Ski­welt Wil­der Kai­ser/Bri­xen­tal

Das Ski­ge­biet um Schef­fau, Ell­mau und Going

Wilder Kaiser Dass man fle­xi­bel sein muss, wenn man ein Ski­ge­biet kom­plett durch­strei­fen will, so­zu­sa­gen «en passant», ist kein Ge­heim­nis. Al­so er­in­nern wir uns dar­an, dass wir mit dem Au­to an­ge­reist sind, und nut­zen die Kar­re, um von Kirch­berg nach Ell­mau zu fah­ren. Da­zu um­run­den wir das Ge­biet im Os­ten. Pas­send zum Slo­gan «Steig ein in Ell­mau!» neh­men wir die Hart­kai­ser­bahn, ei­ne im Frei­en ge­bau­te, teil­wei­se auf­ge­stän­der­te Stand­seil­bahn, de­ren Tras­se wir auf der Rück­fahrt ei­ni­ge Ma­le kreu­zen wer­den.
Wilder Kaiser*
Die sys­te­ma­ti­sche Auf­mes­sung des Ge­biets führt uns an die Süd­hän­ge des Hart­kai­sers, zum Ei­berg und zum Zins­berg, wo schnel­le oder kur­ze Ses­sel ih­ren Dienst ver­se­hen. Al­lein für den Schmie­dalm-Schlepp­lift und Elmi's 6er (der Feh­ler in der Gram­ma­tik stammt aus dem Lift­plan!) reicht es an die­sem Tag nicht mehr. Zu­dem sind Lif­te ge­schlos­sen, wie die zwei­te Bahn von Schef­fau zum Brand­stadl und der Hochalm-Schlepp­lift.
Wilder Kaiser*
Die Zeit vor der Mit­tags­pau­se auf der Fran­kalm­hüt­te nut­ze ich für die an­spruchs­vol­le und lan­ge Ski­rou­te «63». Sie be­ginnt gut mar­kiert an der Berg­sta­ti­on der Süd­hang­bahn, wen­det sich in der Links­kur­ve des Zieh­wegs nach rechts auf ei­ne schma­le, aus­ge­fah­re­ne Tras­se zu und geht dann in einen frei­en, wei­ten Hang über, auf dem sich jeg­li­che Mar­kie­rung ver­liert. Mir be­geg­nen zwei Tou­ren­ge­her, die aber wohl eher in die Ka­te­go­rie An­fän­ger fal­len: «Wie weit ist es noch nach oben?», fragt mich der Mann, der sei­ner Frau schon ein we­nig vor­aus­ge­eilt ist: «Mei­ne Frau ist er­schöpft. Wir wer­den um­keh­ren.»
Wilder Kaiser*
Ich will den GPS-Emp­fän­ger zücken, um die Hö­hen­me­ter bis zum Gip­fel ab­zu­schät­zen, aber das mag er gar nicht hö­ren. Al­so fah­re ich wei­ter: «Un­ten kommt ei­ne bru­ta­le Bu­ckel­pis­te, das ist ge­fähr­lich.», sagt die Da­me, als ich sie we­nig spä­ter tref­fe. «Ich kann nicht zu­rück.» Und ich kann die­sen gor­di­schen Kno­ten nicht auf­lö­sen, al­so über­las­se ich die bei­den ih­rem Schick­sal. Schlech­te Vor­be­rei­tung ist nicht zu ent­schul­di­gen. Man muss die Hö­hen­me­ter im Blick ha­ben! Für das Snow­board sind die Bu­ckel schwer aber mach­bar. Für Tou­ren­ski könn­te das an­ders aus­se­hen.
Wilder Kaiser*
Den Park­platz in Ell­mau muss man pas­sie­ren, wenn man nach Going will. Wir tref­fen dort auf ei­ne ech­te Ra­ri­tät, ei­nen nicht kup­pel­ba­ren 2er-Ses­sel mit Hau­be, ver­mut­lich der ein­zi­ge sei­ner Art. Er bringt uns auf den aben­teu­er­li­chen Zieh­weg nach Going, wo der Ses­sel, der uns zu­rück brin­gen soll, so tief an­kommt, dass wir ei­ne wei­te­re Bahn brau­chen. Im­mer­hin sind so­wohl der Blick in Rich­tung Kitz­bü­hel als auch die Rück­fahrt nach Ell­mau selbst pan­oram. Ein Blick in den Lift­plan heu­te zeigt: Den al­ten 2er-Ses­sel gibt es nicht mehr.