Landkartendruck

WMS- und OSM-Daten zusammen mit GPS-Tracks drucken


Das Drucken von Landkarten ist ein äußerst spannendes Thema. Früher war dies eine hoheitliche Aufgabe, die den Landesvermessungsämtern und dem Bundesamt für Kartografie und Geodäsie vorbehalten war. Seit das Landesvermessungsamt NRW aufgelöst und dem Regierungspräsidenten in Köln untergeordnet ist, ist auch die Druckerei stillgelegt; will heißen, man muss sich Landkarten jetzt selbst drucken. Na ja, ganz so schlimm ist es noch nicht, aber man muss akzeptieren, dass Papierkarten an Bedeutung abnehmen.

Damit Sie für alle Fälle gewappnet sind, bietet Ihnen GNavigia die Möglichkeit, OSM-Daten als Karten zu drucken. Im Vordergrund können Sie ihre GPS-Messungen darstellen, aber Sie müssen das nicht. Sie können auch jedes andere Bild drucken, das Sie über einen WMS-Dienst anfordern können, aber dann müssen Sie die Nutzungsbedingungen beachten. Für die Luftbilder der Landesvermessung ist, wie auch an anderen Stellen nachzulesen ist, meist nur das Anschauen auf dem Bildschirm erlaubt.
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Da die Qualität der OSM-Daten aber ständig zunimmt und die weißen Flecken auf den Landkarten nach und nach verschwinden, bietet es sich an, über OSM-Karten nachzudenken. Voraussetzung ist, dass Sie OSM-Daten bereits in einer Datenbank vorliegen haben und die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind, die der Mapnik-Renderer verlangt. Wie Sie OSM Daten nutzen, haben wir ebenfalls recht ausführlich beschrieben.
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Landkarten drucken
Um Landkarten zu drucken sollten Sie entweder über einen entsprechenden Plotter verfügen oder über einen DIN A3 Drucker. Da die bedruckbare Fläche im A4 Format eher klein ist, kommt man nur zu sehr kleinen Karten. Um sie auf der Lenkertasche des Fahrrads zu befestigen, reichen sie aber allemal aus.

Damit Sie zum Drucken kommen, bietet das Programm verschiedene Dialoge und Ansichtsstufen. Da das Bildschirmformat in den seltensten Fällen einem DIN A4 Format ähnlich ist, wird der Ausdruck immer von dem abweichen, was Sie sehen. Gehen Sie daher wie folgt vor, um einen brauchbaren Ausdruck zu erhalten. Alle Menüpunkte erreichen Sie über das Hauptmenü, Menüpunkt Datei.
  • Wählen Sie aus dem Menü «Seite einrichten». Legen Sie dort den Drucker und die Ränder fest. Wählen Sie die Ränder mit bedacht. GNavigia nimmt in jedem Fall die druckerspezifischen Ränder als Minimum. Bei einigen Druckern können Sie auch randlos drucken, wobei sie dort vielleicht sogar zunächst die Papierauswahl umschalten müssen (z. B. auf «anderes Fotopapier»). Lassen Sie trotzden immer einen kleinen Rand von wenigen Millimetern!
  • Wählen Sie aus dem Menü «Mehrfach- und Landkartendruck». Es erscheint der hier abgebildete Dialog mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten. Zugleich wird die Anzeige des Kartenrahmens zugeschaltet, der dann auf dem Bildschirm als blauer Kasten dargestellt wird. Standard ist die Einstellung «Eine Seite» und eine Eins in den Eingabefeldern für «Zeilen»«Spalten». Wenn Sie mehrere Zeilen und Spalten angeben, erhalten Sie eine entsprechende Übersicht mit doppelter Umrandung der ausgewählten Seite. Diese wird bevorzugt angezeigt und gedruckt. Sie können die Auswahl im Modus «Kartenrahmen einblenden» vornehmen oder alternativ über die Angabe von Zeile und Spalte im Gruppenfeld «Auswahl S.».

    Die Ausrichtung des Ausschnitts erfolgt durch Eingabe der Koordinaten der oberen linken Ecke. Beim ersten Aufruf ist das die  Bildschirmecke. Sie können den Blattschnitt durch das Betätigen der Pfeiltasten verschieben, und zwar um den Betrag, den Sie im Eingabefeld «Vierschieben» eingetragen haben. Hier, wie auch in allen anderen Feldern, sind nur ganzzahlige Werte erlaubt!
  • Legen Sie die Darstellungsparameter «Hintergrundfaktor», Linienstärkenund Textfreistellung fest. Was es damit auf sich hat, ist als Ergänzung zu dieser Hilfe online auf der Seite «Hohe Auflösung» beschrieben. Die Grafiken dort würden den Rahmen der mitgelieferten Dokumentation sprengen. Trotzdem an dieser Stelle ein Wort zum Hintergrundfaktor: Er skaliert das Hintergrundbild und bestimmt damit die vom WMS-Server angeforderte Datenmenge und die Lesbarkeit von Schriften. Die Zahl 1 bewirkt ein Pixel pro Druckerpixel. Nicht alle Server liefern so große Bilder aus! Der Wert «4» hat sich für OSM-Daten und 600 DPI Druckerauflösung bewährt.
  • Wenn Sie das Gitternetz in derselben Linienfarbe drucken wollen, die sie auch auf dem Bildschirm sehen, dann klicken Sie zunächst noch auf den kleineren, rechten Abschnitt des Doppelfarbfeldes. Klicken Sie in den größeren Abschnitt, um eine Farbe von Hand auszuwählen.
  • Bestätigen Sie die Festlegung der Parameter mit OK oder Drucken Sie direkt. Es erfolgt dann keine Voransicht mehr. Die Parameter werden zuvor gespeichert, ein implizites OK.
Hinweis: Die Karte wird dann und nur dann mit einer Überschrift versehen, wenn Sie vor dem Drucken im Dialog Ansicht/Bildschirmdarstellung für dasjenige Layout, das Sie im o. a. Dialog dem Drucken zugeordnet haben, auf dem Reiter Allgemein einen Titel eingetragen haben.

Zentrieren: Wenn Sie die Karte neu positioniert haben, können Sie über das Gruppenfeld Verschieben eine schnelle erste Festlegung des zu druckenden Bildausschnitts erreichen. Klicken Sie auf den Punkt im Schnittpunkt der Achsen der Schaltflächenriegel, nachdem Sie zuvor den Maßstab auf einen sinnvollen Wert (etwa den der aktuellen Darstellung) festgelegt haben. Mit der Schaltfläche R runden Sie die Werte der Nordwest-Ecke auf den angegebenen Betrag, um den Sie den Ausschnitt mit den Pfeiltasten zugleich verschieben können.
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Wenn Sie diese Schritte erfolgreich absolviert haben, können Sie, wenn Sie den Dialog nicht schon mittels Schaltfläche «Drucken» verlassen haben, aus dem Menü «Drucken» wählen. Da hier Standarddialoge benutzt werden, ist ein Abbrechen des Vorgangs nicht so einfach möglich. Daher wird nach jeder Seite ein Dialogfeld eingeblendet, das den Ablauf unterbrechen kann. Dazu dient die Schaltfläche «Pause». Den gesamten Ablauf stoppt man mit «Vorgang abbrechen». Eine Besonderheit stellt die Schaltfläche «Weiter» dar, die von Amts wegen nach Ablauf der Wartezeit betätigt wird. So können Sie eine längere Liste von Seiten drucken, ohne den Fortgang bestätigen zu müssen. Der Standard ist 10 Sekunden Wartezeit. Sie können diesen Wert an die Gegebenheiten anpassen, z. B. wenn Ihr Druckprogramm eine integrierte Vorschau besitzt. Dann startet der nächste Ausdruck ggf. bevor Sie die Seite abschließend beurteilt haben.
   Der Schaltfläche «Pause» gleichgestellt ist das Klicken in eines der Eingabefelder. In diesem Fall nimmt das Programm an, dass Sie eine Eingabe machen möchten und wartet. Hier können Sie die nächste Seite festlegen, indem Sie Zeile und Spalte ändern. Wenn Sie danach auf die Schaltfläche «Weiter» klicken, geht es ohne Bedenkzeit weiter.
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Ein weiterer Aspekt ist das Abbrechen der Druckfunktion. Nehmen wir einmal an, dass Sie einen WMS Dienst hätten, der es Ihnen erlaubt, Landkarten auszudrucken, dann kann es zurzeit noch zu der Situation kommen, dass Sie einen so kleinen Hintergrundfaktor angegeben haben, dass die Bildgröße, die sich daraus ergibt, zu einem Maßstab führt, den der WMS nicht mehr unterstützt. In einem solchen Fall erscheint zumeist eine Fehlermeldung, die sinngemäß «Ungültiger Parameter» besagt. Meist finden Sie dann einen Hinweis in der Log-Datei. Es kann aber auch passieren, dass der Background Provider falsch reagiert und aus dem Bildaufruf nicht wieder zurückkehrt. Für diesen Fall steht Ihnen ein Abbrechen-Dialog zur Verfügung, der zugleich die Größe des angeforderten Bildes ausweist. Leider wird, anders als beim Drucken selbst, bei der Voransicht (Seitenvorschau) ein weiterer, völlig überflüssiger Dialog eingeblendet, dessen Titel man noch lesen kann. Auch nach langen Recherchen im allwissenden Netz habe ich keinen Hinweis darauf gefunden, wie man den los wird! Sie müssen vorerst damit leben.

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ACHTUNG: GNavigia hat einen Killerknopf bekommen! Es handelt sich um die stilisierte Karte mit Rahmen und Blattschnitt in der Toolbar des Programms, im Bild eingedrückt dargestellt. Wenn Sie diese Schaltfläche drücken/einschalten reagiert die Applikation unter gewissen Umständen nicht mehr auf Eingaben mit der linken Maustaste! Das ist so, weil Sie damit in den Modus «Kartenrahmen einblenden» geschaltet haben, der die Auswahl eines Kartenblatts aus der Kartenübersicht ermöglicht. Dieses ausgewählte Kartenblatt wird beim nächsten Druckbefehl gedruckt oder in die Voransicht übernommen!
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Wenn Sie sich im Modus «Kartenrahmen einblenden» befinden können Sie immer noch Karte und Bildausschnitt mit gedrückter rechter Maustaste verschieben. Die linke Maustaste können sie in diesem Modus wie gewohnt (GPS Elemente selektieren, Karte verschieben) verwenden, wenn im Dialog «Mehrfach- und Landkartendruck» der Wert für Zeilen und Spalten auf 1 steht und die Option «Eine Seite» ausgewählt ist.
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Anmerkungen
Bedenken Sie auch: GNaviga druckt, was Sie sehen, wenn auch in einem anderen Rahmen. Wenn Sie also Tracks selektiert haben, werden diese auch entsprechend andersfarbig gedruckt! Stellen Sie vor dem Ausdruck sicher, dass alle Selektionen zurückgesetzt sind, falls gewünscht. Benutzen Sie dazu den Befehl «Auswahl/Alle Selektionen zurücksetzen».
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Gegenüber dem Original aus Offset-Maschinen haben Karten vom Tintenstrahldrucker immer den Nachteil, dass sie nicht witterungsbeständig sind. Daher klebe ich Karten für den Außeneinsatz mit d-c-fix auf beiden Seiten ab. So präpariert ist mir eine Karte im Rucksack durch die 3 Vallées gefolgt, am Ende war sie zwar etwas zerknittert aber ansonsten unversehrt.

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