Rückfahrt(en) von Gaschurn
Mit Sommerreifen durch den Eisregen
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Wenn irgend eine Fahrt unter einem düsteren Stern steht,
dann
ist das die Rückfahrt von Gaschurn nach Bingen. Wir fahren immer
Nachts
zurück, also spielt sich alles in der Dunkelheit ab. Mal schneit
es,
dass sich die Rückreise um drei Stunden verzögert, mal
stürmt
es so stark, dass der von einem Heckmotor getriebene Bus nicht
über
80km/h hinaus kommt. Von der Schlimmsten dieser Nächte hier ein
kleiner
Auszug:
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30.12.1995: Wie immer verlassen wir gegen 17.30 Uhr
Gaschurn, diesmal
mit Schneeketten. Etwa eine Stunde später erreichen wir die A 7,
wo
uns der Wetterbericht mit der Nachricht überrascht, daß "der
Eisregen bereits Baden-Württemberg erreicht" habe. Und
während
ich noch hoffe, daß wir davon verschont bleiben, setzt der Regen
auch schon ein.
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Ich kann die Scheiben freihalten, indem ich die Heizung mit letzter
Kraft auf die Scheiben stelle. In der bulligen Hitze schlafen die
Kinder
prächtig. Die 205er Sommerreifen von Michelin haften auf
dem
eisglatten Untergrund ohne Probleme. Nicht der Wagen schlittert sondern
ich, als ich versuche, nach dem Tanken in Gielgen das Kassenhaus zu
erreichen.
Die Szenerie ist gespenstisch: Im Graben immer wieder Wagen, die zu
spät
(und dann wohl zu schnell) gebremst haben. Blaulicht der Polizei und
Warnlicht
der Straßenmeisterei lösen sich ab. Ich bin hellwach und
fahre den Bus mitTempo 55 im vierten Gang unbeeindruckt
auf der Straße. In dieser Nacht legen wir bis 1.30 Uhr gerade
einmal
350 km zurück...
*
Am Morgen wird die Zahl der durch Glatteis bedingten Unfälle mit
2500 angegeben. Die Eisschicht auf dem
Bus hat den Schnee auf dem Dach konserviert. Die Auffahrt neben dem
Haus
ist spiegelglatt, so dass nur Schneeketten helfen.. |
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