Bundesgartenschau 1979
Die Entstehung des Rheinauenparks
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Die Bundesgartenschau des Jahres 1979
gehörte zu jenen Projekten, die wegen der ihnen natürlicher
Weise
innewohnenden Verschwendungssucht nicht gerade gut gelitten sind. Ob
man mit den üppigen Eintrittsgeldern letztlich die Kosten
aufgefangen
hat, darf bezweifelt werden. Ich habe die Frage nicht weiter verfolgt.
Sicher ist aber, dass nicht die Schau selbst sondern das was sie
hinterlassen hat, zu den ganz großen Errungenschaften der
jüngeren
Bonner Geschichte gehört. Es dürfte viele Bonner geben, die
nicht auf
der Gartenschau gewesen sind, aber keinen, der nicht schon einmal einen
Sommertag mit Familie oder allein im Rheinauenpark verbracht hat. Die
«Rheinaue», wie sie schlicht genannt wird, bietet
heute zu
beiden
Seiten des
Flusses ein einzigartiges Naherholungsgebiet.
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Die Rheinaue ist so großzügig dimensioniert, dass sie
praktisch allen
Sportarten ein Zuhause bietet, den Lenkdrachenfliegern ebenso sie den
Inlineskatern, den Fußballern, den Radfahrern und auch denen, die
im
«einarmigen Reißen» ihre größte Leistung
bringen, hat man mit
zahlreichen Grillplätzen eine Heimat geschaffen. Zudem sind die
Radwege
entlang des Rheins verbessert worden.
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Als Bonner hat man seine Erinnerungen an die Rheinaue, ob
Abschlussfeuerwerk, Rockkonzerte der Rheinkultur, der von André
Heller
präsentierte Chinesischer Staatszirkus, die Billigkauforgien beim
sommermonatlichen Flohmarkt (lange vor der «Geiz ist geil!»
Zeit) und
die Protestkundgebungen gegen Ronald Regan, all das ist unzertrennlich
mit dem Namen Rheinaue verbunden.
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Rhein in Flammen ist genau genommen kein rein Bonner
Vergnügen. Vielmehr erstreckt sich Lichterkette entlang des Rheins
bis
in die Nachbarorte und so gehört es zu den Geheimtipps, wenn man
auf
das große Abschlussfeuerwerk verzichten kann, sich das Spektakel
vom
Rolandsbogen oder auf dem Weg dorthin von den Höhen des
Rodderbergs aus
anzuschauen. Je nach Wetter finden sich bis zu einer halben Million
Zuschauer ein, sodass man seinen Wagen in jedem Fall in der Garage
läßt. Die Bilder auf dieser Seite haben eine fast tragische
Geschichte oder werden sie im Laufe der Jahre noch bekommen, denn sie
wurden in jener Nacht aufgenommen, in der radioaktive Fallout des in
Tschernobyl expoldierten Kernreaktors Bonn erreichte und mit einem
leichten Dauerregen gleichmäßig über die Zuschauer
verteilt wurde.
Damals konzentrierte sich das Geschehen auf den Bereich um die
Kennedybrücke, in den letzten Jahren war das Feuerwerk stets mit
einem
Volksfest verbunden und fand in der Rheinaue statt. Zu solchen
Gelegenheiten wird der Posttower
in verschiedene Farben gehüllt, was es besonders reizvoll macht,
am
Rhein entlang auf das Gebäude zuzuwandern.
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