4 Vallées

Siviez, Drehscheibe des Skigebiets, und der Skipass Printse


4 ValléesDer Sektor Printse, der Nendaz, Siviez, Veysonnaz, Thyon 2000, Mayens-de-l'Ours, les Collons und les Masses umfasst, ist eine ganz besondere Konstruktion. Mit dem Skipass fährt man bis Tortin, wo man den Secteur Mont Fort nachlösen kann. Wer diese Geschichte aufmerksam liest, wird feststellen, dass uns dieser Pass nur an einem einzigen Tag reicht, der, an dem die Vermessung von Thyon 2000 ansteht. Und von diesem Tag erzählt die Geschichte.
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Fast hätten wir es versäumt, die Ansammlung von Häusern, die Siviez bildet, zu fotografieren. Von einer großen Brücke aus verlassen die Lifte Tortin und Novelli die Station, letzterer in Richtung der Anhöhe Combatseline, ein Wort, das nicht wirklich französisch klingt. Von dort fährt man wenige Höhenmeter ab zum Schlepplift Greppon Blanc, der aus zwei parellelen Spuren besteht. Nur die linke Spur führt zum Übergang nach Veysonnaz, die rechte hat einen abenteuerlichen Zwischenaustieg für die, die es eilig haben nach Siviez zurückzukehren, bringt einen aber auch bis auf 30 Höhenmeter an die Piste nach Veysonnaz heran. Wer die falsche Spur erwischt, muss laufen!
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Die Pisten am Greppon Blanc sind steil, lassen sich wegen des fehlenden Auslaufs am Ende aber nicht für Tempofahrten der höchsten Kategorie benutzen. Die Überfahrt ins Nachbartal hingegen ist so flach, dass ich laufen muss. Immerhin entschädigt der Blick von den Höhen auf Nendaz, im Vordergrund der Schlepplift Meina. Von diesem Berg aus kann man Veysonnaz direkt anfahren, wenn man  statt des äußerst kurzen Schlepplifts Drus die Skiroute (Befahrbarkeit vorausgesetzt) an dessen Einstieg nimmt. Wir haben die Route leider verpasst. So nehmen wir den Zwischenaufstieg, der uns an die Bergstation der Gondeln von Veysonnaz und Mayens-de-l'Ours bringt.
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Die Abfahrt nach Veysonnaz liegt wie die nach Mayens-de-l'Ours auf einem Nordhang, was ihr zwar bleibenden Schnee beschert, allerdings auch brettharten Grund. Der Neuschnee der vergangenen Tage konnte die Piste jedenfalls nicht verbessern, wir rutschen auf vielen Eisflächen ins Tal. Immerhin gibt es genug Schneehaufen, in denen man das Snowboard wieder abbremsen kann. Als Vergnügen stufen wir diese Abfahrt jedenfalls nicht ein. Wie muss sie sich erst anfühlen, wenn es hier nur noch Kunstschnee gibt? Überzeugend ist die Bergfahrt in modernen Umlaufgondeln.
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Gegen Mittag wechseln wir hinüber nach Thyon 2000. Wir fahren praktisch alle Lifte und Pisten einmal ab. Wegen der eher flachen Hänge sind hier auch die Nordseiten sonnenbeschienen und die Pisten weicher. Der Ort ist zwar keine Augenweide, aber man hat auf die typisch französische Hochhausbauweise verzichtet und bei sechs oder sieben Stockwerken Schluss gemacht, was der Optik gut tut.
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Die vielleicht originellste Abfahrt des Gebiets ist die über einen teilweise recht steilen Ziehweg hinunter zum 2er-Sessel les Masses. Die schönste hingegen die schwarze Piste am Ethérolla, die tatsächlich die steilste Piste des Gebiets ist. Wegen der größeren Höhe ist der Schnee hier aber auch von guter Qualität, was sie leichter fahrbar macht als die roten Pisten im Gebiet von Veysonnaz. Für Familien dürfte hier der beste Ort sein, Snowboardfahrer mögen sich an den vielen Schleppliften stören, die sich aber allesamt unspektakulär fahren lassen. Der Rückweg nach Siviez erfordert bis zu fünf Lifte dieser Art (Joc, Cheminée, Tse, Les Chottes, Greppon Blanc 2), nach Nendaz kommt noch einer hinzu.