Die Pisten von Flims/Laax

Ein Snowboard im Reich der Skifahrer


Von der Piste nach Plaun aus hat man - vor allem am sulzschneefreien Morgen - eine grandiose Abfahrt vor sich, bei der sich die schnellen, steilen und engen Teilstücke reizvoll abwechseln. Gegen Abend ist der im Auslauf liegende Hohlweg so ausgefahren, daß man ihn wie eine Halfpipe fahren kann. Ein einmaliges Erlebnis! Von dieser Piste sind alle begeistert.
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Wer mehr erleben will, der schaue! Die weitere Variante führt uns über die «Pulver», eine der schönsten Abfahrten des Gebietes, nach Plaun. Von dort geht es mit dem Sessel Scansinas über einen steilen Felsabsturz hinauf zum Mutta Rodunda I, einem sehr langen Schlepper, der es uns ermöglicht, den Sessel La Siala erreichen. Dessen Bergstation liegt auf über 2800 m Höhe und ist Ausgangspunkt für die «Glarner» Piste, die direkt zum Vorab führt. Eine Variante für geduldige Skifahrer ist die Abfahrt von hier nach Fuorcla, wobei insbesondere der Snowboarder dazu gezwungen ist, lange Zeit auf der selben Kante zu fahren, weil das Gefälle zu gering ist. Das ist allerdings tödlich anstrengend, weshalb man diese Variante genau einmal fährt. Was wirklich aufregend ist, ist die Abfahrt Siala West, die im Anfang ausgesprochen steil ist und sich als «Surfpiste» bestens eignet.
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Sechs Lifte sind zu fahren, bevor man das Restaurant am Fuße des Vorab erreicht, wobei man den Schlepper zur Pulver sparen kann, wenn man direkt vom Crap Sogn Gion nach Plaun abfährt. Schon auf dem Weg zum Gletscher hat man hochalpine Verhältnisse mit zum Teil kalten Winden am Siala. Mit den Pisten Siala Ost, Siala West und Uno liegen interessante Abfahrten am Weg.
Blick vom Ausstieg des Liftes Treis Palace auf die Station Crap Sogn Gion (gesprochen etwa: "Zonn Djonn"). Wir sind hier im rätoromanischen Sprachraum der Schweiz, ähnlich St. Moritz, das etwa 50 km und einen Paß (Julier bzw. Albula) entfernt liegt. Dazwischen befindet sich noch das weithin bekannte Skigebiet von Lenzerheide. Der Lift Treis Palace dient uns in aller Regel zur Rückkehr am Nachmittag, weil er eine weniger lange Abfahrt erfordert als die «Pulver». Wir machen das immer an der Tagesform fest. Für weniger Eingeweihte muß ich an dieser Stelle noch angeben, daß die direkte Abfahrt von Fuorcla nach Plaun wegen der Schneeverhältnisse nicht befahrbar ist. Daher bleibt als einziger Rückweg vom Vorab die Liftfahrt zum Crap Masegn, ganz gleich ob man die schwarze Abfahrt und den Lift Alp Ruschein nimmt, oder den gemütlichen Weg über Fuorcla. Wenn man den Ziehweg zurück zum Crap Sogn Gion vermeiden will, bleibt einem nur eine der Pisten ins Tal, wobei die Crappa Spessa eine sehr interessante und schnelle Abfahrt mit zum Teil steilen Passagen darstellt.