Ober­gur­gl/Hoch­gurgl

Das Ski­ge­biet II

Obergurgl/HochgurglIn die­ser letz­ten Wo­che des März' gibt es in Söl­den kei­ne War­te­zei­ten und in Gurgl schon gar nicht. Fast über­groß er­schei­nen die Ka­pa­zi­tä­ten die­ses Ge­biets mit sei­nen mo­der­nen und schnel­len Be­för­de­rungs­an­la­gen. Fol­ge­rich­tig ist auch der Preis des Ski­pas­ses ei­ner der höchs­ten in Ös­ter­reich. Mit dem mo­der­nen Ver­bin­dungs­lift durch­misst man das Ski­ge­biet in kur­z­er Zeit in vol­ler Brei­te.
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Nach­dem ich den küh­len Mor­gen mit sei­nen brett­har­ten Pis­ten über­lebt ha­be, ist es Zeit für ei­nen Hüt­ten­hock. Das Ge­biet ver­fügt an al­len ex­po­nier­ten Punk­ten über mehr oder we­ni­ger ori­gi­nel­le Hüt­ten, die urigs­te viel­leicht am Kir­chen­kar­lift, die mit der schöns­ten Aus­sicht auf dem Wurm­ko­gl­gip­fel. Spek­ta­ku­lär auch der Blick von der Ter­ras­se des Ho­he Mut Häusls auf den Rot­moos­glet­scher. Der Tri­but für den Ski­pass und der Ver­gleichs­preis für Bier liegt auf dem Ni­veau von Sankt An­ton, mit des­sen aus­ge­fal­le­nen Ne­ben­stre­cken, lan­gen Ab­fahr­ten und üp­pi­gen Pis­ten­ki­lo­me­tern, ins­be­son­de­re in Kom­bi­na­ti­on mit dem Ge­biet von Lech, für das kein Auf­preis fäl­lig ist, das Ge­biet aber nicht kon­kur­rie­ren kann.
Obergurgl/Hochgurgl*
Bei kal­tem Wet­ter kann man sich in die­sen baum­lo­sen Hö­hen wohl kaum ret­ten. Auch fehlt mir heu­te das, was mei­ne Kin­der im­mer als «Ab­fahrt durch die Wäl­der» be­zeich­net und auf das sie sich im­mer am meis­ten ge­freut ha­ben als sie noch klei­ner wa­ren.
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Genau wie Söl­den wirbt Ober­gur­gl/Hoch­gurgl mit elek­tro­ni­schen Zu­gangs­sper­ren und ver­si­chert aber eben­so im Klein­ge­druck­ten, dass ver­lo­re­ne Skipäs­se nicht er­setzt wer­den. Auch hier gilt: Ein ech­tes Man­ko im Kun­den­ser­vice. Das kön­nen an­de­re bes­ser!