Kitz­bü­hel/Kirch­berg

Die 3S, ei­ne Um­lauf­gon­del im Rang ei­ner Luft­seil­bahn

Kitzbühel/Kirchberg Die seil­bahn­glei­che Um­lauf­bahn 3S mit ih­ren 30-Per­so­nen Ka­bi­nen ist re­la­tiv üp­pig di­men­sio­niert. Ob sie seit 2004 von 19 auf 24 Gon­deln auf­ge­rüs­tet wur­de, kann ich dem In­ter­net nicht zwei­fels­frei ent­neh­men. Die ge­wal­ti­ge Kon­struk­ti­on über­spannt ein Tal in vol­ler Brei­te. An der höchs­ten Stel­le be­fin­det man sich et­wa 400 Me­ter über Grund, was man, wenn man sich in dem Mons­ter be­fin­det, al­ler­dings so nicht wahr­nimmt. Die Gon­del ver­bin­det den Pen­gel­stein mit der Wurz­hö­he, dem Über­gang nach Pass Thurn.
Kitzbühel/Kirchberg*
An­ge­legt wur­de die Bahn, um die Teil­ge­bie­te Kitz­bü­hel und Joch­berg oh­ne Ski­bus und oh­ne Ski­rou­te zu ver­bin­den. Wer al­ler­dings an ei­nem Tag mehr plant als nur die­se «Ski­sa­fa­ri» und in Kitz­bü­hel wohnt, der tut oh­ne­hin gut dar­an, in ei­ne Rich­tung den Ski­bus bis zur Pass­hö­he zu neh­men. Denn die Um­lauf­gon­del er­for­dert we­gen der großen Län­ge und der ge­gen­über ei­ner Luft­seil­bahn ge­rin­gen Fahr­ge­schwin­dig­keit von ma­xi­mal 24 km/h (wir ha­ben 18 km/h und 12 Mi­nu­ten ge­mes­sen) ei­ni­ges an Zeit. Hin­zu kom­men ei­ni­ge Zu­brin­ger und ins­ge­samt lan­ge Fahr­we­ge bis zur Gon­del.
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Die Be­zeich­nung «Drei­seil­bahn», von der die ge­wöh­nungs­be­dürf­ti­ge Ab­kür­zung «3S» her­rührt,  ist nur dann rich­tig, wenn man das Zug­seil mit­zählt. Rich­tig ist, dass die Bau­art ei­ner Luft­seil­bahn äh­nelt, wo­bei hier le­dig­lich am En­de der Fahrt die Gon­deln aus dem Dop­pel­trag­seil ge­ho­ben und zur Ein­stiegs­platt­form ge­führt wer­den. Der Ab­stand be­trägt zwi­schen den in­ne­ren Stüt­zen 2,5 Ki­lo­me­ter, wes­halb die Kon­struk­ti­on mit nur drei Stüt­zen aus­kommt. Ins­ge­samt ist die Bahn, die von Dop­pel­mayr ge­baut wur­de, 3,7 km lang. Wird sie mit 24 Ka­bi­nen be­trie­ben, kann sie bis zu 4200 Ski­fah­rer pro Stun­de be­för­dern.
Kitzbühel/Kirchberg*
Links: «3S - Drei Spu­ren». Für den Fo­to­gra­fen bie­ten die ro­ten Gon­deln der Seil­bahn in­ter­essan­te Mo­ti­ve, auch wenn sie mor­gens bei der Hin­fahrt und abends bei der Rück­fahrt je­weils im Ge­gen­licht lie­gen. Im­mer­hin schafft man we­gen der Gon­del dann doch noch den Rück­weg zur Ehren­bach­hö­he und zur Fleckalm- oder Mai­erl­bahn. Kirch­berg liegt nun mal am äu­ßers­ten Rand des Ge­biets - auch wenn der Ort durch die Bahn nä­her an Pass Thurn her­an ge­rückt ist.