GPS Navigation
Allgemeines zur Positionsbestimmung mittels GPS
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Seit die Amerikaner
die genauen Bahndaten (precise ephemeries) der GPS-Satelliten
zur zivilen Nutzung
freigegeben haben, lassen sich mit GPS-Messungen hoch genaue
Standortkoordinaten ermitteln. Korrigiert um auf festen Standpunkten
ständig erfassten, atmoshärischen Störungen lassen sich
mit speziellen
GPS
Empfängern letztlich Genauigkeiten erzielen, die zur
Koordinatenbestimmung im
amtlichen Vermessungswesen ausreichen und schon heute vielfach das
Messband ersetzen. Über das Korrekturprogramm SAPOS
informiert das Referat 7 des Regierungspräsidenten in Köln
(das frühere Landesvermessungsamt
NRW).
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Daneben haben sich Handgeräte verschiedener Hersteller etabliert,
die
den Anspruch erheben, in Größe und Gewicht mit
Mobiltelefonen zu
konkurrieren und dabei eine Genauigkeit von etwa 15 Metern zu
erreichen. So ist der hier betrachtete GPS Empfänger Garmin
geko 201,
im Bild an einem Fahrradlenker montiert, nur 10 cm lang
und inklusive Batterien 91 g
schwer. Diese Geräte, von denen zurzeit eine zweite Generation mit
dem
deutlich empfindlicheren SIRF
III Empfangsteil auf den Markt kommt, haben ein neues Hobby
begründet, das Geo-Caching, eine Art «Schatzsuche»
nach Koordinaten.
Man kann sie aber auch umgekehrt dazu benutzen, Wegstrecken
aufzuzeichnen, die man mit dem Fahrrad oder zu Fuß
zurückgelegt hat, um
die Daten in ein grafisches System zu importieren. Das bekannteste
dieser Systeme dürfte der Google EarthTM-Kartenservice
sein. Ein Beispiel hierzu findet
sich unter den
Radtouren, und zwar die Aufzeichnung einer Fahrradtour
von Bonn
über Düsseldorf nach le Tréport am Ärmelkanal,
sowie die Darstellung
des Skigebiets
von Zermatt.
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Die Genauigkeit der Handgeräte ist so bemessen, dass sie mit der
Genauigkeit einer Karte in etwa übereinstimmt. Legt man eine
Kartier-
und Abgreifgenauigkeit von zwei Zehntelmillimeter zugrunde, so lassen
sich Koordinaten aus der topografischen Karte 1 : 25000 (TK
25) auf
etwa 5 Meter abgreifen, aus der TK 50 auf etwa 10 Meter. Hinzu kommt in
Gebieten mit dichter Punktlage eine Ungenauigkeit der Karte, die
aus der Generalisierung resultiert. Die Genauigkeit der kleinen GPS
Empfänger
reicht daher für gewöhnliche Anwendungen vollkommen aus. Bei
Luftbildern kommt hinzu, dass
vom Abbildungsfehler der Luftbildkamera, über die vielen
verschiedenen
Koordinatensysteme, die hier im Spiel sind, bis hin zum Fehler im
Höhenmodell, das der Entzerrung der mittels Zentralprojektion
aufgenommenen Fotos dient, so ziemlich jeder erdenkliche Einfluss auf
das Ergebnis anzutreffen ist. Je mehr man von der Komplexität der
Materie weiß, umso
erstaunlicher erscheint es, dass der Leinpfad am Rhein tatsächlich
«nur» um
eine Spurbreite von 5 Metern von den Ergebnissen der GPS Aufzeichnung
verfehlt wird.
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Aktualität:
September
2006
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