Alp Ru­schein

Lan­ge, schwar­ze Pis­te

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Aus­ge­las­se­ne Stim­mung bei der Rast an der Alp Ru­schein. Es herrscht ein Wet­ter zum Sor­gen­ver­ges­sen. Die Bräu­ne hat sich ge­gen al­le Son­nen­cre­me durch­ge­setzt. Es ist wind­still und wun­der­bar warm. Die Son­ne scheint mit vol­ler Kraft in das klei­ne Tal, heilt al­le Bles­su­ren und er­leich­tert und er­hei­tert das Ge­müt.
Wir ha­ben un­se­re gro­ße Ab­fahrt ge­fun­den, die schwar­ze Ab­fahrt nach Alp Ru­schein. Für das Snow­board ist sie an ei­ni­gen Stel­len na­he­zu un­pas­sier­bar, nicht weil es dort be­son­ders steil oder zu bu­cke­lig wä­re - nein, es ist das Was­ser, was die­se Pis­te so schwarz macht. An der zwei­fel­los steils­ten Stel­le, der Aus­fahrt aus der Schar­te un­weit der An­kunft auf dem Vorab, hat die Pis­te an­ge­nehm viel Schnee, ist un­end­lich breit und nur durch den Sulz­schnee et­was auf­wen­dig zu fah­ren.
Am En­de der Ab­fahrt winkt ein wirk­lich in­ter­essan­tes Ziel, ei­ne Art Hoch­ge­birgs­grill mit Ab­lie­gemög­lich­keit. Bei bes­tem, wol­ken­lo­sen Wet­ter liegt oder sitzt man auf De­cken und ißt da­zu die teu­ers­te Brat­wurst sei­nes Le­bens: Sfr 8.- kos­tet die­ses mit viel Lie­be zu­be­rei­te­te und mit ei­ner def­ti­gen Schei­be Brot ge­reich­te Nah­rungs­mit­tel. Nun, wir wol­len da mal nicht so klein­lich sein. Im­mer­hin be­kommt man da­bei ja auch ei­ni­ges ge­bo­ten, z. B. ei­nen sehr ori­gi­nel­len Maître de Cui­si­ne, des­sen kah­ler Schä­del von den un­zäh­li­gen Son­nen­stun­den die­ses Win­ters zeugt. Oder die ein­zig­ar­ti­ge Bau­form der The­ke, auf der die Würst­chen zu­be­rei­tet wer­den. Im Hin­ter­grund der lang­sa­me Ses­sel­lift der Mar­ke «Knie­keh­len­hau­er», der uns nach der aus­gie­bi­gen Pau­se wie­der nach oben brin­gen soll.