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Les Arcs
Paradiski - Les Arcs / la Plagne
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Nach meinem Sturz in Sankt
Anton auf beinharter Piste, bei dem sich ein noch härteres,
unverwüstliches
Mobiltelefon (Siemens S35) zwischen meine Brust und die Eisplatte
schob, hätten wir von der
Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen und daheim bleiben
können. Jeder Doktor hätte mich kampfunfähig
geschrieben. Die Wetteraussichten sind durchwachsen, die
Kunstschneedecke ist hauchdünn. Aber dennoch beiße ich beim
Aufstehen morgens die Zähne zusammen. Vier Wochen lang. Dann geht
es los: 875 Kilometer von Bonn entfernt liegt ein Ziel von
außergewöhnlichem Reiz, ein Skigebiet, das meine Frau und
ich auf der nach oben offenen Skala der unbedingt wiederzubesuchenden
Skigebiete am Ende einsam an der Spitze platzieren werden: Paradiski
- Les Arc/la Plagne.
 *
Von dem Moment an, wo ich in Annecy nach einer VW-Werkstatt fragen
muss, die wenig später die hinteren Bremsen des Busses in
zweieinhalb Stunden reparieren wird, bis hin zum Abschied von unserer
herzlichen und attraktiven Madame am Empfang der Residenz L'Arollaie
in Plan Peisey, werden wir eine Woche erleben, die von der
Freundlichkeit der Menschen in Savoyen und der Einzigartigkeit dieses
Doppelskigebiets geprägt ist, dazu von einem Wetter, das nach
äußerst schwachem Start in einen echten Winter
umschlägt, so sehr, dass ich mich beim Fotografieren beeilen muss,
damit die Finger nicht hoffnungslos auskühlen. Zwischen 9:15
Uhr
morgens und 17:00 Uhr am späten Nachmittag fahren
wir sechs Tage
lang ohne Mittagspause, nicht zuletzt, weil mein Ziel, beide Skigebiete
als Ganzes mittels GPS zu vermessen, sonst in Gefahr geraten würde.
 *
Ich will an dieser Stelle auch nicht verschweigen, dass die Langsamkeit
der Lifte dieses Ziel am Ende tatsächlich in Gefahr bringt. Es
gibt sehr schnelle Umlaufgondeln, teilweise am Doppelseil
aufgehängt, die wieder einiges an Zeit aufholen, dazu einige
wenige gekoppelte Lifte mit bequemem Einstieg, die die Franzosen
liebevoll «TSD» nennen, Télésiège
débrayable.
Daneben gibt es eine Vielzahl Lifte der Marke
«Kniekehlenhauer», die besonders dann lästig sind,
wenn der Wind pfeift. Und während in Lech 8er-Sessel mit Haube und
Impotenz fördernder Sitzheizung in Betrieb genommen werden,
versehen im Angesicht des über 4800 m hohen Mont Blanc
noch echte «alte Schätzchen» ihren Dienst.
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