GNavigia
Bedienung, Tracks, Fachbedeutungen und Sonderfunktionen

Ansichtssache
Nun haben Sie, wenn Sie chronologisch vorgehen, die GPX-Dateien
für
einen Datenimport erstellt. Wählen Sie daher im Menü
«Datei/Neu»
aus und dann
«Datei/Importieren/Garmin Geko 201». Geben Sie den Namen
der zuvor
gespeicherten Datei der Trackpunkte an. Um die Wegpunkte zu importieren
wiederholen Sie den Datenimport für die Datei der Wegpunkte. Sie
sollten jetzt Tracks, Trackpunkte und Wegpunkte sehen sowie ein
Maßstabslineal.
*
Apropos «Sehen»: Klappen sie zuerst das
Menü
«Ansicht» auf. Es
enthält alle wesentlichen Einstellungen für die Konfiguration
der
Anzeige, wobei anzumerken ist, dass diese bezogen auf den Benutzer in
der Registrierungsdatenbank abgelegt werden, also global für alle
geöffneten Fenster gelten.
Probieren Sie die verschiedenen Kombinationen aus. Sie werden (oder
sollten) Folgendes bemerken:
- Die Anzeige der Trackpunkte bestimmt das Bild, wenn
die Anzeige der Höhen eingeschaltet ist.
- Die Anzeige der Wegpunkte kann, sofern Sie solche
überhaupt
definiert haben, das Bild gleichsam «zuschütten». Das
liegt daran, dass
ohne weitere Bearbeitung alle Wegpunkte angezeigt werden.
Für
die Vermessung des Zermatter Skigebiets haben wir 450 Wegpunkte
gesetzt, also praktisch «an jeder Ecke einen». Diese
Fülle diente der
Feststellung markanter Punkte, ist aber für eine grafische
Darstellung
fehl am Platz. Mit Hilfe des Menüpunkts
«Bearbeiten/Besondere
Funktionen» können Sie diese übergroße Anzahl mit
einem Schlag
reduzieren. Die Beschränkung der Anzeige der Wegpunkte auf
«Hauptwegpunkte»
ist Thema der «Layoutdefinition». Wenn sie unter
«Ansicht» die
Wegpunkte ausschalten, sehen sie folgerichtig keinen einen.
- «Text freistellen» ist der
Menüpunkt mit dem
vielleicht höchsten Einfluss auf die Performance. Der besseren
Lesbarkeit zuliebe wird Text entsprechend der Option «Text
optimal
freistellen» entweder einfach oder optimal freigestellt;
Letzteres
sorgt für eine besonders schöne Freistellung der Schrift, die
immer
zuletzt dargestellt wird, verlängert im Gegenzug aber die
Ausführungszeit für die Ausgabe der Beschriftung
gegenüber der
einfachen Variante um den Faktor 1,8. Ergo: Wenn Sie wenig beschriften
müssen oder viel Geduld haben, können Sie die optimale
Freistellung
zuschalten.
Die folgende Grafik zeigt die möglichen Freistellungsstufen an
einem
Beispiel im Gebiet Zermatt/Riffelberg:

- In diesem Moment haben wir die Funktionen zum Ändern
der
GPS-Elemente in der Grafik noch nicht besprochen. Daher ist der
Menüpunkt «Ansicht/Gelöschte Objekte» zurzeit
noch ohne Bedeutung. Wenn
Sie diese Aktionen kennen, können Sie die Art der Darstellung der
gelöschten GPS-Elemente an diesem Punkt beeinflussen.
In den folgenden Abschnitten werden wir uns dem Ändern von
GPS-Elementen zuwenden. Erst wenn wir die erste Fachbedeutung
zugewiesen haben, werden wir dem Festlegen von Layoutparametern einen
gewichtigen Blick zuwerfen, zuvor aber schauen wir auf tabellarisch
daherkommende Eingabehilfen, sogenannte
«Eigenschaftenfenster».
Daten visualisieren
Eigenschaftenfenster präsentieren
die
Attribute von GPS-Elementen in einem zweispaltigen Gitternetz, in dem
links die (meist programminterne) Bezeichnung des
«Attributs» und
rechts der «Wert» angezeigt wird. Fett dargestellte
Werte sind
änderbar, grau dargestellte nicht.
Änderungen werden vollzogen, sobald die Eingabezelle verlassen
oder die Eingabetaste betätigt wird. Eigenschaftenfenster
sind
mächtige Werkzeuge zur Bearbeitung von Daten, wobei jede
Änderung
sofort, allumfassend und irreversibel in
die Datenverwaltung übernommen wird.
Nicht änderbare Werte sind Verwaltungsdaten, wie der
Identifikator (ID), berechnete (abgeleitete) Daten wie
Streckenlängen
oder Höhendifferenzen oder ihre Änderung erscheint unter
«Eigenschaften» nicht sinnvoll. So kann z. B. die
geografische Lage
eines Trackpunkts hier nicht geändert werden, indem man die Werte
für
Länge (Longitude) oder Breite (Latitude) von Hand eingibt,
obgleich
eine Änderung in der Grafik erlaubt ist. In diesem speziellen Fall
liegt das an der geringen Aussagekraft geografischer Koordinaten.
Fachbedeutungen können ebenfalls nicht im
Eigenschaftenfenster geändert werden. Die hierzu erforderliche
Auswahl
aus einem Dialog, der die Datei der Fachbedeutungen interpretiert, ist
zurzeit von hier aus nicht erreichbar. Öffnen Sie dazu den Reiter
«Objekte».
Eine Besonderheit des Eigenschaftenfensters ist die
Anzeige von Erläuterungen in einem dafür vorgesehenen
Abschnitt
unterhalb des Gitternetzes. GNavigia macht von Erläuterungen
keinen
Gebrauch, daher ist dieses Feld heute unsichtbar geschaltet.
*
Hinweis: Durch fortlaufendes Aufklappen
aufeinander
verweisender GPS-Elemente wie Trackpunkte und Tracks kann es zu der
Situation kommen, dass ein Element mehrfach in der Liste erscheint. Wo
es geändert wird, ist unerheblich, allerdings kann es sein, dass
diese
Änderung nicht an allen Stellen zugleich angezeigt wird. Erst beim
Anklicken dieser Felder wird die Darstellung aktualisiert.
Vergrößern, Verschieben und Fachbedeutungen
zuweisen
An dem etwas extremen Beispiel von Zermatt
werden wir lernen, wie man die Daten möglichst effizient
verarbeitet:
Zunächst haben wir nur die Tracks geladen und dabei
war
die Anzeige der Trackpunkte ausgeschaltet. Importieren der Wegpunkte,
die dann natürlich sichtbar sein müssen, führt zur
zweiten Grafik in
unserer Leiste der Bearbeitungsfortschritte. Aber bevor wir beginnen,
diesen Punktsalat auszumisten, werden wir uns mit Grundlagen der
Bedienung der
Grafikeinheit beschäftigen müssen.
*
Der Maßstab wird im Grafikfenster
geändert, indem die Darstellungsfläche angeklickt und das
Mausrad
gedreht wird, ohne dabei einen Track oder einen Wegpunkt zu treffen.
Die Maßstabsänderung geschieht im Verhältnis 0,8 : 1,
sodass sich feste
Abstände bilden. Ist kein Mausrad vorhanden oder ist die
Maßstabszahl
mit dem Mausrad nicht hinreichend genau anzunähern, so kann sie
von
Hand im «Verwaltungsfenster» eingetragen werden.
Unmittelbar mit dem
Maßstab verbunden ist der «Fankreis in Metern», der
sich aus dem
«Fangkreis in Pixeln» ergibt, wobei letzterer
unabhängig ist und bei
jeder Maßstabsänderung in Meter umgerechnet wird. Ein
Fangkreis
festgelegt nach Metern wäre letztlich kontraproduktiv, denn mit
zunehmender Vergrößerung soll der Fangkreis zur besseren
Differenzierung ja gerade nicht mit anwachsen.
Beim Klicken in das Grafikfenster darf im Rahmen des
Fangkreises kein Wegpunkt, Track oder Trackpunkt getroffen werden, wenn
der Maßstab geändert oder das Bild verschoben werden soll,
da die
Selektion von GPS-Elementen, wie wir die Gesamtheit der
verschiedenen Grafikobjekte nennen werden, Vorrang vor der
Maßstabsänderung oder dem Verschieben hat. Welche
GPS-Elemente durch
Anklicken auswählbar sind, wird über das Menü festgelegt.
Die Verschiebung des Bildfeldes erreicht man durch Klicken bei
gleichzeitigem Festhalten der Maustaste und Bewegen der Maus.
Rollbalken
werden nicht angezeigt. Um die Verschiebung dennoch zu
beschleunigen, existiert eine Symbolschaltfläche, die es erlaubt,
den Mittelpunkt der Darstellung neu zu setzen. Seit einiger
Zeit reicht dazu aber auch ein Doppelklick in die Karte!
Herauszoomen, Mittelpunkt
neu definieren, hereinzoomen sollte nach kurzer Zeit zügig von der
Hand
gehen. Mit gedrückter rechter Maustaste verschieben Sie
das
Bild, ohne die aktuelle Selektion zu löschen. Und noch'n Satz:
Wenn Sie das Bild mit gedrückter rechter Maustaste verschieben
können, nicht aber mit gedrückter linker, dann kann es sein,
dass Sie zuvor den Killerknopf
gedrückt haben. Falls Ihnen die Richtung der
Maßstabsänderung nicht passt, können Sie diese im
Menü Extras/Einstellungen umkehren.
 *
Wir klicken in der Symbolleiste des Hauptfensters auf das Kreuz
(«Neuer Kartenmittelpunkt») und danach in die
Kartendarstellung. Wir
vergrößern den Maßstab und verschieben den Mittelpunkt
bis wir
Wegpunkte ausmachen können, die von besonderer Bedeutung sind, in
unserem Fall solche an den Berg- und Talstationen der Liftanlagen. Wir
werden solche Punkte zunächst dadurch kennzeichnen, dass wir ihnen
sogenannte «Fachbedeutungen» zuordnen.
Nach dem Anklicken eines Wegpunktes wählen wir aus
dem
Menü den etwas langwierigen Pfad
«Bearbeiten/Wegpunkt/Fachbedeutung/Auswahl», der sich durch
die
Tastenkombination
«Alt»+«b»,
«w»,
«b»,
«a» relativ flott ausführen läßt. Der
Dialog «Werteauswahl» erlaubt die
Navigation in einem Baum, aus dem der entsprechende, passende Wert
unter «Skigebiete» ermittelt wird, z. B.
«Sessellift». Intern wird die
davorstehende Nummer 3230 vermerkt, weshalb der Text in der Datei der
verschlüsselten Werte auch nachträglich sinnbewahrend
geändert werden kann, ohne
fremde Projekte zu zerstören. Die Schaltflächen
«Hinzufügen» und
«Ersetzen» steuern, ob GPS-Elementen eine oder mehrere
Fachbedeutungen
zugewiesen werden. Beim ersten Aufruf für ein GPS-Element sind die
beiden Schaltflächen gleichbedeutend. In unserer
Fortschrittsgrafik
sind wir somit bei Schritt 4 angelangt.
*
Wer unverdrossen die vorausgehenden Schritte für alle
charakteristischen Wegpunkte wiederholt, also für alle, die
später
einmal in einer Darstellung oder KML-Datei auftauchen sollen, kann ein
automatisiertes Verfahren zur Umwandlung der weiniger wichtigen
Wegpunkte wählen ...
Wegpunkte kollektiv umwidmen
Der Menüpunkt
«Bearbeiten/Besondere
Funktionen/Mache alle Wegpunkte zu/Nebenpunkten» bringt einen
Dialog zu
Tage, der die Umwandlung von Wegpunkten initiiert. Voreingestellt
(markiert) ist die Radioschaltfläche, die zum gerade
ausgewählten
Menüpunkt gehört. Zudem gibt es zwei wichtige
Optionsschaltflächen, die
Wegpunkte von der Umwandlung ausschließen können:
Hat der Benutzer bereits zuvor die Namen bestimmter
Wegpunkte angepasst, indem er diese z. B. nach der Lage benannt hat,
sind die vom GPS Empfänger vergebenen Nummern durch die neuen
Namen
ersetzt. Diese Wegpunkte können als erhaltenswert eingestuft
werden.
Sie würden nach den Standardeinstellungen nicht in Nebenpunkte
umgewandelt, da sie jetzt nichtnummerische Angaben enthalten. Das
gleiche gilt für Wegpunkte, für die bereits Fachbedeutungen
vergeben
wurden.
 *
Das Ergebnis der Umwandlung ist an den verkleinerten Symbolen der
Nebenpunkte zu erkennen. Blendet man diese, wie später unter dem
Stichwort «Layoutdefinition» beschrieben werden wird, aus
der Darstellung aus, erhält man ein Bild, wie es im Abschnitt
über die
Freistellung der Beschriftung zu sehen ist.
*
Nach der Umwandlung der Wegpunkte fehlt noch die
Differenzierung
zwischen Liften und Pisten, ein Thema, das die Aufspaltung von Tracks
erfordert. Wie aus dem Bild unschwer zu erkennen und leicht
nachzuvollziehen ist, haben wir an einem Tag Lifte und Pisten zu einem
einzigen Track zusammengefasst, der jetzt wieder nach Fachbedeutungen
in einzelne Abschnitte zerlegt werden muss. Unter «Ansicht»
stellen wir ein, dass Trackpunkte angezeigt werden, unter
«Bearbeiten/auswählbare Objektarten» schalten wir
«Wegpunkte» ab und klicken dann in der Grafik auf den
Wegpunkt 416, der jetzt nicht mehr selektiert wird. Statt dessen
erscheint der Trackpunkt markiert. Im Reiter «Darstellung»
überzeugen wird uns davon, dass nur ein Trackpunkt selektiert ist,
schalten um auf den Reiter «Tracks» und klicken dort auf die Schaltfläche
«Aufspalten». Es erscheint ein Dialog, der auf der Liste
verbesserungsfähiger Dialoge ganz oben steht und der in diesem
Fall genau einen Trackpunkt anzeigen sollte. Die Darstellung unter
Track ist nicht editierbar. Sie dient allein der Orientierung.
Die Schaltfläche «Aufspalten»
präsentiert den Dialog zur Erfassung neuer Namen, in dem ein recht
wahrscheinlicher Name voreingestellt ist. Tracknamen müssen nicht
eindeutig sein, werden an dieser Stelle aber auf Eindeutigkeit
geprüft. Am Ende unserer Arbeiten werden die sieben
ursprünglichen Tracks in etwa 150 Tracks zerfallen sein. Da das
Programm GNavigia etwas listenlastig ist, werden Sie froh sein,
wenn Sie hier eindeutige Namen vergeben haben. Außerdem
können Sie die Tracknamen an diversen Stellen ändern, sodass
keine Notwendigkeit besteht, hier bereits uraufführungsreife Namen
parat zu haben. Wenn Sie mehr als einen Trackpunkt erwischt haben ist
die Wahrscheinlichkeit groß, dass an dieser Stelle Tracks
übereinander liegen. In jedem Fall können Sie die Tracks
nacheinander auftrennen. Der zuletzt bearbeitete Trackpunkt wird aus
der Liste gelöscht.
*
Dass das Aufspalten des Tracks erfolgreich war, kann man daran
erkennen, dass an der Stelle des Trackpunkts nun ein Quadrat erscheint
- ein untrügliches Zeichen dafür, dass hier ein Track
beginnt. Der aktuelle Trackpunkt ist dupliziert worden. Der nach unten
rechts
abgehende Strich stellt tatsächlich einen Lift dar (konkret den
Sunnegga-Blauherd Kombinationslift), sodass wir hier bereits eine Fachbedeutung
vergeben können. Dazu klicken wir im Rahmen des Fangradius auf die
Linie, die sich daraufhin grünlich verfärben sollte. Mit dem
Menüpunkt «Bearbeiten/Track/Fachbedeutung
festlegen/Auswahl» (kurz «Strg»+«T»)
öffnet sich die bereits bekannte Auswahl der Fachbedeutung, aus
der wir «Sessel/Umlaufgondel Kombinationslift»
auswählen und hinzufügen. Mit der Kurzform
«Strg»+«Umschalt»+«T» können
Sie einem selektierten Track die zuletzt vergebene Fachbedeutung
zuweisen, ohne den Umweg über den Dialog. Da es im Alpenraum
zurzeit nur einen Sessel/Umlaufgondel Kombinationslift pro Skigebiet
geben
dürfte, können wir die aktuelle Auswahl allerdings nicht noch
einmal verwerten. Damit Sie sehen, was Sie bisher getan
haben, müssen Sie allerdings noch warten, bis wir einen Abstecher
in
die Welt der
Layoutdefinition gemacht haben.
Höhen- und Geschwindigkeitsprofile
Die Darstellung umfasst ein zuschaltbares Fenster, das wahlweise
das Höhen- und/oder das Geschwindigkeitsprofil des zuletzt
selektierten
Tracks ausgeben kann (Menü Ansicht).
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Klickt man in die
Grafik,
so wird die Darstellung im Hauptfenster auf den nächstgelegenen
Trackpunkt zentriert. Der Maßstab wird ebenfalls angepasst,
sofern der
aktuelle Maßstab kleiner ist als der Maßstab der
Detailanzeige. Er wird
dann auf den Wert des Detailmaßstabs gesetzt. Hat der Benutzer
bereits
einen
noch größeren Maßstab eingestellt, so erfolgt nur eine
Zentrierung und
keine Maßstabsänderung.
Zurzeit ist die Profilfenstergröße auf 30% der
Gesamthöhe der
Darstellungsfläche beschränkt, maximal jedoch 200 Pixel. Die
Skalierung
in der Länge erfolgt in Abständen von etwa 100 Pixel. Das
Bild zeigt
(oben) das Skigebiet von Grindelwald/Wengen (Männlichen) ohne
Wegpunkte, das Profilfenster den oberen Teil der FIS
Lauberhornabfahrt.
Eine Grenze von initial 100 km/h begrenzt die Anzeige. Klicken
Sie auf den Fehlertext, dies initialisiert die Bearbeitung und
zentriert die Anzeige auf den fehlerhaften Punkt. Löschen Sie den
Punkt
oder einen Punkt aus dem Umfeld, bis die Anzeige wieder erscheint.
Löschen hilft nicht, wenn Sie im Reiter «Tracks» die
Option
«erlaube gelöschte Punkte» eingeschaltet haben, da
diese Einstellung
bei der Berechnung der Grafik herangezogen wird.
Die Profile werden in der Reihenfolge Höhen, Geschwindigkeit,
Höhenunterschiede und Client-Profile angezeigt, wobei das erste
Profil links beschriftet wird, alle anderen rechts. Bei vier Linien
wird es knapp!
 *
Es existiert darüber hinaus unter dem Menüpunkt Bearbeiten/Track/Höhen/Interpolieren
eine Funktion zur automatische Höheninterpolation
für
Trackpunkte mit Höhe
Null. Sie können diese Methode dazu einsetzen, fehlende Höhen
grob zu
interpolieren. Dies kann notwendig werden, wenn die Daten keine oder
falsche Höhenangaben enthalten, wie z.B. die Dateien des
Radwegenetzes NRW. Auch KML-Dateien, die in Google-Earth
digitalisiert wurden, tragen nach dem Import Höhen mit dem Wert 0.
Vergeben Sie für den ersten und letzten Trackpunkt
manuell Höhenwerte, damit die Zwischenpunkte interpoliert werden
können. Weitere Höhenpunkte werden berücksichtigt.
Höhen werden nur
dann ersetzt, wenn der Zielpunkt die Höhe Null besitzt. Um einen
Track
neu interpolieren zu können, kann ein ganzer Track auf Höhe
Null
gesetzt werden. Setzen Sie andere Punkte als den ersten und letzten auf
von Null verschiedene Werte, so werden diese Werte bis zum Anfang bzw.
Ende übertragen.
Höhen werden grundsätzlich nur mit Metergenauigkeit
interpoliert.
Die Interpolation von Geschwindigkeiten ist nicht möglich.
Höhendifferenzprofile und Streckenfehler
GNavigia kennt zwei Arten von Höhendifferenzprofilen oder auch Steigungsprofilen,
die alternativ zugeschaltet werden können, eines für absolute
Werte
(stets positive Skalierung) und eines für die Anzeige
aufeinanderfolgender Differenzen, das relative Steigungsprofil.
So sollte auf einer Skiabfahrt das relative Steigungsprofil keine
positiven Werte aufweisen. Beide Anzeigen decken übergroße
Höhenunterschiede auf. Die folgenden Grafiken zeigen zugleich
den
Einfluss
grob falscher Höhen auf die Streckenlänge - und wie sich
dieser Einfluss mit Hilfe der Steigungsprofile aufdecken lässt. |
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Wie werden die Höhen nun
zweckmäßig und zügig zu null
gesetzt, damit die Interpolation, die ja allein die Punkte mit
Höhe
Null berücksichtigt, angeworfen werden kann? Nun, klicken Sie
einfach
auf den Balken im Höhenprofil, mit dem der übergroße
Anstieg des Grafen
beginnt. Dadurch wird die Karte auf den Punkt zentriert. Selektieren
Sie denjenigen Punkt, der die erste Nullhöhe erhalten soll.
Betätigen
Sie die Tastenkombination, die im Menü unter Bearbeiten/Trackpunkt/Höhe
zu 0.00 setzen ausgewiesen ist. Mit einer vergleichbaren
Tastenkombination lässt sich auch für den nachfolgenden Punkt
die Höhe
zu Null setzen. Zurzeit sind das die Tastenkombinationen
«Strg»+«0» und
«Strg»+«1». Danach wird über Bearbeiten/Track/Höhen
interpolieren die Interpolation durchgeführt. Es erfolgt zuvor
eine
Sicherheitsabfrage.
Kopieren und Einfügen von Tracks und Wegpunkten
Um Tracks und Wegpunkte auf einfache Art und Weise zwischen den aktuell
geladenen Fenstern auszutauschen, kann auf Kopieren und Einfügen
zurückgegriffen werden. Dies ist besonders dann von
unschätzbarem
Nutzen, wenn man bereits aus früheren Kampagnen viele Messwerte
hat und
die der nachfolgenden Touren erst einmal sichten will. Markieren Sie
dazu im Fenster Ihrer Wahl einen oder mehrere Tracks und/oder Wegpunkte
und benutzen Sie Bearbeiten/Kopieren, um die Daten in die
Zwischenablage zu kopieren. Wechseln Sie in das Fenster, in das die
Daten eingefügt werden sollen und benutzen Sie dort Bearbeiten/Einfügen.
Diese Aktion ist nicht Undo/Redo-fähig! Beachten Sie ferner, dass
es
wenig Sinn macht, Tracks wie Umzugskartons übereinander zu
stapeln.
Drücken Sie daher nicht Einfügen im selben Fenster in dem Sie
kopiert
haben!
Sonderfunktionen
Sollte Ihnen das Missgeschick widerfahren sein, dass Sie mehr Tracks in
das Dokument geladen haben als sie bearbeiten wollen oder haben Sie
einen besonders schönen Track, den Sie an anderer Stelle noch
weiterbearbeiten wollen, dann können Ihnen vielleicht unsere
Sonderfuntionen (Extras) helfen.
Das Exportieren von Tracks
als Datei geschieht
über den Menüpunkt «Extras/Tracks exportieren».
Der Dialog präsentiert
alle Tracks, die nicht auf unsichtbar (invisible) gesetzt
wurden, also auch solche, die nur aus gelöschten Trackpunkten
bestehen
und an der leeren Längenangabe in der Liste zu erkennen sind. Die
Auswahlliste ist als Mehrfachselektion ausgelegt.
Über eine Optionsschaltfläche kann festgelegt
werden, dass
auch gelöschte Tracks exportiert werden. Dies geschieht in der
Praxis
aber nur, wenn zugleich die Option «Gelöschte Trackpunkte
exportieren»
ausgewählt ist, da eine Ausgabe für einen Track nur zustande
kommt,
wenn mindestens zwei Trackpunkte exportiert werden können. Zurzeit
entstehen gelöschte Tracks meist durch das aufeinanderfolgende
Löschen
von Trackpunkten.
Das Entfernen von Tracks aus dem aktuellen Dokument
geschieht durch Setzen der Option «Exportierte Tracks
endgültig
löschen». Nach erfolgreicher Ausgabe der Datei werden alle
tatsächlich
exportierten Tracks entfernt. Selektierte Tracks, für die keine
Ausgabe
zustande kommt, werden nicht entfernt. Weil der Export von Tracks ohne
gelöschte Trackpunkte weniger Daten speichert als im Original
vorhanden, kann der Export nicht als Sicherung des Tracks betrachtet
werden. Eine Sicherheitsabfrage, die die Anzahl der betroffenen Tracks
ausgibt, schützt zusätzlich vor deren unbeabsichtigtem
Löschen.
Ein einzelner, selektierter Track kann ohne das ganze
Brimborium aus dem Projekt entfernt werden. Dazu wählt man im
Menü Bearbeiten/Track/Aus dem Projekt entfernen.
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