4 Vallées
Siviez, Drehscheibe des Skigebiets, und der Skipass Printse

Der Sektor Printse, der Nendaz, Siviez,
Veysonnaz, Thyon 2000, Mayens-de-l'Ours, les
Collons und les
Masses
umfasst, ist eine ganz besondere Konstruktion. Mit dem Skipass
fährt man
bis Tortin, wo man den Secteur Mont Fort nachlösen kann.
Wer diese Geschichte aufmerksam liest, wird feststellen, dass uns
dieser Pass nur an einem einzigen Tag reicht, der, an dem die
Vermessung von Thyon 2000 ansteht. Und von diesem Tag erzählt die
Geschichte.
 *
Fast hätten wir es versäumt, die Ansammlung von Häusern,
die Siviez bildet, zu fotografieren. Von einer großen Brücke
aus verlassen die Lifte Tortin und Novelli die Station, letzterer in
Richtung der Anhöhe Combatseline, ein Wort, das nicht
wirklich französisch klingt. Von dort fährt man wenige
Höhenmeter ab zum Schlepplift Greppon Blanc, der aus zwei
parellelen Spuren besteht. Nur die linke Spur führt zum
Übergang nach Veysonnaz, die rechte hat einen abenteuerlichen
Zwischenaustieg für die, die es eilig haben nach Siviez
zurückzukehren, bringt einen aber auch bis auf 30 Höhenmeter
an die Piste nach Veysonnaz heran. Wer die falsche Spur erwischt, muss
laufen!
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Die Pisten am Greppon Blanc sind steil, lassen sich wegen des fehlenden
Auslaufs am Ende aber nicht für Tempofahrten der höchsten
Kategorie benutzen. Die Überfahrt ins Nachbartal hingegen ist so
flach, dass ich laufen muss. Immerhin entschädigt der Blick von
den Höhen auf Nendaz, im Vordergrund der Schlepplift Meina.
Von diesem Berg aus kann man Veysonnaz direkt anfahren, wenn man
statt des äußerst kurzen Schlepplifts Drus die
Skiroute (Befahrbarkeit vorausgesetzt) an dessen Einstieg nimmt. Wir
haben die Route leider verpasst. So nehmen wir den Zwischenaufstieg,
der uns an die Bergstation der Gondeln von Veysonnaz und
Mayens-de-l'Ours bringt.
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Die Abfahrt nach Veysonnaz liegt wie die nach Mayens-de-l'Ours auf
einem Nordhang, was ihr zwar bleibenden Schnee beschert, allerdings
auch brettharten Grund. Der Neuschnee der vergangenen Tage konnte die
Piste jedenfalls nicht verbessern, wir rutschen auf vielen
Eisflächen ins Tal. Immerhin gibt es genug Schneehaufen, in denen
man das Snowboard wieder abbremsen kann. Als Vergnügen stufen wir
diese Abfahrt jedenfalls nicht ein. Wie muss sie sich erst
anfühlen, wenn es hier nur noch Kunstschnee gibt? Überzeugend
ist die Bergfahrt in modernen Umlaufgondeln.
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Gegen Mittag wechseln wir hinüber nach
Thyon 2000. Wir fahren praktisch alle Lifte und Pisten einmal ab. Wegen
der eher flachen Hänge sind hier auch die Nordseiten
sonnenbeschienen und die Pisten weicher. Der Ort ist zwar keine
Augenweide, aber man hat auf die typisch französische
Hochhausbauweise verzichtet und bei sechs oder sieben Stockwerken
Schluss gemacht, was der Optik gut tut.
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Die vielleicht originellste Abfahrt des Gebiets ist die über einen
teilweise recht steilen Ziehweg hinunter zum 2er-Sessel les Masses.
Die schönste hingegen die schwarze Piste am Ethérolla, die
tatsächlich die steilste Piste des Gebiets ist. Wegen der
größeren Höhe ist der Schnee hier aber auch von guter
Qualität, was sie leichter fahrbar macht als die roten Pisten im
Gebiet von Veysonnaz. Für Familien dürfte hier der beste Ort
sein, Snowboardfahrer mögen sich an den vielen Schleppliften
stören, die sich aber allesamt unspektakulär fahren lassen.
Der Rückweg nach Siviez erfordert bis zu fünf Lifte dieser
Art (Joc, Cheminée, Tse, Les Chottes, Greppon Blanc 2),
nach Nendaz kommt noch einer hinzu. |