
In
gewisser Weise ist es eine Reise in die Vergangenheit, diese Tour von
La
Villa nach
Pedraces, die wir eigentlich nur deshalb
unternehmen,
weil meine Frau vor 27 Jahren hier ihren ersten Skikurs gemacht hat,
und
einfach sehen will, wie sich das Skigebiet in der Zwischenzeit
entwickelt
hat.
*
Seit einiger Zeit hat man eine Verbindung zwischen den beiden Orten
geschaffen,
so dass sich die Fahrt mit einem Sessellift bewerkstelligen lässt,
der völlig eben durch das Tal schwebt und auf dem man sich in
beiden
Richtungen begegnet, ein seltenes Schauspiel, das in den Dolomiten
übrigens
öfter vorkommt. Die Piste bis zum Sessel in Richtung Pedraces ist
schön und wie immer üppig breit. So dauert es nur wenige
Minuten,
bis man auf den Lift am Fluß trifft. Am anderen Ende steigt
man

in
ein sehr kleines Skigebiet ein, so dass sich die Frage erübrigt,
wer
von der Verbindung am meisten profitiert. Dennoch sei eine Warnung
angebracht:
Wer von Pedraces aus die Sella Ronda fahren will, der tut gut daran,
sehr
zeitig aufzustehen! Zudem kann man auch auf diesen einfachen roten
Pisten
Skifahrerinnen antreffen, die das Handtuch werfen...
*
Ein Ausflug in das Skigebiet von Pedraces ist nicht komplett ohne ein
Besuch
an der Kapelle
Santa Croce (Heilig Kreuz), die direkt
unterhalb
des Kreuzkofels liegt. Dazu muss man ein kleines Stück aufsteigen.
Man kann die Skier mitnehmen, weil man auf die Abfahrt zurück
kommt.
Dieses Bild, das viele Prospekte ziert, ist uns nur bei bedecktem
Himmel
vergönnt - wir haben an diesem Vormittag das schlechteste Wetter
dieser
Reise. Der traumhaft schöne Nachmittag gehört dem
Lagazuoi.