
Früher
war die
Marmolada ein einsamer Berg, für dessen Befahrung
man
extra bezahlen musste, heute ist er im
Dolomiti
Superskipass enthalten. Die Anfahrt von La Villa aus, die über
den Piz La Ila, Boé und Arabba erfolgt, hat einen neuralgischen
Punkt am Tellerschlepplift am
Pescoi. Um es uns nicht zu leicht
zu machen, fahren wir hinauf zur Porta Vescovo und von dort hinab zum
Schlepper.
20 Minuten anstehen ist die Strafe, weil wir nicht gleich hier anstehen
wollten.
*
Hat man den Schlepper hinter sich, folgen vergleichsweise einfache
Pisten
und leere Sessellifte, wobei man berücksichtigen sollte, dass man
nicht bis

zur Gondel nach Malga Ciapela abfahren muss, um auf den Berg hinauf zu
fahren. Man kann vielmehr am Passo Fedaia in einen Sessel steigen, der
zusammen mit einem weiteren Schlepper den Berg über den Nordhang
erobert.
Dazu muss man sich am
Passo Pordon aber rechts halten. Auf
diese
Weise erspart man sich zudem eine flache blaue Piste.
*
Fahrtechnische Herausforderungen sucht man

an
der Marmolada vergebens, aber die Pisten sind hinreichend steil, um
eine
gewisse Fahrfreude aufkommen zu lassen. Man sollte sich die Fahrt hier
hin für einen schönen Tag zurück stellen, denn das
Panorama
in Richtung Langkofel sucht seines gleichen. Auf der anderen Seite
bleibt
uns nur der Blick durch eine
Felsscharte. Das Restaurant auf
der
Höhe wird umgebaut und der Ausgang aus der Berstation der Gondel
erlaubt
keinen ungestörten Blick nach Süden.