Sankt Anton am Arlberg

Diverse Reisen seit März 1998



ZammermoosbahnDiese Geschichte ist «gewachsen». Seit ich im März 1998 zum ersten Mal in Sankt Anton aufgeschlagen bin, was durchaus wörtlich zu nehmen ist, hat sich meine Sicht auf den Ort und das Skigebiet in vielerlei Hinsicht verändert. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich das Skigebiet besser finde, als den Ort. Andererseits erreicht der Fahrspaß hier aber durchaus das Niveau des Gebiets um das Stockhorn von Zermatt. Daher hat das Skigebiet mehr Aufmerksamkeit verdient. Mit der neuen Galzigbahn haben Ort und Skigebiet überdies eine Attraktion bekommen, die es so nicht ein zweites Mal gibt: Zwei Riesenräder überwinden den Niveauunterschied zwischen Einstieg und Doppelfahrseil. Letzteres sorgt auch bei stürmischem Wetter für weitgehend reibungslosen Transport.  
Sankt Anton am Abend*
Große Teile des Orts Sankt Anton sind an den Berg gebaut. Nachts fahren die Autos wegen der starken Steigungen oft mit hohen Drehzahlen die steilen Straßen hinauf, so dass man selbst bei entlegenen Wohnorten kaum bei offenem Fenster schlafen kann. Dafür kann man auf einen Ortsbus zurückgreifen, der etwa von 8 bis 18 Uhr verkehrt, zur Hauptverkehrszeit alle 20 Minuten.
Galzig am Abend*
Mit der Verlagerung der Eisenbahn aus dem Ortskern an den Rand ist ein futuristischer Bahnhof entstanden, der keinerlei Romantik aufkommen lässt. Immerhin liegt er nun so weit am Rande des Ortes und eingelassen in den Berghang, dass er die Optik im schmalen Zentrum nicht stört. Als Ortsbild kann St. Anton trotz seines hübschen, erfreulich autofreien Kerns aber nicht mit Saas Fee oder Zermatt konkurrieren.
Zammermoosbahn*
Die Verlagerung der Eisenbahn im Zuge der Skiweltmeisterschaft hat Platz geschaffen für Bauwerke wie das für seine Architektur prämierte Hotel Anton, das man mögen kann oder auch nicht. Die durch Förderbänder und Kleinstlifte geprägte Verbindung von der Galzigbahn zur Rendlbahn, die dem Ortsbild nicht förderlich und deren Sinn fragwürdig war, ist nun der neuen Bahn gewichen. Günstig gelegen, modern und schnell präsentiert sich die Gondel als erster Schritt zur geplanten Anbindung an das Paznauntal. Wegen der technischen Schwierigkeiten und der Lawinengefahr im Bereich des Rendl II Lifts dürfte sich die Realisierung aber noch hinziehen.

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1. Edition: Oktober 1999
Aktualität: Januar 2010