Zermatt
Ein Wintersport Reisebericht
|
|
Es
ist nicht nur das Matterhorn, das alles überragt. Es ist nicht nur
der Name, der so sehr reizt. Es ist auch immer noch ein Skigebiet von
großer
landschaftlicher Schönheit, technisch aufwendig erschlossen, ein
Ort
im Tal, der noch Ort geblieben ist, trotz der vielen Quartiere für
die Touristen. Vielleicht bleiben viele diesem Ort fern, weil er als
versnobt gilt,
als teuer (Kinder fahren bis zum vollendeten 9. Lebensjahr und zurzeit
Samstags bis 16 Jahre frei) oder
auch
nur als schwer erreichbar. Sicher ist, dass Zermatt eines der
anspruchsvollsten Skigebiete der Alpen besitzt: «Zwei Tage Les Arcs/la Plagne gleich
ein Tag Zermatt!», resümiert meine Frau.
 *
Die Reise in die abgelegenen, autofreien Täler von Saas
Fee und Zermatt erfordert in der Tat eine besondere Art der
Vorbereitung:
Ein Verpackungsingenieur überwacht bereits vor der Abfahrt die
Beladung
des Fahrzeugs. Keine Plastiktüten, Badelatschen oder
Verpflegungskisten,
die nicht vollständig in Koffern verschwinden. Denn
mit dem Auto kann man nicht bis vor die Türe fahren! Für die
Reise nach Zermatt ist sogar die Bahnverladung erforderlich, was mit
Kindern
so seinen besonderen Reiz hat.
*
Im Ort fährt man mit dem
Elektrotaxi
oder man läuft mit den Transportwagen, was bei Neuschnee auch
nicht
unbedingt zu empfehlen ist. Die Kosten für Parken (in Täsch)
und Transport summieren sich bei zwei Wochen auf weit über €
100.-, zumal das neue Parkhaus in Täsch bereits 13 CHF/Tag
kostet. Über den Service vor Ort kann man sich dafür kaum
beklagen - alles ist auf Zweckmäßigkeit abgestimmt. Mit den
einwandfrei beladbaren Wagen rollt man, gegen Wind und Wetter
geschützt, aus der Tiefgarage auf den Bahnsteig.
 *
Mit dem Quartier muss man in Zermatt schon Pech haben, denn die
Qualität
ist im Allgemeinen dem Namen (und dem Preis) angemessen. Nicht ganz
uninteressant ist die Lage des Quartiers, da
sich
in Zermatt die Bahnen bereits im Ort stark verteilen. Wer über
Furri und Riffelberg in Richtung Stockhorn startet, nicht auf das
Gebiet am Klein Matterhorn fixiert ist oder morgens an der Sunnegga
beginnt und abends noch mal schnell Furgg-Furri abfährt, der wird
sich über eine zentral
gelegene Unterkunft freuen. |
|