Anfang
Februar 2004: Wir haben lange gewartet, fast 10 Jahre, bevor wir
nach
all den Touren, die wir nun zusammen unternommen haben, die Dolomiten
in
Angriff nehmen. Hatte es sich zunächst wegen anderer Ziele nicht
ergeben,
so war später die Frage nach der Schneesicherheit in den
Vordergrund
getreten. Wer fährt schon gern auf weißen Bändern
über
die grüne Wiese, selbst wenn der Kunstschnee ausreichend und gut
ist?
Also warten wir bis zum allerletzten Moment, bevor wir uns entscheiden
und in
La Villa nach einem Quartier fragen, das wir aus den
informativen,
wenn auch nicht sehr exakten Unterlagen der Touristen Information des
Alta
Badia herausgesucht haben. Mir fehlt auf den Ortsplänen eine
Maßstabsangabe,
um die Distanzen im Ort abzuschätzen.
*
Wir entscheiden uns für Übernachtung mit Frühstück,
weil wir am Abend den Ort ja auch noch erkunden wollen. Zu den
Kandidaten
der engeren Wahl zählt das
Miriam,
das zwar etwas oberhalb des Ortes liegt, dafür aber auch nicht
unter
dem Durchgangsverkehr leidet. Eine Absage von Stammgästen hat hier
ein Zimmer frei gemacht, was sich wegen der ordentlichen Einrichtung
und
seiner großartigen Aussichtslage mit Blick auf den Ort und den
Kreuzkofel
als äußerst glücklicher Zufall erweist. Zudem haben wir
einen direkten Sichtkontakt mit dem Castel Colz, das heute ein Hotel
beherbergt.
Nach 790 km und einer Nacht, in der es den VW-Bus auf der
Moseltalbrücke
bei Tempo 80 fast aus der Spur geblasen hätte, stellen wir die
Koffer
ab.
Nach
schwachem Start wird sich dieser
Urlaub
dann doch noch als ein echter Hit erweisen, ein
Traumurlaub
eben,
zumal
Kuros
wieder
einmal für bestes Skiwetter sorgt, wenn auch für die
Jahreszeit
einen Tick zu warm.