Das Ski­ge­biet II

Ei­ne Ein­stim­mung auf die nach­fol­gen­den Ge­schich­ten

ZermattWenn Sie sich zu­rück­leh­nen und sich fra­gen, ob es sich lohnt, das Rei­se­ge­päck auf ein Mi­ni­mum zu be­schrän­ken, das Au­to fern­ab zu par­ken und Geld für den Bahn­trans­port zu zah­len, dann wer­den Sie un­wei­ger­lich zu der Fra­ge kom­men: «Was kann ich von Zer­matt er­war­ten?»
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Sie ha­ben ge­war­tet, bis das Stock­horn öff­net, seit 2008 wird das Ge­biet über ei­nen Ski­lift er­schlos­sen. Haupt­sa­che ist für Sie, dass sie nach dem En­de der Be­triebs­ge­neh­mi­gung der Stock­horn­gon­del noch auf die Hö­he 3405 hin­auf­kom­men!
Zermatt*
Sie su­chen kal­ku­lier­ba­re Her­aus­for­de­run­gen auf schwe­ren Pis­ten oder am Ran­de leich­ter Ab­fahr­ten. Sie lie­ben Ski­rou­ten und mö­gen das Pa­n­ora­ma be­ein­dru­cken­der 4000er, die ma­je­stä­tisch über Bu­ckel­pis­ten auf­ra­gen, de­ren Schneehü­gel es den Ber­gen gleich zu tun schei­nen. Sie ha­ben nur Os­tern Zeit für ei­nen Ur­laub und seh­nen sich nach Pul­ver­schnee. Sie star­ten ge­gen 8 Uhr am Mor­gen auf brett­har­ter, manch­mal ei­si­ger Pis­te und lie­ben es, erst ge­gen Abend im Sulz­schnee wie­der her­ein­zu­kom­men. Und viel­leicht schau­keln Sie ja auch zwi­schen­durch mal ganz ger­ne (und sehr ge­müt­lich) mit ei­ner Zahn­rad­bahn dem An­fang der Pis­te ent­ge­gen.
Zermatt*
Sie mö­gen das Un­ge­wöhn­li­che, für das Sie auch ger­ne ein­mal Geld drauf­le­gen, z.B. im Mond­schein ab­fah­ren oder bei Son­nen­auf­gang im Ski­ge­biet früh­stücken. Al­les mög­lich am Ro­t­horn und am Tro­cke­nen Steg! Sie woll­ten im­mer schon mal von der Po­li­zei auf der Pis­te an­ge­hal­ten und nach Ihrem Ski­füh­rer­schein ge­fragt wer­den, dann soll­ten Sie un­be­dingt ei­nen Tag in Cer­vi­nia hin­zu­bu­chen und dort mal rich­tig Gas ge­ben!
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Sie möch­ten 12000 Hö­hen­me­ter an ei­nem Tag fah­ren und kei­ne Pis­te dop­pelt! Auch das gibt Zer­matt her. Und Sie has­sen lan­ge Lift­fahr­ten und Pis­ten, die kaum län­ger sind. Dann ver­su­chen Sie es mal an Hohtäl­li: 1000 Hö­hen­me­tern in ei­ner Luft­seil­bahn ste­hen sechs Ki­lo­me­ter Ab­fahrt ge­gen­über. Da­für gibt es noch ei­ni­ge an­de­re Bei­spie­le! Oder Sie mö­gen kei­ne Schlepp­lif­te, auch da kommt Ih­nen Zer­matt ent­ge­gen: Den ein­zi­gen we­sent­li­chen Schlepp­lift wird es wohl bald am Stock­horn ge­ben.
Zermatt*
Viel­leicht ha­ben Sie ja auch das nö­ti­ge Klein­geld und kön­nen sich ei­nen Hub­schrau­ber­flug leis­ten, der Sie di­rekt ins Ski­ge­biet bringt. Oder auf den Mon­te Ro­sa, 4600 m hoch. Sie sind Ski- nicht Snow­board­fah­rer und sind sich nicht zu scha­de, am En­de ei­ni­ge sehr fla­che Ki­lo­me­ter zu lau­fen, dann ha­ben Sie ei­ne re­el­le Chan­ce, ei­nen Berg­füh­rer zu fin­den und mit­ge­nom­men zu wer­den!
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Trin­ken Sie ger­ne ein Bier oder Es­sen Mit­tag auf der Hüt­te, viel­leicht mit Mu­sik? Sie wer­den ge­nug Hüt­ten fin­den, die Ih­nen zu­sa­gen, es sei denn, Sie er­war­ten ei­ne Blas­ka­pel­le. Sie ha­ben nie­man­den in der Fa­mi­lie, der statt Ab­fahrt Lang­lauf ma­chen will? Dann sind Sie hier gold­rich­tig!