Schwere Stürze, unberechenbares Wetter und eine
Streckenführung, die eher dem Auto denn dem Fahrrad dienlich ist,
kennzeichnen dieses harte Straßenrennen, das einen treuen Fankreis sein
eigen nennt. Dopingskandale und Dauersieger können die Faszination
nicht mindern und auch die Tatsache, dass die Protagonisten der Tour de
France nur wenige Sekunden an der Stelle vorbei donnern, an der man
steht, schmälert in keiner Weise die Zahl der Zuschauer. Auf den
Volksfestcharakter der Veranstaltung kommen wir noch zurück.

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Nachdem ich im Laufe von 20 Jahren praktisch alle bekannten
Pässe
der Tour selbst einmal gefahren bin, wenn auch langsam und mit Gepäck,
kann ich mir ein Bild davon machen, was die Jungs auf den Rädern
leisten, wenn es über die Berge geht, wie auch von dem Missgeschick des
Dänen Rasmussen, der sich in den Bergen vor Ullrich platzieren konnte,
und der beim Einzelzeitfahren bei Saint Etienne vom dritten auf den
siebten Platz abstürzte.

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Ähnlich spektakulär wie der Sieg vom Grec Lemond über den in Frankreich
nicht übermäßig beliebten Landsmann Laurent Fignon 198? präsentiert
sich in diesem Jahr der Streich von Alexander Vinokuorov, der zu Beginn
des Finales mit zwei Sekunden Rückstand auf Levi Leipheimer vom Team
Gerolsteiner auf Platz 6 liegt und der bei einem Zwischensprint 4
Sekunden Zeitgutschrift ergattert. Aber auch Leipheimer hat aufgepasst
- und holt sich zwei Sekunden bei diesem Sprint, was ihm nach
Zehntelsekunden ausreicht, den fünften Platz zu behaupten. So bleibt
Vinokuorov nur noch die Zeitgutschrift der ersten drei Plätze dieser
letzten Etappe, eine Chance, die er eindrucksvoll wahrnimmt. Das Foto
zeigt ihn als Ausreißer zusammen mit ?. Wenig später gewinnt er in
Paris und beschert dem Team Telekom Bonn damit den dritten Etappensieg
dieser Tour de France.