
Neuvermessung der 3 Vallées
Im März 2023 fahren wir für vier Wochen in die Berge, zwei Wochen in die 3 Vallées und zwei nach Zermatt. Sensationell ist der «Umzug», der uns über den Col de Forclaz und zuvor durch die Schluchten zwischen Albertville und Megève führt, eine mit großem Aufwand gesicherte Straße entlang steiler Felsen. Für die 260 km benötigen wir mehr als 4 Stunden.
Die 3 Vallées sind das Genussskigebiet schlechthin. Ischgl passt fast komplett in das kleinste der drei Täler, das von Courchevel. Eine neue, sehr sorgfältige Vermessung sowie die pingelige Suche nach noch nicht gefahrenen Streckenabschnitten bringen neue Zahlen mit sich. Knapp 450 km gemessene Pisten sprechen für sich. Zudem hat sich in den neun Jahren seit meinem letzten Besuch sehr viel getan. Waren 1994 noch 190 Beförderungsanlagen in Betrieb, so sind es heute nur noch 150. Dabei hat sich die Kapazität der Anlagen sogar deutlich erhöht. Durch den Wegfall des nicht kuppelbaren Lifts auf dem Gletscher von Val Thorens ist aber auch die längste Abfahrt von Belleville aus der Spitzengruppe (über 11 km) herausgefallen.
Zermatt und Skiline - Eine unendliche Geschichte
Unser Besuch in Zermatt hat bestätigt, dass sich die Bergbahnen nicht um das Thema Skiline kümmern wollen. Weiterhin kann man sich an der Kummebahn jede Menge Pistenkilometer zusammenlügen. Mittlerweile habe ich einige Medien, u. a. SPIEGEL und SRF, angeschrieben, aber die Krisen dieser Zeit überschatten alle anderen Anliegen. Das kollektive Versagen von ZBAG und Skiline habe ich sorgfältig dokumentiert.
Sölden und Serfaus-Fiss-Ladis
Februar 2023: Im März 2006 hatte mir der damalige Chef der Bergbahnen Sölden ins Gesicht gesagt: «Auf Gäste wie Sie können wir verzichten!» Und diese unverschämte Frechheit lasse ich nicht ungesühnt: 17 Jahre haben die Bergbahnen Sölden auf mich verzichten müssen. Worum es damals ging? Die Bergbahnen hatten den Kombiskipass mit Hochgurgl/Obergurgl regelrecht hintertrieben: «Hier zählt nicht, was der Bürgermeister will, sondern was die Bergbahnen wollen - und wir wollen die Liaison mit Gurgl nicht!»
Der arrogante Chef der Bergbahnen ist kläglich gescheitert und heute Geschichte. Denn der Skiverbund Sölden-Gurgl ist sensationell aufgezogen, mit einem Bustransfer im 10-Minuten-Takt. Damit gewinnen beide Gebiete jene Weitläufigkeit hinzu, die sie allein nicht haben. Wir können 127 Pistenkilometer aufmessen, obwohl nicht alle Pisten geöffnet sind. Der Skipass ist einer der teuersten in Österreich, was auch an der 3S zum Gaislachkogl liegen dürfte.
Im Februar 2004 hatten wir das selbsternannte Familienskigebiet Serfaus-Fiss-Ladis für einen Tag besucht mit ernüchternden Ergebnissen für Familien mit Kindern. Daran hat sich nach 19 Jahren tatsächlich einiges geändert - und das Gebiet verfügt nun auch über schwarze Pisten, die ihrer Farbe alle Ehre machen.
Zermatt und Skiline - Eine Geschichte kollektiven Versagens
April 2022: Wir sind zurück aus Zermatt und müssen enttäuscht feststellen, dass die Zermatt Bergbahnen AG (ZBAG) keinen einzigen der von mir im Vorjahr gemeldeten Fehler bei der Registrierung der Höhenmeter behoben hat. Qualitätssicherung Fehlanzeige. Statt dessen erlaubt mir der übelste aller Fehler, die Bestenliste Höhenmeter an einem Tag 2022 zu korrumpieren. Obgleich ich den Fehler den Bergbahnen bereits am Abend des 12. April gemeldet und das Unterfangen angekündigt hatte, wird bis zu meiner Fahrt am 21. nichts dagegen unternommen. Ob die unglaubliche Ignoranz auf Seiten von Skiline, die durch E-Mails dokumentiert ist, oder die Unfähigkeit der zuständigen Personen auf Seiten der ZBAG dafür verantwortlich ist, lässt sich nicht zweifelsfrei ermitteln.
Skifahren in Zeiten der Coronaviruskrise
Das Coronavirus hat die Welt, wie wir sie kennen, auf den Kopf gestellt. Irgendwie hatten wir es geschafft, trotz aller Probleme mit dem Coronavirus in 2020 30 Skitage und in 2021 16 zu absolvieren. Zuerst waren wir dem Virus voraus. Wir waren im Januar unterwegs und dann im März, wo wir am 15. mit dem vorzeitigen Saisonschluss konfrontiert worden waren und infiziert aus Saalbach zurückkehrten. Bis dahin hatten wir bereits eine legendäre Skisafari hinter uns, die uns an 20 Tagen bis in die Nähe von Nizza geführt hatte.
Im darauf folgenden Jahr konnte man nur in der Schweiz Ski fahren, das dafür aber umso besser. Nicht voll besetzte Umlaufgondeln erforderten am Wochenende hohe Fahrgeschwindigkeiten, sodass mich am Ende die Riffelbergbahn zu einem persönlichen Rekord transportierte, sowohl hinsichtlich der gefahrenen Kilometer als auch der Höhenmeter. Platz 2 der Bestenliste1 wird auf immer ein Highlight bleiben.Anlässlich unseres Besuchs in les 2 Alpes erfolgte eine erneute Durchsicht der Vermessung aus dem Jahr 2013. Dabei stellten wir verwundert fest, dass die GPS-Daten schon damals eine kleine Sensation bargen: Die längste Abfahrt der Alpen. Die längste Piste der Alpen bleibt unangefochten die les Cascades (dt. "die Wasserfälle") im Skigebiet Flaine/Sixt (Grand Massif).
Was uns sonst noch so bewegt
Die Radtourveranstaltung Tal Total war schon vor dem Auftauchen des Coronavirus ausgesetzt worden mit der Begründung, dass sie ein Reinfall gewesen sei. Und tatsächlich war das Tal bei 39°C im Schatten total leer! Vermutlich hatte man sich jedoch schon vorher gedanklich davon verabschiedet, denn so schlecht betreut wie am 30. Juni 2019 hatte ich Tal Total noch nicht gesehen.
1 Falls die Rangliste nicht mehr verfügbar sein sollte, gibt es hier ein
Bild vom Stand am Saisonende,
dem 30. September 2021.
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Highlights
Radtour zum Nordkapp, 1984.
Heliskiing am Monte Rosa, Vallée Blanche 2012 und 2013, Glüna Plaina, St. Moritz 2010.
Geschichten
166 Pistenkilometer an einem Tag
Skisafari 2013, Skisafari 2020, Zermatt, 3 Vallées, Les Arcs/la Plagne, St. Moritz, Chamonix, 4 Vallées, St. Anton, Serre Chevalier, Dolomiten.
Rheintal mit Burgen am Rhein, Französische Alpen I und II.
Ötztaler Wildspitze, Schottland.
Südfrankreich, Bretagne, Côte d'Azur, Saint Tropez, Viaduc de Millau, Dresden.