Leidenschaft am Vorab
Mehr als Surfen auf breiten Pisten
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Das Skigebiet von Flims-Laax hat mit dem Vorab einen
sehr schönen
Berg mit faszinierender Aussicht und anfängergerechten Pisten, die
über einen leichten Schlepper zu erreichen sind. Zugleich aber
geht
von hier aus die Piste zur Alp Ruschein ab; die Scharte ist deutlich zu
erkennen. An dieser Scharte muß man sich entscheiden: Steil hinab
oder zurück zur Talstation des Schleppers. (Eigentlich gibt es
dort
gar nichts zu überlegen, denn auch hier gilt: "Viel Feind - viel
Ehr'!")
*
Am Ausstieg des Vorab-Schlepplifts beginnen zwei leichte, sehr gut
präparierte
Abfahrten, die den ganzen Tag über ihre Schneequalität
behalten.
Im Hintergrund erahnt man die gewaltige Fernsicht in Richtung
Österreich
und Südtirol. 400 Höhenmeter überwindet der Schlepper.
Hier
kann man schon eine ganze Weile fahren, ohne sich zu verlieren.
Bei einer meiner
Alleinfahrten fragt mich eine sympathische junge Schweizerin,
die noch nicht lange Snowboard fährt, ob sie mit mir liften
könne.
Ihre Jungs haben sie einfach so zurückgelassen - das kann ich
angesichts
ihrer charmanten Art und ob ihrer schönen Gestalt gar nicht
begreifen.
Da sie Goofy fährt, bietet es sich geradezu an, zusammen
hinaufzufahren.
Ich bin echt stolz, daß ich einer Einheimischen beim Schleppen
behilflich
sein kann, zumal man sich dabei ja auch zweckmäßiger Weise
in
den Arm nimmt. Auch hier bestätigt sich wieder die Theorie Albert
Einsteins, nach der die Zeit eine relativistische Größe
ist: Sie verfliegt um so schneller, je hübscher die Dame ist, die
man im Arme hat!
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Und noch mehr Vorab: Bei gutem Wetter ist dieser Berg für den
Fotografen
ebenso ein Erlebnis wie für den Skifahrer. Und wir haben ein
einzigartiges
Wetter mit Temperaturen nahe 0°! Um diese Höhen weht
normalerweise
ein scharfer, kalter Wind. Hier oben steht man nicht ohne Mütze
und
Wollschal und fotografiert mit unbewehrter Hand in aller Seelenruhe
einen
ganzen Bildband. Aber in dieser Woche ist der Wind nur in seltenen
Böen
frisch. Und der Schnee ist hier deutlich besser, als nur wenige hundert
Höhenmeter weiter unten. Wir alle spüren: Die alten Knochen
bewegen
sich wie von selbst. |
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