Was
bleibt an Eindrücken von dieser kurzen Reise in dieses kleine
Skigebiet?
Zuerst ist da die gute Erreichbarkeit, die keine Vignetten und andere
Tribute
übler Wegelagerei erfordert, auch wenn mobiles Telefonieren an der
Kanzelwand bereits ins Ausland geht. Ferner ist ein freundliches und
angenehmes
Quartier zu nennen, bestes Wetter und für die Jahreszeit guter
Schnee.
Dazu praktisch keine Wartezeiten, auch nicht am Samstag an der
Fellhornbahn.
Dass die größten Deppen, die ich an diesen Tagen auf der
Piste
treffe, Engländer sind, passt in das Bild der letzten beiden
Winter.
Dieses Skigebiet ist ohnehin von Anfängern übersät,
darunter
viele, die über ihre Fähigkeiten hinaus fahren.
*
Oberstdorf ist ein Ort für älteres Publikum. Unsere Freunde,
die von dem Ort schwärmen, gehen selten vor elf Uhr zum
Frühstück,
fahren danach auf der Halbtageskarte zur nächsten Hütte und
rasten
ausgiebig. Unter diesen Voraussetzungen lässt sich von einem
«super
Urlaubsort» reden. Überhaupt scheint Kuren hier sinnvoller
als
Ski fahren.
*
Sicherlich bleibt am Ende aber auch die eine oder andere Piste in
Erinnerung,
so die Abfahrt von der Kanzelwand nach Riezlern oder die von der
Talstation
des See-Ecklifts direkt ins Tal, die wohl wegen der engen, steilen und
vereisten Passagen über Ziehwege zu recht gesperrt ist, wie ich
mich
überzeugen konnte. Für zwei bis drei Tage ist das Gebiet ganz
passabel. Danach dürfte für ambitionierte Fahrer schnell
Langeweile
aufkommen. |