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Pistenlängen: Der «tanupiki»-Wert


«Kein Pistenkilometer ist so kurz, wie der, der mittels GPS bestimmt wurde!», könnte man meinen, wenn man die Ergebnisse betrachtet, die wir am Matterhorn, Arlberg, in Grindelwald, den 3 Vallées und dem Skiverbund Paradiski nachgemessen haben. Unsere Faustformel lautet:

 «Die Summe der unter gewöhnlichen Bedingungen tatsächlich nutzbaren Pistenkilometer
ist allerhöchstens halb so groß wie die Angabe der Bergbahnen.»


Wenn ich in Zukunft den Begriff «tanupiki» benutze, wissen Sie, was ich meine. Mittlerweile haben wir 8 Skigebiete vermessen und die Faustformel passt exakt. Allein Zermatt, das wir aber auch extrem sorgfältig und bis in den letzten Winkel hinein vermessen haben, kommt mit den unter gewöhlichen Bedingungen fahrbaren Skirouten auf etwa 120 von 200 angebenen Pistenkilometern und tanzt damit etwas aus der Reihe. Für die Trois Vallées konnten wir an 5 Tagen 235 Pistenkilometer ermitteln, bei besserem Wetter und ohne den Totalausfall am letzten Tag wären wohl 300 km ermittelt worden, wobei auch dann noch viele Pisten nicht gefahren worden wären! Hier werden 600 Pistenkilometer angegeben.
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Man sollte sich dennoch tunlichst davor hüten, das Gesamtskigebiet Sankt Anton/Lech/Zürs gedanklich aufgrund dieser Aussage von angegebenen 240 auf 120 Pistenkilometer herunterzustufen. Da alle Bergbahnen alpenweit etwa den gleichen Maßstab anlegen, sind die Relationen zwischen den Skigebieten nach wie vor durchaus vergleichbar. Dass es einen Unterschied gibt zwischen der redundanzfreien Vermessung eines Skigebiets und der von den Betreibern angegebenen Länge ist nicht weiter verwunderlich. Viele kleine Pistenstummel, die man als zügiger Abfahrer nicht nutzt, gehen ebenso in die Rechnung ein wie die Doppelzählung gemeinsam genutzer Streckenabschnitte getrennt ausgewiesener Pisten. Wird ein Hang so breit präpariert, dass er Platz für zwei Pisten bietet, so haben wir dies selbstverständlich nicht berücksichtigt, sondern eine Trassenführung in der Mitte angehalten.
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Messungenauigkeiten haben praktisch keinen Einfluss auf das Endergebnis. Die meisten Fehler fallen durch Differenzbildung heraus. Allein ein deutlicher Höhenfehler macht sich auf die Schrägstrecke bemerkbar, würde aber im Zweifel immer mehr Pistenkilometer ausweisen als zu wenig. Zudem deckt unser Auswerteprogramm diese Fehler sehr schnell auf. Im Januar 2008 konnte endlich eine optimale Anbringung für den GPS-Empfänger gefunden werden, und zwar nicht mehr hängend an einem Träger des Rucksacks sondern auf diesem aufliegend in Kopfhöhe. Seither sind Differenzen von mehr als 10 Meter in der Höhe eher selten und die an der seltsamen Geometrie leicht erkennbaren, groben Messfehler gehören bis auf wenige Ausnahmen der Vergangenheit an. An der Messanordnung jedenfalls kann man unsere zum Teil erstaunlichen Ergebnisse nicht festmachen!