Les 3 Vallées
Cîme de Caron

Die
zweite Reise in die drei Täler gilt der Cîme de Caron,
der mit knapp 3200 Metern zweithöchsten Liftstation im
Gültigkeitsbereich des Skipasses. An guten Tagen kann man
über eine Skiroute nach Orelle abfahren, was aber wieder einmal
nicht gelingt. Betrachtet man aufmerksam die Bilder, dann sieht man,
dass der letzte Schneefall schon eine Weile her ist. Und für die
nach Süden geneigten Skirouten, wie die nach Orelle1,
braucht man
einfach eine gute Unterlage und viel Schnee.
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So sind wir dazu verdammt, auf den Pisten zu bleiben, die allerdings
auch wenig Anlass für Ärger bieten. Ich hätte nie
erwartet, dass die Pisten über Weihnachten so leer sind und dass
es praktisch gar keine Wartezeiten geben würde, auch nicht an den
Luftseilbahnen zur Cîme de Caron und zum Saulire, die von Natur
aus neuralgische Punkte darstellen.
 *
Und dazu strahlt sieben Tage lang eine freundliche Sonne vom Himmel,
die wegen der Reisezeit allerdings schon recht früh hinter den
Bergkämmen verschwindet. So liegen tiefe Schlagschatten über
der Landschaft, die im Gebiet von Val Thorens in ein besonders
weites Hochtal über geht. Eindrucksvoll zeigt sich der Ort vor
der Aiguille de Peclet, die der wichtigsten Umlaufgondel von Val
Thorens ihren Namen gegeben hat. Trotz des 7-Tage-Skipasses schaffen
wir es nicht, diese Gondel zu fahren: «Ihr seid ja total
verpeilt!», hätte unsere Tochter das damals
kommentiert.
 *
Wir hatten diese Höhe von 15 Jahren schon einmal angefahren,
damals ebenso fasziniert wie heute. Die Konstruktion der Bergstation
steht in der Tradition von Gustav Eiffel und ist, wie auch bereits in
anderen Geschichten erwähnt, typisch für die
französischen Alpen. Für die schwarze Abfahrt liegt nicht
genug Schnee, also sind wir auf die eher
langweilige rote beschränkt.
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Dafür kann die Cîme de Caron mit einer langen Abfahrt von
gut 1400 Höhenmetern bis Les Menuires glänzen, dem
beherrschenden Ort auf dem
Bild links. Im Anfang steil und schnell geht die Piste gegen Ende und
in der Nähe des Tals in einen langen aber breiten Ziehweg
über. Kann man die Skiroute nach Orelle nicht fahren, ist die wohl
größte Attraktion hier die Aussicht, es sei denn, man sucht
sich einen der Seitenaufstiege, die das Revier mit Val Thorens
verbinden.
1
Wenn wir hier über Orelle sprechen, dann ist immer das
Skigebiet auf der Höhe gemeint. Eine Abfahrt hinab nach Orelle und
damit ins Tal der Maurienne ist uns nicht bekannt. |