Kitzbühel / Kirchberg
Die schweren Pisten an Pengelstein und Steinbergkogel
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In meinem Quartier in Kufstein hat man mir bereits
angekündigt, dass die besten Pisten des Gebiets auf der
Kirchberger Seite liegen. So ist es auch - oder auch nicht. Die Senke
zwischen Ehrenbachhöhe und Steinbergkogel ist der (wegen der
erbärmlichen Qualität der Lifte «ungeschliffene»)
Rohdiamant des gesamten Gebiets. Ich beginne den Skitag mit der
Fleckalmbahn und starte standesgemäß mit der schwarzen 43,
die bei den gegebenen, nicht allzu glatten Verhältnissen steil
aber nicht schwierig ist. Die Ernüchterung kommt dann am
Doppelsessel Meier II, der mit nervtötend geringer Geschwindigkeit
vor sich hinkriecht. Ich überlege bereits, wie ich es anstellen
könnte, mich aus dem Lift abzuseilen, wenn er denn nun für
immer stehen bleiben sollte, als das Ding dann doch noch die
Bergstation erreicht.
Leider ist das Erlebnis kein Einzelfall. Die absolute Krönung ist
der Zweiersessel zum Gipfel des Steinbergkogel (C6), der nicht nur sehr
langsam ist, sondern auch eine riesige Menschentraube angesammelt hat.
Hätte ich am Ende des Jufenalmlifts gewusst, dass es hier unten so
schlecht um das Fortkommen steht - ich hätte nicht die schwarze 38
gefahren: «Bis zu 70° Neigung, nur für geübte
Skifahrer». Welch eine Übertreibung. Die Piste ist steil,
trägt aber nicht signifikant zum Gesamtspaß bei. Also weiche
ich auf den Einersessel (in 12 Skiwintern bin ich nur zwei gefahren)
zum Steinbergkogel aus, was aber auch nicht der Bringer ist. Von hier
oben führt eine landschaftlich reizvolle Skiroute hinunter ins Tal
- und oben gibt es tatsächlich einen Busfahrplan, der die
Abfahrtzeiten am Ende der Route angibt. Das Ganze ist natürlich so
klein gedruckt, dass man entweder eine Brille braucht oder einen
Vorleser. Aber man kann sich immerhin orientieren. Entnervt gebe ich
auf, fahre die Skiroute hinunter und wechsele zur Ehrenbachhöhe,
um die Streif in Angriff zu nehmen.
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