Das Skigebiet von Ischgl

Farbenlehre


PalinkopfZunächst kann man den Eindruck gewinnen, dass das Fehlen schwarzer Pisten ein weiteres Kennzeichen dieses Gebiets sei. Zwar sind einige Pisten schwarz ausgezeichnet, aber man kann sich darüber streiten, ob das der Statistik dient oder der korrekten Einordnung. Dennoch kommt man, wenn man von der Farbenlehre einmal absieht, dann doch zu der Erkenntnis, dass es einige anspruchsvolle Pisten am Rande des Gebiets gibt. Hierzu zählen die 4, die 35 und die FIS Abfahrt 34. Hier geht es recht steil zur Sache. Bei Neuschnee dürfte auch die Skiroute 39 einen gewissen Reiz entwickeln.
*
Buckelpisten gibt es zwar auch, aber diese sind in aller Regel kurz und nur mäßig steil. Außerdem gibt es kaum jemanden, der sie fährt. Das hat den unbestreitbaren Vorteil, dass sie auch immer schön leer sind. Pisten vom Kaliber einer Abfahrt durch das Mattunkar oder einer "Normalabfahrt" vom Schindlergrat zur Ulmer Hütte sucht man hier ohnehin vergebens. 
*
Palinkopf, von der Idalpe gesehen"Der Reiz von Ischgl muss in den Tiefschneeabfahrten neben der Piste liegen!" ist mein Gedanke am Ende des ersten Tages. Und dazu ist der Schnee neben der Piste zur Zeit einfach zu hart und zu mühsam, selbst für das Snowboard. Aber dennoch finden Felix und ich eine Variante, die echte Freude aufkommen lässt: Wenn man bis Mittag wartet und am Palinkopf nicht rechts der Piste folgt, sondern links um den Ausstieg herum dappt, sozusagen über die Kante springt, kann man die Abfahrt nach Samnaun nicht nur drastisch verkürzen, indem man in der Falllinie fährt, nein, man kann zugleich auch den Spaß erheblich vergrößern. Der schwere Schnee macht diese Variante aber auch zu einer Abfahrt für die, die das Fahren neben der Piste üben.