Rei­sen an die Côte d'Azur

Re­tour Aix-les-Bains

Steinleuchte im Hafen von Aix-les-Bains Wer re­gel­mä­ßig, al­so ein­mal im Jahr, un­se­re Sei­ten liest, der weiß, dass je­de Ge­schich­te mit ei­nem Fa­zit en­det. Meist lau­tet der Ti­tel dann auch «Fa­zit», aber dies­mal be­zie­hen wir uns auf die Stadt, die wir be­vor­zugt auf der Rück­rei­se an­fah­ren, weil sie für un­ser Zwi­schen­ziel Bin­gen so güns­tig liegt. Zu­dem ge­nie­ßen wir die Ru­he et­was au­ßer­halb der Stadt, die Nä­he zu den Re­stau­rants am Ha­fen, die wir für die Ver­pfle­gung brau­chen und fuß­läu­fig er­rei­chen kön­nen. Beim ers­ten Mal hat­ten wir gro­ße Pro­ble­me mit dem Zielein­lauf, aber heu­te ha­be ich ei­nen güns­ti­gen 500 MB Ta­rif für ei­ne Wo­che sur­fen, der es er­laubt, mit der sehr ef­fi­zi­en­ten und stets ak­tu­el­len Goo­gle-Maps Na­vi­ga­ti­on zu fah­ren. Per­fekt!

Wer von Sü­den kommt, ver­lässt die Au­to­bahn bei la Mot­te Ser­vo­lex, bes­ser, er fährt ein­fach ge­ra­de­aus auf der N 201. Da­bei ist es wich­tig, auf dem in Fahrt­rich­tung rech­ten Ufer zu blei­ben. Die Aus­schil­de­rung des Cam­ping In­ter­na­tio­nal du Sier­roz ist durch­schnitt­lich: Man soll­te vor­her auf die Kar­te ge­schaut ha­ben. Die Au­stat­tung des mu­ni­ci­pal ist auch nicht ge­ra­de be­rau­schend, die Stell­plät­ze sind mit­tel­groß und die sa­ni­tär­en An­la­gen sind auf fran­zö­si­si­ches Maß re­du­ziert. Zur­zeit wird er mo­der­ni­siert. Es gibt wei­te­re Cam­ping­plät­ze in der Stadt, die wir bis­her nicht aus­zu­pro­bie­ren brauch­ten. Frü­her konn­te man vor Ort Baquet­tes und Croissants kau­fen, aber das Ge­bäu­de wur­de ab­ge­ris­sen. Ein kla­res Man­ko!

«Aix» ist ein häu­fi­ger Na­me in Frank­reich. Es gibt da­für kei­ne Über­set­zung, ver­mut­lich geht er auf die Rö­mer zu­rück. Da­mit man sich nicht in der Him­mels­rich­tung irrt, tritt der Na­me nur in zu­sam­men­ge­setz­ten For­men auf. Die be­kann­tes­ten Na­men sind ne­ben «Aix-les-Bains», al­so Bad Aix, «Aix-la-Cha­pel­le», Aa­chen, und «Aix-en-Pro­vence».

Mit ver­tret­ba­rem Auf­wand er­reicht man mor­gens wie­der die Au­to­bahn und kann, seit­dem die Lücke bei Anne­cy ge­schlos­sen ist, bis nach Hau­se auf der Au­to­bahn blei­ben. Wäh­rend man in der Schweiz gut dar­an tut, die Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zung per GPS ex­akt ein­zu­hal­ten, ist es in Frank­reich ein klein we­nig ent­spann­ter. Dort führt Tem­po 136 «nur» zu ei­nem Buß­geld von 90 Eu­ro, was je­der, der zum schnel­len Fah­ren neigt, na­tür­lich bar in der Ta­sche hat. Mit dem VW-Bus be­deu­tet 140 km/h auf dem Ta­cho je nach Be­rei­fung Tem­po 134 auf dem GPS-Emp­fän­ger. Das führt in Frank­reich ge­ra­de nicht zu ei­nem Pro­to­koll, weil 5 km/h ab­ge­zo­gen wer­den. Man muss dann aber auch das Ver­trau­en ei­nes Ver­mes­sungs­in­ge­nieurs in die Ge­nau­ig­keit der Ka­li­brie­rung ei­nes Ge­schwin­dig­keits­mess­ge­räts ha­ben! Da wir auf dem Ta­cho sel­ten schnel­ler als 130 fah­ren, bie­tet es sich an, in Ba­sel auf die fran­zö­si­sche A 35, die l'Al­sa­ci­enne, aus­wei­chen. Seit we­ni­gen Jah­ren ist de­ren Lücke bei Stras­bourg ge­schlos­sen. Mit dem Bus be­deu­tet das, dass man von den deut­schen Ra­sern auf der A 5 ver­schont bleibt.