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Objekte, Meldungen und Sonderfunktionen
Objekte: Sinn und Gebrauch
Wir haben bisher nur jenen Teil des Programms betrachtet, der
die Manipulation und die Visualisierung von Tracks umfasst, wir kommen
jetzt zu dem der Objektbildung. Objekte im Sinne dieses
Programms sind diejenigen GPS-Elemente, die in der streng
hierarchischen Baumstruktur im Reiter Objekte angelegt werden
können. Objekte (können) bestehen aus Objekten, Textobjekten,
Objektreferenzen und Tracks. Streng hierarchisch bedeutet,
dass es nur genau
einen obersten Knoten geben kann.
Objekte
fassen letztlich Tracks zusammen, die so
unter
einem anderen Namen präsentiert oder ausgewertet werden
können. Ist
einem Objekt ein Track oder eine Objektreferenz zugeordnet, kann ihm
kein Objekt mehr zugeordnet werden. Tracks und Objektreferenzen bilden
somit die Blätter des Baums.
«Wozu braucht man Objekte?», werden Sie fragen. Betrachten
wir hierzu
einen Anwendungsfall, der auch maßgeblich der Objektentwicklung
zugrunde lag, nämlich das Bestimmen der Länge einer
Skiabfahrt. Wenn
man z. B. in Zermatt von Hohtälli abfährt zum Gant,
trifft
man nach etwa der halben Strecke auf die Piste «Kelle», die
die Abfahrt Gornergrat-Riffelalp einleitet. Für einen
Kilometer laufen
die Abfahrten zusammen weiter, dann gabeln sie
sich zur Riffelalp und zum Gant. Auf der nicht
maßstäblichen Skizze ist unschwer zu erkennen, dass hier
insgesamt vier
Abfahrten (Hohtälli-Gant, Hohtälli-Riffelalp, Gornergrat-Gant
und
Gornergrat-Riffelalp) beteiligt sind, für die man nur fünf
Teilabschnitte, also Tracks, tatsächlich bearbeiten muss.
Würde man die
Information durch Kopieren der Teilabschnitte zu jeweils einer Abfahrt
zusammenstellen, hätte man zwar nur vier Tracks, aber dafür
würde der
Mittelteil vier Mal auftreten. Wenn man nach Fertigstellung der
Arbeiten einen Fehler in diesem Mittelteil entdeckt, muss man vier
Abfahrten berichtigen. Hat man statt dessen vier Objekte erzeugt, die
auf die zugehörigen Teilabschnitte verweisen, ändern sich die
betroffenen Objekte beim Berichtigen des einen Tracks automatisch.
Objektreferenzen
sind, was der Name so schön sprechend sagt, Referenzen auf
Objekte.
Stellen Sie sich vor, dass unsere Abfahrt Hohtälli-Gant aus den
Pisten
«White Hare» und «Grünsee» besteht, wobei
die «White Hare» bereits
zuvor als Objekt aus den Tracks «White Hare I» und
«White Hare II», dem
Mittelstück, zusammengestellt wurde. Damit können wir ein
Objekt
«Abfahrt Hohtälli-Gant» bilden mittels einer
Objektreferenz «Referenz:
White Hare» und dem Track «Piste Grünsee». Hat
man die Piste «Grünsee»
zuvor bereits als Objekt definiert, stellt man die Abfahrt aus zwei
Objektreferenzen
zusammen.
Objektreferenzen können auf beliebige Objekte zeigen,
die
keine Rekursion erzeugen, d. h. dass es keine Objektreferenzen auf
direkte Vorfahren in der Objekthierarchie geben kann.
*
Objekte verfügen nur über sehr wenige
Attribute,
namentlich die Aktualität, die darstellungsrelevante
Fachbedeutung, die Liste der Fachbedeutungen, die GUID,
die Objekt-ID, die Objektlänge und die Vertikaldistanz
(Höhenunterschied), sowie Name und Beschreibung.
Der Name muss nicht eindeutig sein und kann jederzeit geändert
werden.
Objekte sind die Knoten des Baums und ohne Blätter
(Tracks
oder Objektreferenzen) nicht sinnvoll nutzbar. Tracks unterscheidet man
durch die vorangestellte Track-ID, während Objektreferenzen durch
die
Bezeichnung «Referenz:» eingeleitet werden.
*
Objekte werden dem Baum hinzugefügt, indem ein
Knoten, der
«Bezugsknoten», selektiert und die Schaltfläche
«Objekt» betätigt
wird. Die Schaltfläche ist nur dann sensitiv, wenn der
ausgewählte
Knoten dies zulässt, d. h. keine Objektreferenzen oder Tracks
aufweist.
Neue Knoten können gegenüber dem aktuell selektierten Knoten
als über-,
untergeordnet oder gleichberechtigt
eingefügt werden oder auch den Baum ab dem ausgewählten
Knoten abwärts
als Nachfahren erben, wodurch sich «vergessene»
Gliederungsstufen
einfügen lassen. Diese Option ist wegen der Möglichkeit,
Objekte innerhalb des Baums zu verschieben, aber nur noch von nachrangiger
Bedeutung. In diesem Dialog kann nicht nur der Name des neuen Knotens
definiert sondern auch der des ausgewählten Knotens geändert
werden.
*
Tracks werden zu Objekten hinzugefügt, indem sie aus
einem Dialog ausgewählt werden, der nach den gültigen Regeln
der
Mehrfachselektion arbeitet. Tracks sind letztlich Fleisch und Blut der
Objekte, da sie die messbaren Größen (Längen,
Höhenunterschiede etc.)
realisieren. Wird mehr als ein Track selektiert, so ergibt sich die
Gesamtlänge des Objekts, die «Objektlänge», aus
der Summe der
Einzellängen eben dieser Tracks, gemessen über die nicht
gelöschten
Trackpunkte derselben in der jeweiligen Kartenprojektion unter
Berücksichtigung der Höhenunterschiede. Dass die
UTM-Kartenprojektion
unter ungünstigen Umständen einen Fehler von 40 Zentimer auf
einen
Kilometer bedingt, können wir im Rahmen der Messgenauigkeit
getrost
vernachlässigen. Wichtiger ist da schon, dass die Tracks, die sich
in
der Summe möglichst fehlerfrei zu einem Objektmaß ergeben
sollen, auch
tatsächlich
aneinanderstoßen. Um dies zu gewährleisten, sollten die
Optionsschaltflächen «Ergebnis nach Lage sortieren»
und «Ersetzen statt
hinzufügen» angeschaltet sein. Bitte bedenken Sie, dass beim
Aufstarten
des Dialogs bereits diejenigen Tracks selektiert sind, die zum Objekt
gehören, auch wenn sie ggf. gerade nicht sichtbar
sind!
Wenn
Sie den Dialog bestätigen, werden die Optionen ausgewertet und die
angegebene Differenz dazu benutzt, den Abstand der nach Lage sortierten
Tracks zu untersuchen. Wird die maximale Differenz überschritten,
erfolgt eine Fehlermeldung und das Ergebnis wird nicht übernommen.
*
Textobjekte bilden einen Sonderfall des Objekts. Sie
tragen allein Textinformationen und können so zur Illustration von
Ergebnislisten dienen. Wenn Sie eine Position im Objektbaum
ausgewählt
haben, erzeugen Sie ein neues Textobjekt durch Betätigen der
«Text»
Schaltfläche. Im Dialog können Sie die Position festlegen, an
der das
Textobjekt in den Objektbaum eingetragen werden soll. Der
Textobjektname sollte sprechend sein. Wenn Sie nur wenig Text haben,
sollten Sie den Textobjektnamen und
den Text identisch halten. Dies erreichen Sie mit den
Schaltflächen
«Kopieren» sowie «HTML-fett/kursiv/klein», die
den Text mit der Kennung
für eine
entsprechende Formatierung in das Textfeld übernehmen. Die
Auflistung «Zermatt
an einem Tag» illustriert anschaulich, was die Textobjekte
leisten
können. Sie dokumenieren die Aufstiegshilfen, die
naturgemäß nicht in
die Gesamtzahl der Pistenkilometer einfließen dürfen.
*
Das Ändern der
Objekthierarchie geschieht durch «Ziehen und
Fallenlassen». Sie
können
Objekte anfassen und mit gedrückter Maustaste an einen anderen Ort
verschieben. Das Programm überprüft, was für ein Knoten
aktuell unter
der Maus liegt. Besitzt der Knoten bereits Objektreferenzen oder
Tracks, so wird das Objekt auf derselben Ebene vor das aktuelle Objekt
verschoben. Das Kopieren von Objekten ist nicht möglich.
*
Sie löschen Objekte mit Hilfe der
Schaltfläche unterhalb des Objektbaums. Dabei können Sie entscheiden, ob die
untergeordneten
Objekte ebenfalls gelöscht werden sollen, oder ob sie anderen
Knoten
zugeordnet werden, was Sie vor allem dann nutzen werden, wenn Sie
versehentlich eine Hierarchiestufe zuviel gebildet haben. In diesem
Fall weisen Sie die Kindknoten dem übergeordneten Objekt zu. |