Tiefschnee am Arlberg

Woran man denkt, wenn man den Namen hört.


St. ChristophFür die Einen ist der Arlberg nur ein weiteres Skigebiet in der langen Liste attraktiver Skigebiete. Für die anderen ist er der Inbegriff des Skifahrens schlechthin. Der Arlberg ist weder das Eine noch das Andere.
*
Es ist der 16. Dezember 2001. Ich habe die einmalige Gelegenheit, mit einem Schweizer, der exzellent Ski fährt, einen Tagesausflug nach St. Anton zu machen. Nach einem Kaffee im Hotel zur Post in Stuben (der Lift zum Albonagrat ist um 8.30 Uhr noch geschlossen), machen wir uns auf den Weg in ein Revier, das an diesem Tag mit Lawinenwarnstufe 2 und (bis auf das Mattunkar) mit allen Skirouten geöffnet aufwartet. Nach einem Tag in Lech sind wir eingefahren, obgleich das Snowboard auf den zum Teil sehr glatten Pisten immer wieder entgleist - nun wir fahren kaum Pisten.
*
Es gibt verschiedene Varianten, um nach St. Christoph zu gelangen. Die interessanteste ist die Skiroute unterhalb des Sessellifts hinauf zum Galzig. Ulmer Hütte vom Schindler LiftIm gleißenden Sonnenlicht erscheint der Schnee goldgelb. Um diese Zeit sind keine Anfänger unterwegs - eher die, die neben der Piste fahren wollen. Und trotzdem gibt es genug Gelegenheit, Spuren durch wenig zerwühltes Gelände zu ziehen. Selbst die Abfahrt zur Zammermoosbahn kann man zu einer Fahrt «off slope» machen.
*
So richtig heiß wird einem aber erst ums Herz, wenn man den Lift zur Schindlerspitze hinauf nimmt und dann in weitem Bogen in das gleichnamige Kar einbiegt. Ich habe selten eine solche Serie von Bögen abseits der Piste in den Schnee gezeichnet. Und die Verhältnisse sind so, dass der Pulverschnee bei -9°C wie feiner Puderzucker staubt. Das ist es, woran man denkt, wenn man den Namen hört: «Arlberg