Rei­sen per Au­to­stopp

Ge­dan­ken über ein schwie­ri­ges The­ma

Das The­ma Au­to­stopp ist nicht erst seit der Recht­schreibre­form ein schwie­ri­ges The­ma. Nach über 20000 km mit dem aus­ge­streck­ten Dau­men kann ich ei­ne Bilanz zie­hen, die sich auf ei­ne gan­ze Men­ge An­schau­ungs­ma­te­ri­al stützt. Ich will vor­aus­schi­cken, so­zu­sa­gen zur Be­ru­hi­gung, dass mir nie ernst­lich et­was pas­siert ist. Aber die For­mu­lie­rung lässt er­ah­nen, dass sich ei­ni­ges er­eig­ne­te, was an­de­ren viel­leicht Kopf und Kra­gen ge­kos­tet hat.
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Ich ge­he auf die­ses The­ma nä­her ein, weil es die ver­schie­dens­ten Aspek­te auf­wirft, die aber al­le in dem ei­nen Punkt mün­den, den man «Aben­teu­er» nennt. Denn in Zei­ten, in de­nen die Kos­ten für ei­ne An­fahrt (oder ei­nen Flug) nach Tou­lou­se oder Glas­gow güns­ti­ger sind, als drei Ta­ge «auf der Wal­ze», ist das The­ma Geld wohl nicht das be­stim­men­de Ar­gu­ment im Ent­schei­dungs­pro­zess für oder ge­gen ei­ne be­stimm­te Rei­se­form. Nein, der Reiz des Tram­pens liegt ein­deu­tig im Aben­teu­er.
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Zu den un­ver­ge­ss­li­chen Rei­sen, die ich weit­ge­hend per Au­to­stopp be­strit­ten ha­be, ge­hört u.a. die Win­ter­rei­se in die Schluch­ten des Tarn, ei­ne Wan­de­rung durch den Lubéron, die drei Rei­sen durch Schott­land, von de­nen die Be­stei­gung des Ben Ne­vis die her­aus­ra­gen­de war, so­wie ein In­ter­rail-Som­mer, der mir dann doch vie­le Ki­lo­me­ter Au­to­bahn ein­ge­bracht hat.