Als
ich 1998 nach einem Internet Provider suchte, der nicht zu teuer sei,
empfahl
mir ein Arbeitskollege die Netzwerkdienste Höger, kurz
NDH.net.
Damals war Surfen ein wirklich teuerer Spaß, weil noch niemand
der
deutschen Telekom einhalt gebot, in ihrem Drang, das Monopol im
Ortsbereich
für eine gnadenlose Selbstbedienung bei den Verbindungskosten zu
nutzen.
Aus Protest - und man sieht heute, dass sich Flexibilität lohnt -
habe ich T-Online den Rücken gekehrt und mich bei der heutigen Pironet-NDH
eingeschrieben. Trotz einer Grundgebühr von 9.90€/Monat habe
ich die extreme Zuverlässigkeit
beim
Einloggen geschätzt, die praktisch 100% erreichte, die exorbitante
Geschwindigkeit
der Seitenabrufe, die stets an den Kunden weitergegebenen
Preissenkungen
der Telekom und die (damals noch) 20 MB Homepage ohne
Volumenbegrenzung
beim Abruf der Seiten. Da sich Pironet-NDH
heute ganz dem Content-Management verschrieben hat, gehört der
Privatkunde
nicht mehr zur Geschäftsidee. Die, die NDH immer noch die Treue
gehalten
haben, werden aber auch hingebungsvoll - und zum Ortstarif - betreut.
*
Ich begann mit der Erstellung einer eigenen Homepage als
Dankeschön
an den Ski-Club Bingen, dessen Übungsleiter Hans Meyer mir in zwei
Tagen das Ski fahren beibrachte. Als die Anzahl der Skitage 200 und die
der besuchten Skigebiete 25 überschritt, wurde der Speicherplatz
endgültig
knapp. Nur die Tatsache, dass mir ein Freund weitere 10 MB Speicher
unentgeltlich
bereit stellte und ein weiterer Provider 20 MB für 2€, führte
dazu, dass ich alles so weiter laufen ließ, bis die 50 MB Grenze
überschritten wurde.
*
Da ich den Markt der Webhoster schon viele Jahre aufmerksam verfolge,
weiß
ich, dass es praktisch unmöglich ist, einen wirklich preiswerten Webhoster
zu finden. Auch die bekanntesten Webhoster erlauben sich Fehler, die
haarsträubend sind. Dort funktioniert von
den zur Einrichtung einer Homepage erforderlichen Schritten praktisch
keiner
ohne
den (meist kostenlosen) Installationssupport, die Vertragsgrundlagen
werden einseitig zu Lasten des Kunden geändert, u.a. die
Umstellung
der MB-Definition von professionell (1 MB = 1024*1024 Bytes) auf
metrisch
(1 MB = 1000*1000 Bytes), die knapp bemessenen Speicherplatz
beschneiden. Besonders trickreich ist das Tarifmodell der großen
Anbieter auf dem Markt, die zwar 2 (oder auch 5) GB Traffic in
einen Vertrag von 7€
einarbeiten, dann aber darüber hinaus «nur 0.006
cent/MB»
nehmen, was immerhin 6€/GB bedeutet. In anderen Worten: Wenn eine
Schwallbacke wie Stefan Raab eine solche Seite entdeckt und empfiehlt
(und
sei es als schlechtes Beispiel), kann mit einem Mal ein Volumen von
weit
über 100 GB auftreten. Die Computerzeitschrift c't hat ein solches
Beispiel bereits veröffentlicht.
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Von einigen Webhostern ist bekannt, dass
sie
Kunden rauswerfen, die einen hoch angesetzten Traffic auch
tatsächlich
nutzen. Zudem muss man damit rechnen, dass häufig frequentierte
Seiten
langsamer ausgeliefert werden, um seitens des Providers den Traffic
niedrig
zu halten. Wieder andere liefern mit den Seiten Zwangsbanner aus oder
erlauben
nur sehr wenige Zugriffe pro Stunde auf die selbe Seite. Die
Einleitungsseite
zu den Skigebieten mit ihren 400 KB Größe und über 10000
Zugriffen
pro Jahr wäre daher praktisch nie zu erreichen. Und damit das
Transfervolumen
im Sommer nicht in die Knie geht, gibt es ja noch die Seiten über
Südfrankreich, das Viaduc de
Millau und die Radtour zum Nordkapp, die sich großer
Beliebtheit zu erfreuen scheinen. Näheres dokumentieren die Zählerdaten...
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Natürlich ist das alles nur eine Frage des Geldes. Wenn man
für
das Webhosting viel bezahlt, bekommt man auch entsprechend viel
Transfervolumen.
Aber es kann nicht sein, dass mit einem
DSL-Account
eine Homepage von 100 MB verbunden ist und nur 5 GB Transfervolumen.
Zurzeit gilt die Faustformel: Interessante 80 MB erzeugen über 5 GB
Traffic in Spitzenmonaten. Seit
mehr als zwei Jahren haben die hier vorgestellten Seiten bei http://www.all-inkl.de
ein neues
Zuhause. Auch die c't hat den Provider mittlerweile entdeckt
und positiv getestet. Sowohl der einwöchige Testaccount als auch die
Einrichtung der Originalseite
bedurften keiner weiteren Nachfrage - ein Novum. Hinzu kommt
ein äußerst faires Tarifangebot. |