Gedanken zum Schluss
Das Matterhorn
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Zermatt, das ist die Geschichte des Matterhorns.
Welch
ein Berg! Vier der Erstbesteiger haben dort den Tod gefunden und viele
weitere Bergsteiger. Ebenso ein Bekannter von mir, der versucht hat,
den
Berg ohne Führer allein zu besteigen. Abgestürzt 1988.
*
Meine erste Begegnung mit Zermatt war die des Anfragenden. Und schon
mit
der ersten Bestätigung der Buchung trat fett gedruckt im
Mietvertrag
hervor: Freier Blick aufs Matterhorn! Und auf jedem Foto ist
bewusst
oder unbewusst dieser Berg zu sehen. Er drängt sich ins Bild. Alle
Pisten liegen so, dass wenn man ein Bild macht, dieser Berg im
Hintergrund
ist. Im Ort spiegelt er sich in den Fensterscheiben - und selbst im
Supermarkt grinst er einen von irgendeiner Milchverpackung an.
*
Aber
das alles ist nichts, nichts gegen den Morgen. Nehmen wir einmal an, es
wäre ein schöner Morgen, dann ist das erste was ein Zermatter
sieht - das Matterhorn im Licht der aufgehenden Sonne. So tief im Tal
ist
noch alles dunkel. Die Vögel schlafen noch. Nur droben über
dem
Talschluss thront der Berg und zeigt seine gleißende Wand dem
Ort.
Dass der Erdenbürger früherer Zeiten nackte Ehrfurcht hatte
vor
diesem Berg, das kann man ahnen, wenn man ihn morgens beobachtet hat.
Und
wenn sich dann noch der Mond verabschiedet und an dem Berg versinkt,
dann
treffen dort die Gewalten zusammen, die diese Welt
beschreiben.
*
Für einen Augenblick verharrt der Tourist. Dann greift er zur
Kamera
und bannt die Szene auf Film. Er schnallt seinen Rucksack auf, greift
nach
den Skiern (oder dem Board) und macht sich auf den Weg nach
Winkelmatten.
Das ist so ein Tag, wo man aufs kleine Matterhorn fährt - und
vielleicht
auch nach Breuil-Cervinia
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