Auf
dem Weg zum Lubéron, einem eher der alternativen Szene bekannten
Mittelgebirge nördlich von Marseille, besuchen wir les Baux,
früher bekannt für die
Bauxitgruben, heute eine Künstlerstadt von hohem touristischen Wert.
Wegen seiner exponierten Lage geht auf der Aussichtsplattform immer ein
frischer Wind. In unmittelbarer Nähe gibt es eine weitere
Sehenswürdigkeit,
einen aufgegebenen Kalksteinbruch, der im Felsen eine große Höhle
hinterlassen hat. In dieser Höhle sind vereinzelt Quader stehen
geblieben,
um das Gewölbe zu stützen. Auf die Wände, Stützen und
Böden werfen zahllose Diaprojektoren ihre
Bilder, wobei das Thema jährlich wechselt: «Cathédrale
d'Image» nennt sich dieses Schauspiel.
*
Wir übernachten in
St. Remy und fahren von dort weiter nach Oppède-le-Vieux,
einem früher wohl verfallenen Dorf, das mittlerweile wieder aufgebaut
und bewohnt wirkt. Unterwegs treffen wir an einer Kreuzung auf Häuser,
die in die Felsen hinein gebaut sind. Die
nächsten Orte dieser Reise sind die Künstlerstadt Gordes,
auf die diese Bezeichnung nun wirklich zutrifft, und die Stadt auf den
Ockerfelsen, Roussillon. So knallig rot wie auf der Postkarte
ist
der Anblick aber nur selten. Der Tourist sieht eher ein dunkles
Weinrot... |