile für den KML-Export festlegen, werden gestrichelte Linien solide dargestellt. Beachten Sie ferner: Wenn Sie Strichbreiten für den Google EarthTM-Kartenservice festlegen, werden Sie diese am Bildschirm erst dann zu sehen bekommen, wenn sie dort unter Optionen DirectX ausschalten! Ein schneller Rechner kann (in diesem Fall) ohnehin darauf verzichten. Diese Aussage gilt nicht generell. Wenn Sie eine sehr starke Vergrößerung wählen, werden auch Linien sichtbar, die sie zunächst nicht gesehen haben. Daran seien, heißt es, ältere Grafiktreiber schuld.
   Die Schaltfläche «Schema ändern» ist nur noch von theoretischem Wert, da Änderungen automatisch gespeichert werden. Die Schaltfläche «Löschen» löscht einen Stil, nicht ein Schema.
   Definieren Sie einen Stil für jede Anwendungsart, am Ende werden Sie mehreren Fachbedeutungen ein und denselben Stil zuordnen. Wenn Sie z.B. in einem Skigebiet diverse Liftarten haben, werden Sie in der Darstellung am Ende eine Luftseilbahn und einen schnellen, modernen Sessellift vielleicht nicht trennen wollen. Weisen Sie also dem Track 1 die Fachbedeutung «Luftseilbahn» und Track 2 die Fachbedeutung «Sessellift, 8er, beheizt» zu. Bei der Festlegung des Layouts weisen Sie beiden dann das Stilschema «Aufstiegshilfen, modern» zu.

Das Anzeigegewicht

Um eine eindeutige Reihenfolge für die Zeichenoperationen festlegen zu können, ist einem Stil ein Anzeigegewicht zugeordnet. Dieses Kunstwort beschreibt die Wichtigkeit des Stils. Je höher der Wert, umso später wird er gezeichnet, überschreibt also Darstellungen mit kleinerer Gewichtszahl. Für Wegpunkte kommt noch ein individuelles Anzeigegewicht hinzu, die es erlaubt, das Gewicht zu erhöhen.

Der Bezugsmaßstab

Mit GNavigia Version 2.8 ist die Skalierung der Schriften mit dem Bezugsmaßstab hinzugekommen. Dabei wird in der Symbolzeile der Applikation im Listenfeld Bezug eine Maßstabszahl ausgewählt. Ab sofort wird dann jede Schrift und jedes Symbol relativ zu diesem Maßstab skaliert, es sei denn, dass dies für den anzuwendenden Stil nicht eingeschaltet sei. Hierfür umfasst die Layoutdefinition jetzt zusätzlich die Option skalieren. Sie schalten die Skalierung generell aus, indem Sie aus dem Listenfeld Bezug das erste Element (ohne Bezug) auswählen.
Im Bild links wird das Ergebnis für eine solche Skalierung im Verhältnis 10:1 (Bezugsmaßstab 1:75000, aktueller Maßstab 1:7500) für einen Wegpunkt gezeigt. Höhenangaben von Trackpunkten sind weiterhin nicht skalierbar.
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Die Darstellung der Wegpunkte berücksichtigt außer dem Namen auch die Wegpunktattribute Cmt, Desc und Elevation (Höhe). Um hierfür die Parameter einstellen zu können, muss die Option «Wegpunktstil» angehakt sein. Der Dialog ändert geringfügig sein Aussehen, da ein Linientyp dann nicht mehr erforderlich ist. Stattdessen wird ein Feld für die Anzeige des Symbols hinzugefügt. Hinschtlich der Festlegung der Wegpunktdarstellung siehe «En Detail: Darstellung der Wegpunkte». Hier ist auch ausführlich die Auswirkung des individuellen Anzeigegewichts auf die Darstellung beschrieben.

Maßstabsbereich der Anzeige

Die Anzeige kann auf einen Maßstabsbereich beschränkt werden. Dazu können Sie die Parameter von und bis über Optionsschaltflächen getrennt zuschalten. Sind beide Optionen ausgeschaltet, so erfolgt die Anzeige unabhängig vom Maßstab. Schalten Sie von aus und bis ein, um den Stil bis zu einer gewissen Maßstabszahl immer anzuzeigen. Sie müssen einen gültigen, ganzzahligen Wert für die Maßstabszahl angeben, der auch 0 sein kann!

Layoutschema laden

Sie können das Layoutschema aus einer anderen GTD-Datei laden. Benutzen Sie dazu die einschlägige Schaltfläche «Schemadefinitionen laden von», eine Funktion, die es erlaubt, eine andere GTD-Datei anzugeben und deren Schemadefinitionen  zu übertragen. Das Laden von Fachbedeutungen und die Zuordnung zu Stilen ist noch nicht verfügbar.

Stile zu Fachbedeutungen zuordnen



Zurzeit werden ausgehend von der Bildschirmdarstellung und dem KML-Export Layoutdefinitionen erfragt. Während die Bestätigung des Dialogs den KML-Export freigibt, kann die Darstellung auf dem Bildschirm über den Menüpunkt «Ansicht/Präsentation (Bildschirmdarstellung)» jederzeit geändert werden. Zum Einsatz kommt dasjenige Layout, das im Klapplistenfeld «Layoutname» ausgewählt ist. Die Einstellungen hierzu können aus dem Dialog abgelesen und unmittelbar geändert werden. Der Dialog zur Erfassung der Layoutparameter weist folgende Element auf:
  • Eingabe des Layoutnamens
  • Allgemeine Angaben zu den Daten
  • Zuordnung von Stilen zu Fachbedeutungen.
Im Reiter Allgemein ist noch ausreichend Platz für Erweiterungen.



Während die Schemadefinition lediglich Attribute zu Stilen und Stile zu Schemanamen zuordnet, ist die sinnvolle Definition eines Layouts an das Vorhandensein von Fachbedeutungen gebunden. Der Layoutname umfasst die Gesamtheit der im Dokument vorhandenen, tatsächlich benutzten Fachbedeutungen, gleich ob von darstellbaren oder gelöschten GPS-Elementen. Daher ist es ratsam, die Festlegung des Layouts immer dann zu überarbeiten, wenn neue Fachbedeutungen vergeben wurden und diese zur Anzeige kommen sollen. Fachbedeutungen, denen kein Stil zugeordnet wurde, werden auf den Stil «Standard» des benutzten Schemas abgebildet.
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Im Listenfeld «Layoutname» wird das für den Zweck gewünschte Layout selektiert. Mit der Namensauswahl werden die Parameter in die Eingabefelder und Auswahllisten eingetragen. Jedes Layout hat ein zugeordnetes Schema, das im gleichnamigen Klapplistenfeld eingetragen ist. Eine Änderung der Auswahl in diesem Feld füllt neue Stile in die darunter angeordnete Liste, die über ihren Namen mit den Fachbedeutungen verbunden sind. Wenn Sie verschiedene Schemata definieren, deren Stile identische Namen tragen, können Sie auf einfache Art und Weise zwischen den Schemata umschalten, ohne Darstellungsinformationen zu verlieren. Der der aktuell selektierten Fachdeutung zugeordnete Stil wird in der Voransicht angezeigt. Sie ändern die Zuordnung, indem Sie einen anderen Stilnamen auswählen. Die Änderung erfolgt unmittelbar und ohne weitere Bestätigung. Klicken Sie daher niemals Spaßes halber in die Liste der Stilnamen!
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Der Eintrag «Bildschirmdarstellung» kann nicht gelöscht werden. Er fungiert als Standard und ist erforderlich, um ohne weitere Angaben zumindest einfache, einfarbige grafische Elemente auszugeben.


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