Rei­sen an die Côte d'Azur

Pays des Lacs - Avi­gnon

Côte d'Azur Bei Onoz er­rei­chen wir auf kur­ven­rei­chen aber sehr gut un­ter­hal­te­nen Stra­ßen die Hö­he 600, da­nach geht es wie­der hin­un­ter ins Tal. Der Na­me EDF, É­lec­tri­ci­té de Fran­ce, steht eben­so für Atom­kraft wie auch für die Nut­zung der Was­ser­kraft in Ge­gen­den, in de­nen sich das an­bie­tet. Spek­ta­ku­lär ist die Stau­mau­er des Lac de Vouglans, 425 m lang und 103 m hoch. Das Kraft­werk pro­du­ziert 750 GWh/Jahr Strom und ver­fügt über re­ver­si­ble Pum­pen, die es er­lau­ben, den See zu­gleich als Pump­spei­cher­werk zu be­trei­ben. Die Stra­ße be­glei­tet den See in gro­ßer Hö­he auf et­wa 25 km Län­ge.

Côte d'Azur Geo­gra­fisch ge­se­hen liegt die Stau­mau­er 40 km west­lich von Nyon am Gen­fer See. Auf teil­wei­se aben­teu­er­lich klei­nen Stra­ßen, u. a. der D60, fol­gen wir dem Fluss Ain, der dem Dé­par­te­ment 01 sei­nen Na­men ge­lie­hen hat. Wir pas­sie­ren Thoi­ret­te und Ma­ta­felon um we­nig spä­ter bei Mon­tréal-la-Clu­se auf die Au­to­bahn A404 auf­zu­fah­ren, die uns durch das Mit­tel­ge­bir­ge des Ju­ra an die Rhô­ne brin­gen soll.

Côte d'Azur Die Stei­gun­gen der A404 sind spür­bar, al­ler­dings feh­len ihr die sen­sa­tio­nel­len Hö­hen­un­ter­schie­de ei­ner Mé­ri­dienne. Da­für ner­ven die Zahl­stel­len (péa­ges), für die man sich ei­ne Box be­sor­gen kann, mit der man durch die we­ni­ger fre­quen­tier­ten té­lé­péage To­re fah­ren und be­rüh­rungs­los be­zah­len kann, was we­gen des Auf­wands bei der Be­schaf­fung aber eher Rent­nern mit viel Zeit vor­be­hal­ten blei­ben dürf­te. Bis Avi­gnon, un­se­rem Ta­ges­ziel, sind es nur et­was mehr als 300 km ge­gen die Haupt­rei­se­rich­tung. Da ist auch flott mit der Kre­dit­kar­te be­zahlt.

Côte d'Azur Wäh­rend die Maut­stel­le süd­lich von Lyon auf der Ge­gen­fahr­bahn für ei­nen fast 10 km lan­gen Stau oder et­wa zwei Stun­den Ver­zö­ge­rung sorgt, er­rei­chen wir un­ser Ziel wie er­war­tet ge­gen 15 Uhr. Der ma­le­risch und ru­hig ge­le­ge­ne Cam­ping Pont d'Avi­gnon ist mä­ßig be­sucht, so­dass wir ei­nen Stell­platz vis à vis der Brücke wäh­len. Die in ei­nem be­kann­ten Volks­lied be­sun­ge­ne Brücke ist das Wahr­zei­chen der Stadt, die ih­re Be­deu­tung aber als Sitz der Päps­te (1309-1423) er­lang­te.